Auftakt in der Bayernliga

18.07.2015

„Das ist eine Hammer-Liga“

Die „Grünen“ marschieren wieder: Am heutigen Samstag startet der TSV Landsberg in die neue Bayernliga-Saison. In einer „Hammerliga“, wie Sportlicher Leiter Toni Yildirim sagt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der TSV Landsberg startet in seine zweite Saison. Diese wird aus mehreren Gründen um einiges schwerer als die Premiere. Landsbergs Sportlicher Leiter Toni Yildirim nennt die Gründe

An diesem Samstag fällt für die Fußballer des TSV Landsberg der Startschuss zur zweiten Saison in der Bayernliga. Allerdings erst um 18.30 Uhr im Landsberger Hacker-Pschorr-Sportpark. „Wir haben das Spiel wegen des Rue-thenfests nach hinten verlegt“, sagt Landsbergs Sportlicher Leiter Toni Yildirim. Das Auftaktspiel ist auch gleich ein packendes Derby: Der TSV Schwabmünchen ist zu Gast. „Es wird Zeit, dass wir gegen Schwabmünchen auch mal zu Hause gewinnen“, gibt Yildirim gleich das Ziel vor.

Dabei geht es aber nicht nur um den Derby-Sieg, ebenso wichtig sei auch ein guter Start in die neue Saison, denn diesmal rechnet der Landsberger Funktionär mit einem viel schwereren Stand. „Das ist eine Hammer-Liga“, sagt Yildirim. Einige der bereits bekannten Teams hätten sich ziemlich verstärkt, doch das ist nicht alles. „Die Absteiger Garching und Heimstetten zählen sicher zu den Favoriten, wie auch Pipinsried“, lautet seine Einschätzung. Aber da hat er auch noch einen Geheimfavoriten: „Dachau scheint im Hintergrund ziemlich aufgerüstet zu haben.“

Insgesamt seien die Mannschaften enger zusammengerückt, wobei die Aufstiegsplätze wohl drei oder vier Mannschaften – die von ihm erwähnten – unter sich ausmachen werden. Ansonsten sei es ausgesprochen eng und so kann er für den TSV Landsberg nur ein Ziel ausgeben: den Klassenerhalt. „Mit unseren Verletzten und dem dünnen Kader“ werde es schwer. Zwar kämen einige junge Spieler dazu, aber man müsse abwarten, wie schnell diese sich in der Bayernliga zurechtfinden könnten.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Neben den Rückkehrern Thomas Spannenberger und Armin Sanktjohanser, die beide ganz klar eine Verstärkung darstellen, hebt Yildirim auch Lukas Greif hervor: „Das wird ein Riesenkicker“, ist er von dessen Talent überzeugt, außerdem sei er vielfältig einsetzbar.

Ganz bitter ist für die Landsberger natürlich der Ausfall von Qendrim Beqiri, der sich im Testspiel gegen Mering einen Kreuzband-Anriss zugezogen hat. „Natürlich tut das weh“, sagt Yildirim, aber mit einem fitten Thomas Spannenberger könne man dies kompensieren, ist er zuversichtlich. Allerdings ist Beqiri nicht der einzige „Problemfall“: Auch Charly Fülla sei angeschlagen und auf Sebastian Nuscheler müsse man aus beruflichen Gründen noch verzichten. „Man kann nur hoffen, dass nicht noch mehr Verletzte dazukommen und ansonsten muss die Mannschaft eben noch enger zusammenrücken.“

Das sei auch nötig, da man in dieser Saison die Gegner wohl nicht mehr überraschen könne. „Und bei uns ist die Aufstiegseuphorie weg“, sagt Yildirim – weitere Faktoren, die für das Ziel Klassenerhalt sprächen. Man dürfe sich auf keinen Fall auf die Leistungen in der vergangenen Saison verlassen. „Wir müssen in jedem Spiel 120 Prozent geben“, fordert er.

Und so schnell wie möglich die 40-Punkte-Hürde überspringen, denn dann, davon geht der TSVler aus, hat man das vordringliche Ziel erreicht. Dass ein guter Start dabei extrem hilfreich wäre, ist nichts Neues und dennoch immer wieder ein Thema. Da wäre natürlich die Unterstützung von der Tribüne wichtig. Da an diesem Samstag auch der Auftakt des Ruethenfests stattfindet, wurde die Partie nach hinten verlegt, um die Zuschauer in den Hacker-Pschorr-Park zu locken. In der vergangenen Saison konnten die TSVler den Schnitt von 250 auf 450 Besucher steigern, womit Yildirim keineswegs unzufrieden ist, wobei „ein bisschen mehr natürlich immer gut wären“.

Die „Generalprobe“ haben die Landsberger am vergangenen Dienstag beim Toto-Pokal in Mering hingelegt. Und wie: Mit 2:0 setzte sich die Mannschaft von Sven Kresin durch. Auf der einen Seite natürlich schön, aber „weiterzukommen bedeutet auch eine Doppelbelastung“, und überhaupt nicht in seinem Sinne wäre es „wenn wir im Pokal im Finale stehen und in der Liga absteigen“.

Aber so weit ist es noch lange nicht: Jetzt fällt ja erst mal der Startschuss für die Landsberger. Im Vergleich zum ursprünglichen Spielplan gibt es bei den Landsbergern Verschiebungen: Nach dem Auftakt zu Hause stehen erst mal drei Auswärtsspiele an, da die Landsberger mit dem TSV Erlbach das Heimrecht getauscht haben. Auch das Spiel in Pipinsried findet statt um 16 um 17 Uhr statt.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren