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Reichling: Demo in Reichling: 100 Menschen setzen Zeichen gegen Gasbohrung

Reichling

Demo in Reichling: 100 Menschen setzen Zeichen gegen Gasbohrung

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    Für die Demo am Bohrplatz wurde ein meterhohes X aufgebaut. Das Symbol wurde nach den Protesten in Lützerath zum Symbol gegen Fossile Energien.
    Für die Demo am Bohrplatz wurde ein meterhohes X aufgebaut. Das Symbol wurde nach den Protesten in Lützerath zum Symbol gegen Fossile Energien. Foto: Christian Rudnik

    Nicht einmal eine Woche nach der Veranstaltung der Bürgerinitiative Reichling zum Thema Gasbohrung, wird in der Gemeinde zur Demonstration am zukünftigen Bohrplatz aufgerufen. Nicht nur die Bürgerinitiative, aber auch Greenpeace Bayern und Fridays for Future Bayern unterstützen den Protest.

    Greenpeace und Fridays for Future kritisieren Bohrpläne in Reichling

    „Statt immer weiter nach fossilen Energien zu buddeln, sollte sich die Staatsregierung darum kümmern, endlich Bayerns Rückstand beim Ausbau der erneuerbaren Energien aufzuholen. Damit sollte sie genug zu tun haben“, sagt Franziska Wild, Sprecherin für Fridays for Future Bayern, zu der geplanten Erkundungsbohrung und möglichen Gasförderung in Oberbayern.

    „Im oberbayerischen Reichling formiert sich Widerstand gegen eine von Wirtschaftsminister Huber Aiwanger (Freie Wähler) vorangetriebene Erdgasbohrung“, hieß es wiederum im Aufruf von Greenpeace Bayern. Wirtschaftsminister Aiwanger hatte die Erkundung des Feldes „Lech“ bereits 2022 angestoßen. Ende Juni wurde die Erkundungsbohrung an der ehemaligen Bohrstelle Kinsau 1 genehmigt. Sowohl die Naturschutzorganisation, als auch Fridays for Future kritisieren, dass auf dem Bohrplatz ein 40 Meterhoher Bohrturm errichtet werden soll, der in unmittelbarer Nähe zu einem europäischen Schutzgebiet für seltene Tiere und Pflanzen sowie der Trinkwasserquelle der Gemeinde wäre.

    Protest gegen Gasbohrung in Reichling / Bohrplatz Lech-Aue
    Protest gegen Gasbohrung in Reichling / Bohrplatz Lech-Aue Foto: Christian Rudnik

    Rund 100 Menschen demonstrieren am Bohrplatz

    „Ein unverantwortliches und überflüssigen Vorhaben“, findet Saskia Reinbeck, Klima-Expertin bei Greenpeace Bayern, die ebenfalls an der Demo teilnimmt. „Das Vorhaben belastet die Menschen vor Ort und ist mit enormen Risiken für Umwelt und Trinkwasser verbunden. Diese Genehmigung ist ein verstörender Schritt in eine völlig falsche Richtung.“ Sie argumentiert zudem, dass Bayern für eine Klimaneutralität bis 2040 den Ausbau der Erneuerbaren fördern sollte, anstatt für Jahrzehnte fossile Abhängigkeiten zu schaffen und immer mehr klimaschädliches Gas zu verbrennen.

    Bei der Demo in Reichling waren rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei, so der BUND Naturschutz Bayern. Die Versammlung am Bohrplatz sei ein weiteres Signal gegen die Gasförderung, sagte Karin Krause von der BN-Kreisgruppe Landsberg und es mache Mut: „Es ist beeindruckend, wie viele Bürger*innen von Reichling heute klar Position gegen die Bohrung bezogen haben! Wir werden diese Naturzerstörung für fossile Energie, die noch dazu ganz klar den Zielen des Bayerischen Klimaschutzgesetzes zuwiderläuft, nicht hinnehmen!“

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