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Opatija-Grill: Nicht immer ist der Wandel in der Gastronomie in Landsberg auch ein Fortschritt

Kommentar

Opatija-Grill: Nicht immer ist der Wandel in der Gastronomie in Landsberg auch ein Fortschritt

Alexandra Lutzenberger
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    Der „Opatija-Grill“ schließt. Wirt Dragan Kolenda nennt die Gründe.
    Der „Opatija-Grill“ schließt. Wirt Dragan Kolenda nennt die Gründe. Foto: Christian Rudnik

    Wohnraum ist wichtig, die passende Gastronomie auch, und manchmal schafft die unmittelbare Nähe von beidem nicht nur Vorteile, sondern auch Konflikte. Denn Gastronomie ist nicht leise, nicht geruchlos und hat An- und Wegfahrverkehr. Außerdem sind die Raucher meist direkt vor der Tür, und das ist auch nicht geräuschlos.

    Beim „Opatija“ in Landsberg hat das alles jahrzehntelang geklappt, denn man war dort oben aneinander gewohnt. Dass der Wirt jetzt geht, ist deshalb sowohl klug als auch vorausschauend, denn Konflikte sind hier bei allem guten Planungswillen vorprogrammiert. Denn hier wird auf engem Raum gebaut. Zudem hätte Dragan Kolenda wohl rund ein Jahr schließen müssen für den Umbau. Welcher Betrieb übersteht das schon? Auch die enge Parksituation dort oben wird nicht einfach lösbar sein. Auch für die nächsten Pächter dieser Wirtschaft nach dem Umbau. Das hat man in Landsberg auch schon einige Male erlebt.

    Dragan Kolenda hat also die richtige Entscheidung getroffen, für sich und seine Familie. Und es ist wie immer, für viele andere ist das nicht immer auch so gut. Denn man wird die Wirtschaft, die so lange prägend für Landsberg war, vermissen. Viele kennen sie und viele, ob Familien oder Sportvereine waren gerne dort und haben das Zusammensein genossen. Es gab gute Hausmannskost, im Frühling Spargel und die beliebten Baby-Calamari vom Grill oder Cevapcici mit der klassischen Zwiebel-Soße. Im Winter in der Wirtschaft, im Sommer im Biergarten, und es war immer voll dort oben. Man wird den Opatija-Grill vermissen. Er ist nicht ersetzbar. So mancher Gast hatte eine ganz besondere Beziehung zu dieser Gaststätte. Denn so manche und so manche Landsbergerinnen und Landsberger nannten die Kneipe nach einem Kellner und Familienmitglied, dem stadtbekannten Marenko, und man ging zum Oberhasen. Es ist wieder ein Stück Landsberg, das verloren geht. Man kann nur hoffen, dass die Familie woanders wieder eine geeignete Gastronomie findet, und vielleicht so doch wenigstens dem Landkreis erhalten bleibt.

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