Im Landkreis gibt es bis dato noch keine Berufsfachschule für Kinderpflege. Doch das soll sich möglichst bald ändern, denn eine entsprechende Ausbildungsstätte ist auf dem Gelände der Beruflichen Schulen in Landsberg vorgesehen. In einer Sitzung des Kreisausschusses stellte Kreis-Hochbauamtsleiter Ulrich Köbberling nun erste Planungen vor.
Aktuell müssen Auszubildende aus dem Kreis Landsberg, die eine Tätigkeit in der Kinderpflege anstreben, eine Berufsfachschule in einem anderen Landkreis besuchen. „Fast jeder Landkreis hat eine – wir haben noch keine“, sagte Landrat Thomas Eichinger (CSU) in der Sitzung. In seinen Augen ist es von Vorteil, dass die neue Schule Bestandteil der Beruflichen Schulen sein soll. Auf dem Gelände wäre in jenem Bereich Platz, in dem gerade Container für den Unterricht aufgebaut sind.
Die Bauzeit beläuft sich auf rund sechs Monate
Wie berichtet, könnte der Landkreis die Trägerschaft einer Berufsfachschule für Kinderpflege übernehmen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten zur pädagogischen Mitarbeit in verschiedenen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern – etwa in Kindergärten, in der Krippe oder im Hort. Die Einrichtung müsste zweizügig starten, wofür jährlich etwa 60 Schülerinnen und Schüler benötigt würden.

Kreis-Hochbauamtsleiter Ulrich Köbberling schlug vor, dass der Landkreis zunächst selbst in die Planungen einsteigt und dann mit einem Totalunternehmen zusammenarbeitet. Daraus ergebe sich ein Zeitvorteil. Bis Ende des Jahres 2026 könnte der Landkreis so eine Schule mit „guter Ausführungsqualität“ zur Verfügung haben. Die Bauzeit würde sich auf nur sechs bis sieben Monate belaufen, denn die Kreisverwaltung fasst eine Holz-Hybrid-Modulbauweise ins Auge.
Gebäude wird aus einzelnen Segmenten zusammengestellt
Dabei wird das Gebäude aus Grundsegmenten zusammengestellt. Und es bestehe auch die Option zur Erweiterung. Langfristig könnte so der theoretische Teil einer anschließenden Erzieherausbildung am Standort Landsberg möglich sein. Als Kosten für die neue Berufsfachschule stehen nach einer ersten Schätzung 8,5 Millionen Euro im Raum. Zur Entscheidung für eine Modulbauweise sagte Köbberling: „Es ist nicht mit Containern zu vergleichen und der wichtige Vorteil ist die Zeit.“ Einen Beschluss zu dem Projekt gab es in der Sitzung des Kreisausschusses noch nicht.
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