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Landsberg

23.11.2018

Der HCL gewinnt das Topspiel mehr als verdient

Vor dem Landsberger Tor wurde es nur selten brenzlig: Anton Seewald (links) konnte HCL-Keeper Markus Kring (rechts) zweimal überwinden. Ansonsten hatten Markus Kerber, Andreas Geisberger und Sven Curmann die Bad Kissinger Angreifer im Griff – Landsberg gewann mit 7:2.
Bild: Thorsten Jordan

Die Riverkings sorgen gegen den Tabellenzweiten Bad Kissingen für klare Verhältnisse. Überraschende Neuigkeiten gibt es von einem Ex-Spieler.

Kantersieg im Topspiel: Der HC Landsberg hat in der Eishockey-Bayernliga den Tabellenzweiten Bad Kissingen mit 7:2 in die Schranken gewiesen. Es könnte für die Riverkings ein perfektes Wochenende werden. Denn am Sonntag geht es zum Tabellenletzten nach Pegnitz.

Die ersten Minuten im Kräftemessen mit dem Aufsteiger gehörten definitiv den Hausherren. Sie belagerten das Tor von Goalie Benjamin Dirksen regelrecht. Zählbare Chancen waren jedoch in den ersten fünf Minuten nicht da. Beim ersten gefährlichen Gästeangriff war Markus Kring im HCL-Tor auf dem Posten (6.). Nach zehn Minuten hatten die Fans der Riverkings den Torschrei auf den Lippen, doch der Treffer von Florian Reicheneder wurde nicht anerkannt. Dafür klappte es etwa 30 Sekunden später: Nach einem Konter über Daniel Menge konnte Tyler Wiseman die Führung markieren.

Zweifacher Doppelschlag

Stadionsprecher Thomas Berghofer wollte gerade den Schützen durchsagen, als es neun Sekunden nach dem ersten Treffer erneut klingelte: Dennis Sturm legte Thomas Fischer das 2:0 auf. Dejan Vogl war danach bei seinem Schlenzer zu lässig, ansonsten hätte es 3:0 geheißen. Danach büßte die Partie etwas von ihrem Anfangstempo ein. Landsberg kassierte zwei Strafzeiten hintereinander, blieb jedoch ohne Gegentor. Glück hatte der HCL –diesmal in Überzahl, dass ein Schuss von Bad Kissingen vom Pfosten entschärft wurde. Das war’s im ersten Durchgang.

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Mit einem „Plong“ ging die Partie weiter: Dennis Sturm war nach einem Konter auf und davon, zielte jedoch zu ungenau und traf nur den Pfosten. In der 23. Minute machte es Sturm besser – er schloss einen Konter über Vogl und Maag mustergültig ab. Kaum war dieses Tor von den 872 Zuschauern abgefeiert, als Sturm für Thoma Fischer auflegte. Das 4:0 kam nun einer kleinen Vorentscheidung gleich. Vom Tabellenzweiten aus Unterfranken kam nicht viel. Ob den Unterfranken die lange Busfahrt in den Knochen steckte? Sie waren jedenfalls mit nur 14 Mann (inklusive Keepern) angereist. In Überzahl ließ Sven Gäbelein in der 27. Minute das 5:0 für die Riverkings folgen. Das nachfolgende Powerplay für die Hausherren blieb ohne weiteren Treffer. Dafür verkürzten die Gäste wenige Sekunden, nachdem sie wieder komplett waren. Anton Seewald war der Torschütze (33.). Tyler Wiseman stellte aber postwendend den alten Abstand wieder her, als er aus dem Gewühl heraus traf.

Die Damen haben bei der „Ladies Night“ ihren Spaß

Danach wurde es hektischer und unübersichtlicher. Das Schiedsrichtergespann verhängte eine Bankstrafe gegen Landsberg, weil angeblich zu viele Spieler auf dem Eis waren. Nach etlichen Diskussionen ginge es weiter und die nachfolgende Überzahl nutzte Bad Kissingen zum 5:2 (38.). Die letzte Drittelpause wurde von beiden Teams jetzt herbeigesehnt.

Der Schlussdurchgang begann mit mehreren Strafzeiten auf beiden Seiten. Die Partie flachte deutlich ab. Erst in der 52. Minute ließ Kapitän Andreas Geisberger das 7:2 folgen. Damit war klar: An diesem Abend sollte nichts mehr anbrennen. Den vielen Damen unter den Zuschauern war bei der „Ladies Night“ – unter diesem Motto stand das Heimspiel diesmal – also etwas geboten worden.

Kuriose Nachrichten gab es am Rande der Partie: Der langjährige HCL-Verteidiger Andreas Schmelcher ist zum Ligarivalen Erding gewechselt. Vor einigen Wochen hatte der 30-Jährige den HCL aus beruflichen Gründen verlassen und seinen Abschied vom Eishockey verkündet.

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