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Landsberg/Berlin

18.01.2019

Der Landsberger und der deutsche Handballchef

Teamchefs unter sich: Roland Neumeyer von den Landsberger Handballern (rechts) mit Oliver Roggisch, dem Teammanager der deutschen Nationalmannschaft.
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Teamchefs unter sich: Roland Neumeyer von den Landsberger Handballern (rechts) mit Oliver Roggisch, dem Teammanager der deutschen Nationalmannschaft.
Bild: Neumeyer

Der Chef der Landsberger Handballer fiebert beim Spiel gegen Serbien in Berlin mit. Selfies mit den Stars sind gar kein Problem. Roland Neumeyer erzählt von einem spannenden Abend.

Roland Neumeyer ist auch am Tag nach dem Spiel noch ganz euphorisch. Der Abteilungsleiter der Landsberger Handballer war am Donnerstagabend beim Spiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Serbien in Berlin unter den 13.500 Zuschauern und freute sich über den 31:23-Sieg. „Es war einfach fantastisch“, schwärmt Neumeyer von der Atmosphäre, aber auch von den Spielern. „Da hat keiner irgendwelche Starallüren, das muss man einfach erlebt haben.“

Mehr dazu lesen Sie hier: Handball WM Hauptrunde: Modus, Gruppen, Gegner Deutschland & TV-Übertragung

So war es für ihn überhaupt kein Problem, ein Selfie mit Team-Manager Oliver Roggisch (Weltmeister 2007) zu bekommen. „Beim Warmlaufen der Mannschaft habe ich ihn angesprochen“, erzählt Neumeyer. Roggisch habe ihn fünf Minuten vertröstet. „Nach den fünf Minuten ist er auch wirklich gleich gekommen“, so Neumeyer. Auch die restlichen Spieler seien absolut aufgeschlossen gewesen. „Da ist keiner überheblich oder arrogant.“ Spreche man sie beim Aufwärmen an, würden sie auf nach dem Spiel verweisen. „Aber dann nehmen sie sich auch wirklich Zeit.“ So konnte Neumeyers Nichte Vanessa auch problemlos ein Autogramm von Torhüter Andreas Wolf abholen, das sich Neumeyers Sohn Luke (8) gewünscht hat. Auch das vom Papa geforderte Foto von Kapitän Uwe Gensheimer sei überhaupt kein Thema gewesen.

Die Nationalspieler geben sich fannah

Die Mannschaft zeigte sich publikumsnah und wurde dafür von den Zuschauern auch belohnt. „Bei jeder Zwei-Minuten-Strafe für Deutschland ist die ganze Halle aufgestanden und hat die Mannschaft angefeuert“, beschreibt er die Momente, die für Gänsehaut sorgten. Dabei sei es in dem Spiel gegen Serbien ja um gar nichts mehr gegangen, die deutsche Mannschaft hatte schon im Vorfeld den Einzug in die Hauptrunde geschafft. Trotzdem sorgte das Team von Trainer Christian Prokop für diese Stimmung. „Ich habe wirklich Schwielen an den Händen vom Klatschen“, sagt Neumeyer mit einem Schmunzeln.

Von jung bis alt, alle Schichten seien vertreten gewesen, die Gesichter Schwarz-Rot-Gold geschminkt, mit Deutschlandschals und -fähnchen. „Das waren alles – im positiven Sinn – Handball-Verrückte.“ Die aber trotzdem fair die Leistung beurteilten. „Auch bei tollen Spielzügen oder Paraden des gegnerischen Torhüters wurde geklatscht“, sagt der Handball-Funktionär. Das Publikum war begeistert, ging total mit, war aber nicht aggressiv oder fanatisch und es gab auch keinerlei betrunkene Fans.

Das Einschlafen fiel nicht besonders leicht

Auch wenn die deutsche Mannschaft inzwischen nach Köln umgezogen ist, geht Neumeyer davon aus, dass auch dort dieselbe Euphorie ausgelöst wird: „Mit dieser Unterstützung, da kann Deutschland auch Weltmeister werden.“

Dazu wird es am Samstagabend in der Hauptrunde aber einen Erfolg gegen Island brauchen. „Das ist ein Pflichtsieg“, sagt Neumeyer. Und dann wäre noch ein weiterer nötig - entweder gegen Spanien oder Kroatien. Spanien hatte Neumeyer im Vorrundenspiel in München gesehen, beim 32:25-Sieg gegen Island. „Da haben sie eigentlich einen stärkeren Eindruck gemacht“, sagt er, die Niederlage gegen Kroatien habe ihn doch ein bisschen überrascht. In Köln wird Neumeyer beruflich bedingt kein Spiel mehr besuchen können – die restlichen Partien kann auch er nur mehr am Fernseher verfolgen. Trotzdem: „Wer weiß, ob man so etwas noch mal erlebt. Nach dem ich heimgekommen bin, habe ich über eine Stunde gebraucht, ehe ich einschlafen konnte. Es war einfach fantastisch.“

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