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Eishockey

03.12.2020

Das Kult-Derby steigt vor leerem Haus

Der umstrittene Treffer zum 2:0 für Garmisch (weiße Trikots): Anton Radu reißt HCL-Keeper Michael Güßbacher um, aber die Scheibe ist über der Linie.
Bild: Thorsten Jordan

Wenn Rosenheim in Landsberg spielt, sorgt das für Zuschauerrekorde – nicht so in Zeiten von Corona

Schlag auf Schlag geht es für die Riverkings nach ihrer Corona-Zwangspause: Nach dem schweren Spiel am Dienstag gegen den SC Riessersee (2:6) ist am Freitag mit den Starbulls Rosenheim das nächste Topteam der Eishockey-Oberliga in Landsberg zu Gast. Am Sonntag geht es für Landsbergs Trainer Fabio Carciola und sein Team dann zum Deggendorfer SC, der bislang schwächelte.

Unter normalen Umständen wäre der Freitag eigentlich ein „ Feiertag“ für alle Eishockey-Fans in Landsberg. Denn mit Rosenheim hat man wieder einmal den alten Dauerrivalen zu Gast. „Mit 1800 Zuschauern hätten wir da schon gerechnet“, sagt HCL-Präsident Frank Kurz. Doch so wird auch dieses Derby vor leeren Rängen stattfinden. Emotional ein großer Verlust, aber auch finanziell schmerzhaft. Zwar habe der Verein inzwischen den Bescheid erhalten, aus dem Fördertopf der Bundesregierung Ausgleichszahlungen für fehlende Zuschauereinnahmen zu erhalten, „noch ist aber nichts angekommen“, sagt Frank Kurz. Zudem richten sich diese Fördergelder an den Zuschauerzahlen der vergangenen Saison in der Bayernliga.

Aber die Landsberger waren bei der Aufstellung des Etats auch vorsichtig, denn dort wurde eben mit diesen Zahlen gerechnet. „Und in erster Linie sind wir dankbar, spielen zu können“, sagt Kurz. Neben Rosenheim wäre der zweite Zuschauermagnet das Derby gegen Memmingen, doch dieses Spiel ist für den 8. Januar geplant. Und ob sich vorher etwas an der Zuschauerbeschränkung ändert, ist fraglich.

Aber die Fans können die Spiele auf dem Bezahlsender Sprade TV buchen und das hilft den Vereinen ebenfalls weiter, da sie an den Einnahmen beteiligt sind, wie HCL-Pressesprecher Joachim Simon sagt.

Der Präsident des HCL kann sich aber auch vorstellen, dass das Stadion bei anderen Gegnern gut gefüllt sein könnte – sobald es wieder erlaubt ist. „Die Mannschaft spielt einfach tolles Hockey, und sie hat gezeigt, dass sie in dieser Liga mithalten kann“, ist Frank Kurz mit den bisherigen Vorstellungen der Riverkings sehr zufrieden.

Auch gegen Riessersee am Dienstagabend gab das Team alles, doch die Gäste waren einfach eine Klasse besser. Hatten die Landsberger das Hinspiel noch knapp mit 1:2 verloren, gab es diesmal eine deutliche 2:6-Niederlage.

Dass diese am Ende nicht höher ausgefallen ist, daran hatten die beiden Landsberger Keeper großen Anteil. Sowohl Michael Güßbacher als auch David Blaschta, der im letzten Spielabschnitt zum Einsatz gekommen ist, zeigten eine sehr gute Leistung.

Obwohl der Sieg für die Garmischer absolut in Ordnung geht, hatten die Landsberger auch Pech, denn einige Gegentore waren doch umstritten. Unter anderem riss Anton Radu beim 2:0 für Garmisch HCL-Keeper Michael Güßbacher um – der Treffer wurde aber gegeben. Und beim 3:0 durch Arkiomaa hatte der Hauptschiedsrichter erst gar kein Tor geben wollen, war dann aber von seinem Linesman doch noch überzeugt worden, dass die Scheibe bereits hinter der Linie war.

Für die Landsberger reichte es in diesem Spiel nur zu gelegentlichen Nadelstichen – und dann doch noch zu zwei verdienten Treffern, da war die Partie aber bereits entschieden. Jonas Schwarzfischer verkürzte in der 38. Minute auf 1:4 und Adriano Carciola erzielte fünf Minuten vor Ende das 2:6.

Trotz der Niederlage überzeugten die Riverkings durch ihren Einsatz, da hat sich das Team nichts vorzuwerfen. Auch Marvin Feigl, der erst 18-jährige Neuzugang vom DEL-Club Ingolstadt, zeigte eine couragierte Leistung. Allerdings gibt es bei den Landsbergern auch einen weiteren Verletzten: Markus Jänichen musste Mitte des zweiten Drittels vom Eis, sein Einsatz am Freitag und Sonntag ist deshalb fraglich. (mm)

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