Bereits zum zehnten Mal besuchte die Grundschule Grunertshofen (Gemeinde Moorenweis, Kreis Fürstenfeldbruck) das Freibad in Prittriching, um dort ihr Schulschwimmen durchzuführen. Unter Anleitung der Sportlehrerinnen und Sportlehrer wurde eine Woche lang täglich intensiv geübt – mit dem Ziel, die Schwimmtechnik der Kinder aus den Klassen eins bis vier zu verbessern. Besonderes Augenmerk galt wieder den Nichtschwimmern. Sie wurden von der Wasserwacht Prittriching betreut, die mit viel Engagement dafür sorgte, dass möglichst viele Kinder in dieser Woche grundlegende Schwimmfähigkeiten erlernen konnten.
Die Kooperation mit der Wasserwacht hat sich über die Jahre bewährt und ist ein zentraler Bestandteil des außergewöhnlichen Schulprojekts. Denn: In diesem Sommer gab es in Bayern bereits eine besorgniserregende Anzahl von Badeunfällen mit Todesfolge. Die Rettungseinrichtungen berichten von einem deutlichen Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Allein im Juni wurden über 20 Todesfälle in bayerischen Gewässern gemeldet. Bis zu zwei Drittel der Zehnjährigen können gar nicht mehr sicher schwimmen, sagen Experten, und ein Fünftel der Kinder im Grundschulalter kann laut einer Erhebung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) von 2022 sogar gar nicht schwimmen. Ein weiteres großes Problem: Immer mehr Schwimmbäder machen zu, weil sie marode sind. Laut den Zahlen des bayerischen Bauministeriums ist mehr als die Hälfte der rund 850 Schwimmbäder im Freistaat sanierungsbedürftig. Auch das Prittrichinger Bad muss 60 Jahre nach dem Bau modernisiert werden. Die Planung steht; wenn die Finanzierung gesichert ist, will die Gemeinde loslegen.
Die intensive Schwimmwoche ist inzwischen ein fester Bestandteil des Schuljahres der Kinder aus Grunertshofen. Sie ermöglicht es vielen Kindern, sicherer im Wasser zu werden – und trägt ganz nebenbei auch zur Freude an Bewegung bei. Neben den Lerneffekten stand der Spaß am gemeinsamen Erleben im Mittelpunkt.
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