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Landsberg

18.03.2020

Bei den Landsberger Basketballern steht ein Kassensturz an

Die Saison ist für die Basketballer der DJK Landsberg beendet. Wie sie gewertet wird, muss abgewartet werden. Doch das ist nicht die einzige offene „Baustelle“ für den Verein.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Das Coronavirus sorgt bei den Landsberger Basketballern für ein vorzeitiges Saisonende. Doch es gibt ein weiteres Problem.

Es ist aus für die Basketballer der DJK Landsberg in dieser Saison. Hatte man zunächst nur von einer Pause gesprochen, so ist die Saison nun komplett beendet. Wie der Auf- und Abstieg geregelt werden soll, wird erst in den nächsten Wochen bekannt gegeben. Gedulden müssen sich auch die Vorsitzenden der DJK: Ehe sie ihre Ämter abgeben können, werden noch einige Wochen vergehen.

Auf dem neunten Tabellenplatz beenden die Basketballer die Bayernliga – ein Platz, der unter anderen Umständen den Abstieg bedeuten könnte. Doch Mannschaftsbetreuer Horst Geiger ist zuversichtlich. „Auch wenn die Entscheidung erst in einigen Wochen fallen wird, ist doch eine Tendenz zu erkennen, dass die Saison neutralisiert wird.“ Dass es also weder Auf- noch Abstieg geben wird.

Während die erste Mannschaft davon profitieren würde, träfe das die zweite, die in der Bezirksliga die Tabelle anführt und den Aufstieg vor Augen habt. „Das muss man dann einfach so hinnehmen“, sagt Geiger. In vielen Ligen würden erst die letzten Spiele, die nicht mehr ausgetragen werden können, die Entscheidung bringen. „Da gibt es eigentlich nur einen Weg, das ist die Neutralisation.“ Insofern kann er den kommenden Wochen relativ gelassen entgegensehen. „Es wurde bereits angekündigt, dass die Entscheidung, die bekannt gegeben wird, nicht angefochten werden kann.“

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Der Trainer bleibt (vorerst) in Alaska

Mit dem Ende der Saison muss auch Trainer Ryan Broker nicht mehr nach Deutschland zurückkehren. Wie berichtet, war er schon vor etwa zwei Wochen aus beruflichen Gründen zurück nach Alaska geflogen. Ob er in der nächsten Saison wieder kommen wird, das, so Geiger, könne jetzt noch nicht gesagt werden.

Das abrupte Saisonende habe bislang auch kaum Gespräche mit den Spielern zugelassen. „Aber man muss davon ausgehen, dass der eine oder andere inzwischen das Alter erreicht hat, in dem er über ein Karriereende nachdenkt“, sagt der Mannschaftsbetreuer. In den nächsten Tagen und Wochen werde er das Gespräch suchen, „aber immer nur mit einem Spieler im nötigen Abstand“. Zudem sei es jetzt auch an der Zeit, einen Kassensturz zu machen. Dass man diese Saison mit einem Minus abschließt, davon geht Geiger aus. „Aber der Verein hat genügend Rücklagen, insgesamt wird es kein Minus geben.“ Doch es sei eine Sache der Fairness, dem neuen Vorstand korrekte und aktuelle Zahlen vorzulegen.

Versammlungsverbot ist ein großes Problem

Wann dieser neue Vorstand allerdings sein Amt antreten kann, das ist auch noch fraglich. Wie berichtet, wollen der Vorsitzende Klaus-Peter Brakel und sein Stellvertreter Jürgen Siegwardt nicht mehr weitermachen. Bei der ersten Versammlung konnte kein Nachfolger gefunden werden – eigentlich sollte demnächst eine zweite Sitzung stattfinden. Aufgrund des Versammlungsverbots wird sich dies nun verzögern.

Eigentlich, so Geiger, habe man geplant, zunächst einige Elternabende durchzuführen, um so geeignete Kandidaten zu finden. „Aber das geht momentan ja auch nicht.“ Deshalb rechnet er auch mit einer Hauptversammlung nicht vor Ende der Osterferien. „Aber schwere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen“, sieht es Geiger gelassen. Angesichts der Bedrohung, die das Coronavirus darstellt, gebe es aktuell Wichtigeres als diese sportlichen Dinge.

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