Trainer-Tipp

26.09.2015

Das Image aufpolieren

Hermann Keil will den FC Dettenschwang nicht nur vor dem Abstieg bewahren – er hat sich noch mehr vorgenommen.
Bild: Julian Leitenstorfer

Hermann Keil hat in Dettenschwang keinen leichten Job

Es waren noch nicht viele Spiele absolviert, da übernahm Hermann Keil das Amt des Trainers in Dettenschwang. Die große Wende kam nicht, doch damit hatte Keil rechnen müssen: „Neben Alexander Seethaler, der verletzt ist, fehlen noch vier weitere wichtige Spieler.“ Und so steht der FCD auch vor dem nun neunten Spiel noch mit null Punkten und 7:24 Toren am Ende der A-Klasse 7.

Der Trainerwechsel habe sich relativ schnell angedeutet, sagt Keil, schließlich warf Peter Hattler das Handtuch. „Aber wer macht da schon Trainer? Die Guten haben schon alle einen Verein – oder wollen Geld verdienen.“ Keil ist beim FC Dettenschwang ein Mitglied der „ersten Stunde“, wie er erzählt, war lange als Spieler aktiv und hatte auch schon einige Trainerstationen hinter sich – unter anderem ist er mit Jahn Landsberg in die Kreisliga aufgestiegen. Zuletzt hat er vor allem als Schiedsrichter aktiv: Sieben Jahre in der Kreisliga, doch „das habe ich dann reduziert“. Und als der FCD nun „in Seenot“ war, sprang er ein.

Ob man den Klassenerhalt noch schaffen kann? Keil selbst ist vorsichtig, aber allein darum geht es ihm auch nicht. Was das Sportliche betreffe, so müsse man der Tatsache ins Auge sehen, dass einige Spieler von ihrem Leistungsvermögen her an ihre Grenze geraten seien. Für die Zukunft sehe es aber nicht so schlecht aus, da einige Talente in der A-Jugend vorhanden seien. Dass diese möglicherweise nach Dießen in die Kreisklasse wechseln, befürchtet er nicht: „Es kommt vielleicht ein Dießener nach Dettenschwang, aber kein Dettenschwanger geht nach Dießen“, sagt Keil. „Das geht einfach nicht.“ Dennoch: solange man nicht gegeneinander spiele, habe man ein gutes Verhältnis.

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Aber Hermann Keil will auch eine gewisse Struktur schaffen: „Dettenschwang gilt nicht als Vorbild, was das Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern betrifft“, nennt er eine weitere „Baustelle“ beim Verein. Da er selbst über genügend Schiri-Erfahrung verfügt, kann er hier den Hebel ansetzen.

In diesem Zusammenhang nimmt er auch einige Jugendtrainer – und das beschränkt sich keineswegs auf den FC Dettenschwang – in die Pflicht: „Sie sollen doch ein Vorbild sein und machen das Gegenteil.“ Insgesamt geht es ihm also auch darum, „sich besser darzustellen“. Von heute auf morgen lässt sich das sicher nicht alles bewerkstelligen, dennoch hat Keil vorerst nur bis zum Winter zugesagt. Allerdings: Sollte er einen positiven Trend erkennen können, so würde einem längerfristigen Engagement nichts im Wege stehen, deutet er an.

Sein eigenes Spiel gegen Schondorf will er nicht tippen, hier aber die weiteren Partien:

SV Igling - FC Hofstetten 2:0

FC Greifenberg - FC Issing 2:2

FV Walleshausen - TSV Utting 1:1

SpFrd Windach - TSV Finning 0:2

SV Lengenfeld - SV Erpfting 1:3

FC Weil - SV Prittriching 2:1

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