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Fußball

23.03.2021

Bayernliga: Muriz Salemovic ist nicht mehr sportlicher Leiter beim TSV Landsberg

Muriz Salemovic (rechts) ist nicht mehr Sportlicher Leiter beim Fußball-Bayernligisten TSV Landsberg. Links: Coach Edgar Weiler.
Foto: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Beim Fußball-Bayernligisten TSV Landsberg gibt Muriz Salemovic sein Amt als Sportlicher Leiter ab. Was er in Zukunft macht.

Eine interessante Personalie vermeldet der Fußball-Bayernligist TSV Landsberg: Muriz Salemovic, der zum ersten Neustart der laufenden Saison im Sommer 2020 als Sportlicher Leiter und Spieler nach Landsberg zurückkehrte, gibt diesen Posten auf.

Salemovic ist künftig spielender Co-Trainer von Coach Edgar Weiler. Die Aufgaben des Sportlichen Leiters übernimmt der bisherige Sportdirektor Jürgen Meisner. Wie es zu der Änderung kommt, erklären Abteilungsleiter Sebastian Gilg und TSV-Pressewart Patrick Freutsmiedl.

Die Änderungen bei den Personalien werden zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt bekannt: Sie beziehen sich auf die offiziell noch immer laufende Saison 2019/21, obwohl TSV-Abteilungsleiter Sebastian Gilg davon ausgeht, dass die Saison angesichts der Corona-Situation abgebrochen wird. „Rein rechnerisch ist eine Fortsetzung nach der Verlängerung des Lockdowns eigentlich nicht mehr möglich“, so Gilg.

Bei der Entscheidung rechnete man mit einem Re-Start

Die vereinsinterne Entscheidung sei allerdings bereits zu einem Zeitpunkt gefallen, an dem man noch davon ausgehen konnte, dass die Saison doch beendet werden kann. „Wir werden die Saison mit Edgar Weiler als Trainer beenden“, sagt Gilg, so lange kein offizieller Abbruch bekanntgegeben werde, plane man wie bisher weiter. Allerdings habe sich gezeigt, dass die Situation für Muriz Salemovic (32) schwierig sei: Als Spieler sei der Trainer sein Chef, gleichzeitig sei Salemovic als Sportlicher Leiter der Chef von Weiler (31), erläutert Gilg. Deshalb hab man die Konstellation im gemeinsamen Einvernehmen geändert.

„Edgar Weiler hatte sich von Anfang an einen Co-Trainer gewünscht“, so Gilg. „Mit Muriz hat er nun einen spielenden Co-Trainer und ich glaube, dass Muriz auch vom Temperament her einen guten Gegenpunkt zu Eddy setzen kann.“ Schon in der Vergangenheit habe sich ein solches Gespann bewährt, so Gilg, der an Sven Kresin/Christian Detmar erinnert. „Wir halten dies für einen richtigen Schritt“, so Sebastian Gilg.

TSV-Abteilungsleiteer Sebastian Gilg will in der ersten Mannschaft nur mehr im Notfall aushelfen.
Foto: Thorsten Jordan (Archiv)

Zwar war Salemovic, der zuvor Spielertrainer bei Pipinsried gewesen ist, nach Landsberg gekommen, weil er sich auf seine Aufgabe als Spieler konzentrieren und kein Trainer mehr sein wollte. Doch, so Gilg, vor einigen Wochen bereits hätten Gespräche stattgefunden, in denen Salemovic den Wunsch nach einer Änderung geäußert hätte. Die habe man nun geschaffen. „Jürgen Meisner hat ja bislang schon eng mit Muriz Salemovic zusammengearbeitet“, sagt Gilg in Bezug auf den neuen Sportlichen Leiter.

Gilg will klare Strukturen beim Fußball-Bayernligisten

Ihm, so der Abteilungsleiter, sei es wichtig, klare Strukturen zu schaffen. Die Konstellation Trainer und spielender Sportlicher Leiter sei aber schwierig, ebenso wie die des spielenden Abteilungsleiters – Sebastian Gilg hatte ja auch mehrere Partien für den Bayernligisten in dieser Funktion absolviert. „Ich werde mich wieder in den fußballerischen Ruhestand verabschieden“, sagt der Abteilungsleiter. Nur wenn „der Baum brennt“, würde er natürlich wieder einspringen.

Bezüglich der neuen Saison konnten Sebastian Gilg und Patrick Freutsmiedl noch nichts Neues sagen. Vielmehr hoffe man auf eine baldige Entscheidung, was die laufende Runde betreffe. Sollte die Saison abgebrochen werden, was aus Gilgs Sicht kaum vermeidbar ist, würde das für den TSV Landsberg ein Ende mit einem lachenden und einem weinenden Auge bedeuten. „Die erste Mannschaft würde bei einem Absteiger und einem Aufsteiger in der Bayernliga bleiben, die zweite Mannschaft würde allerdings in die A-Klasse absteigen“, so Gilg. Trotz der düsteren Aussichten habe man aber dort inzwischen einen Kader in Aussicht, dessen Stärke das Team von der ersten Mannschaft unabhängig machen würde.

TSV Landsberg rechnet mit Entscheidung nach Ostern

Mit einer Entscheidung, wie es mit der laufenden Saison weitergeht, rechnet der TSV-Abteilungsleiter nach Ostern. Dass sie fortgesetzt wird, kann er sich nicht vorstellen: „In der Bayernliga kann es nicht funktionieren“, sagt er mit Blick auf die unterschiedlichen Inzidenzwerte in den verschiedenen Landkreisen. Aber erst wenn der Abbruch feststehe, könne man auch für die neue Saison die Planungen aufnehmen. Bis dahin soll auch trainiert werden – so lange es möglich ist.

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