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09.03.2009

"Bei der Ersten immer auf dem Schleudersitz"

Landsberg Heute will der EV Landsberg 2000 den Mann präsentieren, der ab der nächsten Saison für sportlichen Erfolg in der Oberliga sorgen soll: Norbert Zabel soll Franz-Xaver Ibelherr als Trainer des Eishockey-Oberligisten beerben. Das teilte Vereinsvorsitzende Karin Federl gestern dem LT mit.

"Ich freue mich sehr über dieses Angebot. Die Aufgabe Oberliga reizt mich sehr", sagt Norbert Zabel, der ab kommender Saison an der Bande im Hungerbachdome stehen soll. "Ich denke, dass Landsberg in die Play-Offs gehört und wir den Fans wieder grundsolides Eishockey bieten und mehr Zuschauer ins Stadion locken", gibt der gebürtige Kaufbeurer eine ehrgeizige Linie zu einem Zeitpunkt vor, an dem die alte Saison noch nicht einmal beendet ist. Zabel selbst kann auf eine durchaus erfolgreiche Bayernligasaison mit dem ESV Buchloe zurückblicken, in der man nicht weit vom Sprung in eine höhere Klasse entfernt war.

Seit vergangenem Wochenende steht fest, dass die EVL-Führung für die kommende Saison nicht mehr mit Franz-Xaver Ibelherr plant, der den EV Landsberg im Oktober als Trainer übernommen hatte - bislang ohne Gründe. "Ich bin traurig, weil man gesehen hat, dass der größte Teil von Spielern sich verbessert hat", sagt Ibelherr. Er hatte das Team im Oktober zu einem Zeitpunkt übernommen, als der EVL noch mit 13 Punkten Rückstand auf den Vorletzten Tabellenschlusslicht der Oberliga-Süd war. Ibelherr selbst rätselt über die Gründe seines unfreiwilligen Abgangs zum Saisonende. "Ich bin der Meinung, dass ich ein gutes Verhältnis zum Team habe."

Dabei räumt der frühere Nationalspieler auch ein, dass es im Team immer zwei bis drei Spieler gebe, die unzufrieden seien, weil sie nicht mit anderen zusammenspielen dürften oder zu wenig Eiszeiten hätten. "Aber die Stimmung im Team war trotz der vielen Prügel von außen gut."

"Bei der Ersten immer auf dem Schleudersitz"

Der Verein will Karin Federl zufolge auch die Zusammenarbeit mit Ibelherr als Trainer der Junioren beenden. "Bei der ersten Mannschaft sitzt man als Trainer immer auf dem Schleudersitz", sagt Ibelherr, "ich wollte bei der Ersten nur helfen. Schade, dass ich auch die Junioren-Arbeit aufgeben muss."

Der Abgang von Ibelherr ist auch für das Team überraschend gekommen. "Aber so ist es halt im Eishockey", sagt Vize-Kapitän Markus Rohde, der von einer zerfahrenen Saison spricht und weiterhin gerne das Landsberger Trikot tragen würde. "Dass die Saison von Spielern und Trainer nicht die beste war, ist aber unbestritten."

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