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Landsberg
08.01.2022

Was das Landsberger Klinikum tut, damit das Personal fit bleibt

Michael Ebenhoch (neben Petra Bachmann) ist am Klinikum Landsberg für das Gesundheitliche Betriebsmanagement zuständig.
Foto: Alexa Dorow/Klinikum Landsberg

Das Landsberger Klinikum hat ein eigenes Management, um die Mitarbeitenden vor Erkrankungen zu schützen. Was auf den Teller und ins Glas kommt und was man in Sachen Bewegung unternimmt.

Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine der wichtigsten Ressourcen für den Erfolg eines Unternehmens. Das gilt insbesondere für Beschäftigte in Krankenhäusern. Doch der Fachkräftemangel, hohe Anforderungen und unregelmäßige Arbeitszeiten belasten die Beschäftigten – vor allem das Pflegepersonal und die Ärzte. Um gesunde und damit motivierte und leistungsfähige Mitarbeitende zu erhalten, hat das Klinikum Landsberg sein eigenes Betriebliches Gesundheitsmanagement, kurz BGM.

Michael Ebenhoch, Physiotherapeut am Klinikum, sei als BGM-Beauftragter mit ganzem Herzblut dabei, teilt das Klinikum mit. Zusammen mit der eigenen BGM-Projektgruppe und der professionellen Unterstützung der AOK stelle er unter dem Motto „Ein gesundes Füreinander“ viele verschiedene Projekte und Maßnahmen auf die Beine, die zur Gesundheit und Zufriedenheit der Mitarbeiter beitragen sollen. „Es geht um den Erhalt und die Förderung der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft, auch und vor allem in den sehr stressigen Zeiten der Coronapandemie“, berichtet Ebenhoch.

Das Gesundheitsmanagement steht auf vier Säulen

Aufgebaut auf den vier Säulen Seele, Körper, Arbeitssituation und Wissen entstanden so in den vergangenen Monaten viele Themen, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement aufgegriffen und umgesetzt hat.

Immer mittwochs gibt es in der Cafeteria des Klinikums für alle Mitarbeitenden zusätzlich zum gängigen Speisenangebot das „Ma(h)l mit Mehrwert“ – ein besonders gesundes Mittagessen inklusive extra dargestellten Nährwertangaben und Feedbackbogen. Das ist ein Teil des BGM-Projekts „Gesunde Ernährung“, das Ebenhoch gemeinsam mit Diätassistentin Elisabeth Maisa und dem Küchenteam um Leiter Christian Baumann ins Leben gerufen hat. Zwischendurch werden zudem Ingwer-Kurkuma-Shots, Nüsse oder Früchte angeboten – alles im Sinne eines guten Immunsystems.

Ingwer und Zitrusfrüchte sollen einen Beitrag leisten, um die Beschäftigten im Klinikum gesund zu erhalten.

Auch eine Ernährungsberatung und ein umfangreiches E-Learning-Angebot zu verschiedenen Ernährungs- und Gesundheitsthemen gibt es für die Mitarbeiter des Klinikums. Zusätzlich können alle Kollegen und Kolleginnen via Smartphone oder Computer am digitalen Programm „AOK bewegt“ teilnehmen und damit Gesundheitsthemen noch stärker in ihren Arbeitsalltag integrieren. Zum Beispiel gibt es neben vielen Infos und Gesundheitstipps auch Challenges. Zunächst „Nimm die Treppe!“. Alle Teilnehmenden trugen täglich über einen Zeitraum von zwei Wochen auf der Challengeseite von „AOK bewegt“ die Anzahl der Stockwerke ein, die sie gegangen sind. Was winkt als Gewinn? „Neben einem kostenlosen Workout für Gesäß-, Waden- und Oberschenkelmuskulatur und einer verbesserten Ausdauer gibt es für die drei Fleißigsten ein kostenloses ’Ma(h)l mit Mehrwert’ in unserer Cafeteria“, erzählt Michael Ebenhoch. Die nächste Challenge starte laut Klinikum am 10. Januar. Dann gehe es darum, 14 Tage lang konsequent auf Süßes, Limo und Fertiggerichte zu verzichten.

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Auch für Seele ist das Gesundheitsmanagement am Klinikum aktiv

Und was ist mit der Seele? Auch hier sei das Gesundheitsmanagement des Klinikums sehr aktiv. Neben Gesprächsangeboten bei Konflikten, Deeskalationstrainings und Beratungen für erkrankte Beschäftigte werden ein Online-Resilienz-Training sowie das Programm PSU (Psychosoziale Unterstützung) mit Dr. Elisabeth Kaul als Projektleiterin zum Schutz und Erhalt der psychischen Gesundheit von Mitarbeitern angeboten. Kolleginnen und Kollegen in Extremsituationen und bei belastenden Ereignissen, wie beispielsweise bei der Arbeit auf der Intensivstation oder in der Notaufnahme, sollen damit bestmöglich zu unterstützt werden. Diese Projekte sollen unter anderem auch der Burnout-Prävention dienen und gleichzeitig Führungskräfte sensibilisieren.

Das Thema Arbeitssituation hat sich das BGM als einen weiteren wichtigen Punkt auf die To-do-Liste gesetzt: Hierzu wurde im Klinikum unter der Projektleitung von Günter Ulke eine ausführliche Mitarbeiterbefragung (psychische Gefährdungsbeurteilung) durchgeführt und ausgewertet sowie als Folge daraus bereits einige von insgesamt 99 priorisierten Maßnahmevorschlägen zur Verbesserung der Arbeitssituation umgesetzt.

Das "Ma(h)l mit Mehrwert" wird gut angenommen

Und nicht zuletzt ist auch das Thema „Wissen“ ein sehr relevantes für das Betriebliche Gesundheitsmanagement des Klinikums. Im hauseigenen E-Learning-Programm gebe es unterschiedliche freiwillige Schulungen für die Mitarbeiter, zum Beispiel zu den Themen vegane Ernährung, Suchtmittel, Mobbing, Burnout und Deeskalation.

Wie stark das Online-Resilienz-Training oder die psychosoziale Unterstützung von den Mitarbeitenden des Klinikums genutzt werde, kann der BGM-Beauftragte Michael Ebenhoch nicht sagen. Die Angebote „unterliegen strengen Datenschutzbestimmungen. Daher haben wir dazu keine Kennzahlen“, erklärt er und fügt hinzu: „Was aber beispielsweise das ’Ma(h)l mit Mehrwert’ betrifft oder der Aktionstag mit dem Ingwer-Kurkuma-Shot, so können wir sagen, dass diese sehr gut von den Kolleginnen und Kollegen angenommen werden.“ (lt)

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