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Landkreis Landsberg
13.01.2022

Keine Spaziergänge und Demos am Montag im gesamten Kreis Landsberg

Corona-Querdenker-Demo und Gegendemo in der Landsberger Altstadt
Foto: Christian Rudnik

Jetzt ist die offizielle Allgemeinverfügung des Landratsamtes Landsberg öffentlich. Was in Sachen Demonstrationen und Spaziergängen gegen die Corona-Maßnahmen im gesamten Landkreis gilt.

Wie bereits am Mittwoch (12. Januar) angekündigt: Das Landratsamt Landsberg schiebt den montäglichen Corona-Spaziergängen in Landsberg und Dießen einen Riegel vor - und auch allen Gegendemonstrationen. Per Allgemeinverfügung sind öffentliche Versammlungen im Bereich der Innenstadt von Landsberg und im innerörtlichen Bereich von Dießen am Ammersee am Montag, 17. Januar, von 17 bis 20 Uhr untersagt.

"Damit sind in den genannten Bereichen angemeldete und nicht angemeldete öffentliche Versammlungen unter freiem Himmel untersagt", heißt es in einer Mitteilung. Außerdem wird die Allgemeinverfügung auch begründet: "Bei Versammlungen mit einer derart großen Personenzahl wie sie ‐ nicht angemeldet und angemeldet ‐ an den Montagen der letzten Wochen in Landsberg und Dießen stattgefunden haben, lässt es sich nicht vermeiden, dass sich Menschen für eine gewisse Zeit dicht zusammen aufhalten. Eine schnelle Übertragung des Virus ist somit bei Anwesenheit infektiöser Personen wahrscheinlich (Niesen, Husten, Sprechen)."

Diese Bereiche in Landsberg und Dießen sind betroffen

Dadurch, dass bei den Versammlungen am Montag, 10. Januar, mit hoher Wahrscheinlichkeit Personen aus mehreren Orten und sogar mehreren Landkreisen in Landsberg und Dießen zusammenkamen, handelt es sich laut Landratsamt um ein überregionales Geschehen, von dem eine unkontrollierte Verbreitungsdynamik des Coronavirus ausgehen könne und das Infektionsgeschehen weiter zu beschleunigen drohe.

Bei Versammlungen findet keinerlei Erfassung der Kontaktdaten statt, sodass im Nachhinein im Falle eines Ausbruchsgeschehens das Kontaktnachverfolgungsteam des Gesundheitsamts keinerlei Kontaktdaten hätte, um weitere Infektionswege wirksam zu unterbinden. Wer gegen die Allgemeinverfügung verstößt, kann zur Kasse gebeten werden: "Bei Zuwiderhandlung handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die pro Person mit bis zu 3000 Euro geahndet werden kann", sagt Wolfgang Müller, der Pressesprecher Landratsamtes auf Nachfrage.

Auch bei angemeldeten Demonstrationen sieht das Landratsamt Infektionsgefahr

Insbesondere die bewusst unterlassene Anmeldung der Montagsspaziergänge bei der Versammlungsbehörde mache es ihr und der Polizei unmöglich konkreten Einfluss auf den Veranstalter zu nehmen und eine Begrenzung der Teilnehmeranzahl oder andere sicherheitsrechtlich notwendige beschränkende Maßnahmen zu erreichen. "Jedoch auch für angemeldete Versammlungen besteht die beschriebene unmittelbare Infektionsgefahr, weil die öffentlichkeitswirksamen Plätze und Flächen der Innenstadt von Landsberg bzw. im genannten innerörtlichen Bereich von Dießen nicht den erforderlichen Platz bieten, um die nach den bisherigen Erfahrungen zu erwartenden Teilnehmer unter Beachtung des notwendigen Mindestabstands aufzunehmen."

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Die Bereiche in Landsberg, in denen die Allgemeinverfügung gilt: Karolinenbrücke, Leonhardiplatz, Peter-Dörfler-Weg, Flößerplatz, Hubert-von-Herkomer-Straße, Klösterl, Salzgasse, Hintere Salzgasse, Schrannengasse, Hauptplatz, Herzog-Ernst-Straße, Schlossergasse, Ludwigstraße, Adolph-Kolping-Straße, Roßmarkt, Infanterieplatz, Georg-Hellmair-Platz, Holzmarkt, Kochgasse, Ledergasse, Schulgasse, Vordere Mühlgasse, Hintere Mühlgasse, Vorderer Anger, Hinterer Anger, Spitalplatz, Lechstraße, Lady-Herkomer-Steg, St. Laurent-du-Var-Promenade, Brudergasse, Limonigasse, Sandauer Straße vom Sandauer Tor bis einschließlich Sandauer Brücke. Die Bereiche im Markt Dießen am Ammersee: Östlich der Prinz-Ludwig-Straße / Johannisstraße, südlich der Bahnhofstraße und nördlich der Tiefenbachstraße und Moosstraße.

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