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Landsberg

01.01.2020

Bei den Handballern ist wieder Ruhe eingekehrt

Nach den aufregenden Monaten mit dem angekündigten Vereinswechsel und seiner Suspendierung als Handball-Abteilungsleiter ist Roland Neumeyer wieder entspannt: Die Handballer bleiben beim TSV Landsberg, trotzdem hat der Aufruhr Wirkung gezeigt.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Nach dem angedrohten Wechsel zu Jahn Landsberg läuft bei den Handballern des TSV Landsberg wieder alles in geregelten Bahnen. Was sich inzwischen verändert hat.

Eigentlich hatten die Handballer dem Hauptverein TSV Landsberg „ein halbes Jahr Probezeit“ eingeräumt. Doch inzwischen steht fest, dass die Abteilung nicht zu Jahn Landsberg wechseln wird. „Es wäre ein Unding, in einem halben Jahr erneut damit anzufangen“, sagt der wieder eingesetzte Abteilungsleiter Roland Neumeyer. Außerdem sei es auch nicht nötig, denn einige positive Veränderungen habe es bereits gegeben.

Wie berichtet, hatten die Handballer im Herbst angekündigt, zu Jahn wechseln zu wollen. Viele Schritte waren bereits eingeleitet gewesen, dann hatte es doch noch ein klärendes Gespräch gegeben. Der zunächst suspendierte Abteilungsleiter Roland Neumeyer wurde wieder eingesetzt – alles löste sich in Luft auf.

Bei Sitzungen herrscht ein ganz andere Atmosphäre

Dass der ganze Aufruhr trotzdem nicht vergeblich gewesen sei, hätten die vergangenen Wochen gezeigt, sagt Neumeyer. So habe bei einer Sitzung des Verwaltungsrats eine ganz andere Atmosphäre geherrscht, auch sei viel mehr Transparenz vorhanden gewesen. „Da es sich dabei aber um eine nichtöffentliche Sitzung handelt, kann ich nicht mehr sagen“, so Neumeyer.

Öffentlich ist aber, dass inzwischen der Verein für alle Abteilungen die Kosten für Hallenzeiten an den Wochenenden und in den Schulferien übernimmt. „Das war zuvor nicht so.“ Für Roland Neumeyer ist das auch ein Zeichen, dass die Abteilungen nun besser gleichgestellt sind. „Im Sportpark kann man schließlich die Räume auch kostenlos zu jeder Tages- und Nachtzeit nutzen.“ Auch dass nun jede Abteilung einen eigenen Ansprechpartner im Vorstand des Gesamtvereins habe, zahle sich aus.

Rückhalt bei den Mitgliedern

Vonseiten seiner Abteilungsmitglieder sei der Rückzug insgesamt gut aufgenommen worden. „Eine Handvoll Mitglieder, die schon gekündigt hat, wird wohl nicht mehr Mitglied beim TSV werden.“ Das seien aber größtenteils „schlafende“ Mitglieder, also jene, die seit Jahren Beitrag bezahlen, sich ansonsten aber nicht einbringen. „Ein paar waren schon überrascht“, sagt Neumeyer, doch inzwischen habe sich alles beruhigt. Der Vorwurf, er habe sich kaufen lassen, sei nur von einem Mitglied aus der Jugend-Abteilung gekommen.

Damit läuft also in der Abteilung alles wieder nach Plan – was man von der ersten Herrenmannschaft nicht sagen kann. Im letzten Spiel in diesem Jahr hatte es für das Team von Trainer Dirk Meier eine bittere 23:25-Niederlage beim Bezirksoberliga-Spitzenreiter SG Kempten/Kottern gegeben (wir berichteten). Dabei spiegelt dieses Ergebnis den bisherigen Saisonverlauf wider. „Abgesehen vom Spiel in Immenstadt, haben wir immer eine gute Leistung gezeigt“, sagt Neumeyer.

Allerdings leistete man sich in den meisten Spielen eine Schwächephase, die von den Gegnern gnadenlos ausgenutzt wurde. „Spielerisch haben wir uns auf jeden Fall verbessert, aber die Punkte fehlen uns.“ Auf dem drittletzten Platz verbringen die TSV-Handballer die Weihnachtspause – von den bislang zehn Spielen gewannen sie nur zwei.

Verstärkung wäre willkommen

Das bedeutet für die Rückrunde eine Menge Arbeit, denn erst der viertletzte Platz bedeutet den sicheren Klassenerhalt. „Wir werden versuchen, noch einen großen Rückraumspieler zu finden“, kündigt Neumeyer an. Doch nur wenn dieser zuletzt pausierte, könne er sofort eingesetzt werden, ansonsten wäre er zwei Monate gesperrt.

Auch in der Jugendarbeit will man im neuen Jahr einen anderen Weg einschlagen. Der Bayerische Handball-Verband biete ein Konzept an. „Wir wollen einen Trainer einladen, der es unseren Nachwuchstrainern vorstellt.“ Damit könnte man durchgängig durch die Jugendklassen ein einheitliches Ausbildungsziel verfolgen. „Unsere Jugend ist gut, aber so können wir noch mehr rausholen.“

Es gibt also einiges zu tun für den Abteilungsleiter, dessen Suspendierung durch den Hauptverein ja im Rahmen der Verhandlungen als Fehler eingeräumt worden war. Insgesamt fasst Neumeyer denn auch die vergangenen Wochen so zusammen: „Wir haben einiges erreicht, das wir durch normale Gespräche nicht erreicht hätten.“

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