Der Verlust naturnaher Lebensräume betrifft Vögel und Bestäuber auch im Landkreis Landsberg zunehmend. Nisthilfen und naturnah gestaltete Gärten können einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der heimischen Arten leisten, teilt der Bund Naturschutz in einer Pressemeldung mit.
Wie einfach aktiver Artenschutz vor Ort sein kann, zeige ein aktuelles Beispiel aus Kaufering: Die engagierten Kinder der Bund-Naturschutz-Kindergruppe haben dort zahlreiche Nistkästen gereinigt und für die kommende Brutsaison vorbereitet. Diese hatten sie bereits im vergangenen Jahr am Ilzbogen angebracht. So sorgen die Mädchen und Buben dafür, dass Vögel rechtzeitig saubere und geeignete Nistplätze vorfinden.
Auf chemische Reinigungsmittel sollte verzichtet werden
Der Bund Naturschutz ruft deswegen in der Presseerklärung dazu auf, im Februar Nistkästen am Haus oder im Garten aufzuhängen beziehungsweise vorhandene Kästen zu reinigen. Alte Nester können einfach entfernt werden. Wegen möglicher Parasiten wie Vogelflöhen empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen. Auf chemische Reinigungsmittel sollte verzichtet werden.
Viele heimische Arten wie Meisen, Kleiber oder Sperlinge beginnen laut Bund Naturschutz bereits an milden Februartagen mit der Balz und der Reviersuche. Früh angebrachte oder gereinigte Nistkästen geben den Vögeln ausreichend Zeit, sich an den Standort zu gewöhnen und die Quartiere zur Brutsaison zu nutzen.
Wilde Ecken in Gärten helfen den Tieren
„Moderne Gebäude und gepflegte Gärten bieten kaum noch natürliche Nistmöglichkeiten. Vogelhäuser und naturnah gestaltete Gärten sind daher eine wichtige Hilfe“, erklärt Katja Holler von der Kreisgruppe Landsberg des Bund Naturschutz. „Blühpflanzen, heimische Sträucher, wilde Ecken und der Verzicht auf Pestizide tragen zusätzlich dazu bei, dass Vögel und Bestäuber ausreichend Nahrung und geeignete Lebensräume finden und helfen mit, dass Ihr Nistkasten bewohnt wird.“ (AZ)
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