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Football

17.05.2016

Das Verletzungspech  hält an

Ein Bild mit Symbolwert: Die Footballer des Landsberg X-Press haben in dieser Saison mit großem Verletzungspech zu kämpfen. Das kostete ihnen auch den Sieg in Neu-Ulm.
Foto: Thorsten Jordan

Football In Neu-Ulm mussten die Landsberger auch auf Triston McCathern verzichten. Trotzdem wäre fast die Überraschung gelungen.

Im American Football spielt die Taktik eine große Rolle. Nur: Wie soll man diese umsetzen, wenn dazu die Spieler fehlen? Vor diesem Problem stand der Landsberg X-Press in Neu-Ulm. Beinahe hätte es Coach Dale Heffron trotzdem geschafft, den Gastgebern ein Bein zu stellen, doch dann konterten die Spartans und fügten den Landsbergern mit 29:19 die erste Saisonniederlage zu. X-Press-Vorsitzender Knut Dins war trotzdem angesichts der Leistung seines Teams voll des Lobs.

Schon unter der Woche hatten die Landsberger viele Ausfälle zu beklagen, am Samstag kam die nächste Hiobsbotschaft dazu: Triston McCathern musste wegen eines Blutergusses im Sprunggelenk passen. „Das schränkte unsere Möglichkeiten in der Offense natürlich extrem ein“, sagt Dins. Trotzdem legten die Landsberger einen guten Start hin. Auch wenn Neu-Ulm den ersten Touchdown verbuchte und damit 6:0 in Führung ging, der X-Press drehte das Resultat schnell mit dem verwandelten Kick auf 7:6 aus Landsberger Sicht. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts legten jedoch die Spartans mit einem Fieldgoal wieder 9:7 vor.

Im zweiten Abschnitt hatte man die Gastgeber noch besser im Griff, aber es gelang nur ein Touchdown und das sollte am Ende der Knackpunkt sein. „Kurz vor der Halbzeit hatten wir die Chance zu erhöhen“, sagt Dins, doch in aussichtsreicher Position verlor man den Ball – mit 13:9 für den X-Press ging es in die Pause.

Und die nutzte Neu-Ulms Trainer, um sein Team besser auf die Gäste einzustellen. Das war relativ leicht, da die Landsberger inzwischen auch auf Dominik Schäfer und Florian Korb verzichten mussten – beide reihten sich in die sowieso schon lange Liste der Verletzten ein. „Wir hatten jetzt mit Viktor Inglikov nur noch einen Runningback“, sagt Dins. Auch wenn dieser „einen guten Job“ machte – Neu-Ulm konnte sich darauf mit der Zeit einstellen.

Trotzdem hielten die Landsberger hervorragend dagegen: Die Führung wechselte hin und her, vor dem letzten Viertel lag der X-Press zwar 19:21 zurück, doch es war noch alles möglich. Aber der dünn besetzte Kader machte sich nun doch bemerkbar. „Von den 26 Spielern auf dem Bogen konnten wir nur 23 einsetzen“, sagt Dins und so gelang Neu-Ulm im letzten Viertel der Touchdown zum 29:19. Landsberg lief die Zeit davon, um noch mal zu kontern.

Besonders schade für die Landsberger ist die Tatsache, dass mit einem kompletten Kader viel mehr möglich gewesen wäre. „Wenn wir wenigstens die Aufstellung wie gegen Burghausen gehabt hätten, hätten wir gewonnen“, sagt Dins. Denn so stark wie vermutet seien die Neu-Ulmer nicht aufgetreten: „Ihr Quarterback hat ihnen an diesem Tag das Spiel gerettet.“ Nach den ersten Spieltagen habe sich aber gezeigt, das „die Liga in dieser Saison ganz, ganz eng ist“.

Jetzt muss man wieder nach vorne schauen und da kommt das spielfreie Wochenende gerade recht. Damit haben die Verletzten Zeit, sich etwas auszukurieren und damit zumindest in dieser Woche nicht weitere Hiobsbotschaften zukommen, hat Coach Dale Heffron das Training vom Feld in den Schulungsraum verlegt: Bei Videoanalysen und Theorie kann sich keiner verletzten.

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