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Landsberg
09.02.2023

Ein Besuch lohnt sich: Ausstellung von Gloria Gans in Landsberg

Gloria Gans stellt unter anderem das Bild "Bayern 1918 und 2018" in der Zederpassage in Landsberg aus.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Die Malerin Gloria Gans stellt in der Zederpassage in Landsberg aus. Es wird die Spannung spürbar, die sich zwischen Menschen auflädt.

Man konnte Bert Praxenthaler vom Galerieverein nur zustimmen: Es war tatsächlich der Tag mit „dem scheußlichsten Wetter der ganzen Woche“, auf den die Eröffnung der jüngsten Ausstellung in der Landsberger Zederpassage gefallen war. Dennoch hatte sich eine beachtliche Zahl Kunstinteressierter dort eingefunden, um nicht die Auftaktveranstaltung zu „What about us“ mit Werken der Münchener Malerin Gloria Gans zu versäumen. Gelohnt hatte sich das allemal.

Zur Eröffnung der Ausstellung "What about us" kamen etliche Besucherinnen und Besucher in die Zederpassage.
Foto: Thorsten Jordan

Denn zum gewohnt herausragenden Kunst-Angebot der Zedergalerie gesellte sich mit der an Biografie und Werk der Kollegin orientierten Einführungsrede Praxenthalers auch gleich noch die entsprechende Kunst-Erklärung. Zudem ergriff Gloria Gans selbst das Wort: „Die Passage“, erklärte sie zur besonderen Eignung des Ausstellungsorts für ihre Zwecke, „bietet genau die Situation, die zu meinen Bildern passt: ein geschützter Raum, aber vom Zugang her trotzdem niederschwellig und absolut nicht elitär.“ Am liebsten, so Gans, würde sie ihre Bilder „ja mitten auf dem Marktplatz“ aufstellen. Und – deutet man das Anliegen richtig – damit in den öffentlichen Raum zurückspiegeln, was sie diesem an Inspiration entnommen hat. 

„What about us“: Ausstellung mit Werken der Malerin Gloria Gans

Denn es ist vor allem die Begegnung mit Menschen, die die kommunikative Malerin zur künstlerischen Auseinandersetzung herausfordert. Der Gruppe der Straßenkehrer, deren ältester bei ihr anklopfte mit der Frage, weshalb sie nicht einfach ihn und seine Kollegen male, widmete sie, entsprechend der Lage ihres Ateliers, gleich eine ganze Werkreihe: die „Stupfstraße München“. Eine weitere, durch ihre pädagogische Arbeit angestoßene Serie, zeigt eine Mini-Klasse schwer beschulbarer Jungen in provokanter Gangsterpose, alle mit Fluchterfahrung oder Migrationshintergrund, die, so Gloria Gans’ Wahrnehmung, leider „nicht so gut angekommen sind, wie man sich das für sie wünschen würde und deren Energie gerade jetzt in der Pubertät, und durch Corona zusätzlich verstärkt, verpufft.“ 

Schwer beschulbare Jungen in provokanter Gangsterpose zeigt dieses Bild von Gloria Gans.
Foto: Thorsten Jordan

Sehr viel mehr noch als bei ihren ganzfigurigen Frauenporträts, die zahlenmäßig den Schwerpunkt der Ausstellung bilden, verzichtet die Malerin in der titelgebenden Werkgruppe „What about us“ auf eine abbildhafte Darstellung ihrer Protagonisten. Die Ausarbeitung der Gesichtszüge der Jungen nahezu ausgespart, rückt anderes in den Vordergrund: ein über Statussymbole generiertes, fragiles Selbstbewusstsein etwa. Vor allem aber die starke körperliche Präsenz und die oft in Aggression umschlagende Energie der Jugendlichen seien es gewesen, die sie zum Ausdruck habe bringen wollen, betont die Künstlerin. Der Verzicht auf Details wird zum künstlerischen Mittel, das es Gloria Gans ermöglicht, sich ganz auf den atmosphärischen Gehalt einer Situation zu konzentrieren. „Denn eigentlich“, beschreibt sie ihre Motivation, „will ich die Luft zwischen einer Person und mir malen – und die Spannung, die sich auflädt durch zwei Personen im Raum“. 

In der Umsetzung gelingt das nur, indem sie sich real vorgefundene Gegebenheiten anverwandelt und malerischen Aspekten unterordnet. So mischt sich etwa in das Blau des Tageslichts, in dem die Straßenkehrer ihre Arbeit tatsächlich verrichten, das Violett der imaginierten Dämmerung, woraus sich ein Komplementärkontrast zu den orangen Schutzwesten der Männer ergibt, der die Alltagsszene wie von „Malerhand“ in ein magisches Leuchten hebt. Atmosphärisch anberaumt wird die von Gloria Gans beschriebene „Luft zwischen einer Person und mir“ während des Malprozesses durch einen gewebeartigen, eher spröden Farbauftrag in vielen Schichten, der ihren Bildern Tiefe gibt und Hintergründe schafft, die subtil ins Bildgeschehen hinein mitwirken.

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„What about us“, eine Ausstellung mit Werken der Malerin Gloria Gans, ist geöffnet bis Samstag, 1. April, mittwochs von 11 bis 14 Uhr, freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags von 12 bis 15 Uhr und kann zudem täglich (außer sonntags) durch die Glasfassade der Galerieräume besichtigt werden. Am Weltfrauentag, Mittwoch, 8. März, ist zudem eine Sonderveranstaltung mit der Künstlerin geplant.

"Stupfstraße München" heißt eine Werkreihe von Gloria Gans, die auch in Landsberg zu sehen ist.
Foto: Thorsten Jordan
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