Bayernliga

22.05.2016

Der Schock sitzt tief

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Nicht nur TSV-Kapitän Sebastian Nichelmann war nach der 1:2-Niederlage gegen Garching am Boden zerstört<b>.</b>
Bild: Julian Leitenstorfer

Landsberg rutscht am letzten Spieltag noch auf den Relegationsplatz. Am Mittwoch beginnt der Kampf um den Klassenerhalt in Mering. Einige Spieler hatten andere Pläne

In Landsberg lief die 70. Spielminute, als der TSV auf den Relegationsplatz rutschte: Vilzing hatte die Führung gegen Wolfratshausen erzielt und war damit nach Kottern (1:0 in der 9.), Pipinsried (1:0 in der 11.) und Schwabmünchen (1:0 in der 20.) an der Mannschaft von Sven Kresin vorbeigezogen. 20 Minuten hatte der TSV noch, um den 1:2-Rückstand gegen Garching auszugleichen, die Chancen wären auch da gewesen, doch wieder einmal machte die Abschlussschwäche dem TSV einen Strich durch die Rechnung. Die Niederlage bedeutet Platz 15 und damit schon das erste Relegationsspiel am kommenden Mittwoch.

Krasser hätten die Gegensätze nach dem Schlusspfiff kaum sein können: Die Spieler des TSV saßen auf dem Rasen und ließen die Köpfe hängen – die Gäste aus Garching feierten ihren Meistertitel und den Aufstieg. Dabei hatte sich Garching eigentlich nur in den ersten 20 Minuten wirklich meisterlich präsentiert – das restliche Spiel dominierten die Landsberger. Es war das vielleicht beste Heimspiel des TSV nach der Winterpause und dennoch reichte es einfach nicht, den entscheidenden zweiten Treffer zu erzielen. Während Garching zwei katastrophale Fehler im Landsberger Aufbau zur 2:0-Führung nutzte (13./40.), ließ die Heimelf reihenweise beste Chancen liegen. Auch der Anschluss fiel per Elfmeter: In der 67. verwandelte Qendrim Beqiri und sorgte wieder für Hoffnung bei den TSV-Fans, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen, denn ein Punkt hätte unabhängig der anderen Ergebnisse l gereicht. Nur wenige Minuten später allerdings musste dieser Punkt her, denn Landsberg war auf Platz 15 abgerutscht. Doch der TSV kämpfte vergebens – und muss nun den bitteren Weg in die Relegation gehen.

„Im Vergleich zu den vergangenen Spielen war die Leistung nicht schlecht“, meinte Toni Yildirim, sportlicher Leiter beim TSV, nach der Partie. „Eine Steigerung ist da, und darauf müssen wir in der Relegation bauen.“ Eine so lange Durststrecke habe er noch nie erlebt: „Dass man mal zwei, drei Spiele in Folge erlebt, das passiert immer“, doch diesmal sei man seit der Winterpause nicht mehr in die Spur gekommen. Ein kleiner Lichtblick: Die Neuverpflichtungen seien unabhängig von der Liga vorgenommen worden und das gelte auch für weitere Zugänge, die Yildirim jetzt aber noch nicht bekannt geben will: „Wir müssen den Fokus jetzt auf die Relegation legen.“ Doch einige Spieler hatten bereits Urlaub geplant, wie Co-Trainer Roland Krötz am Samstag einräumte. Auch waren Sebastian Nuscheler und Thomas Spannenberger bereits verabschiedet worden, ebenso Armin Sanktjohanser und Arek Wochnik, die beide in die Zweite wechseln, sowie Peter Knechtel, der eine Pause einlegen will. Trotzdem werden am Mittwoch bis auf Beqiri alle Spieler dabei sein, das bestätigte gestern Trainer Sven Kresin. „Einige haben Urlaub gebucht, haben diesen aber verschoben.“ Auch die aus der ersten Mannschaft verabschiedeten Spieler sollten zur Verfügung stehen.

Bereits am kommenden Mittwoch findet das erste Spiel um 18.30 Uhr in Mering statt, die Termine sind vom Verband vorgegeben und das bedeutet, dass am Samstag, 28. Mai, und zwar um 18 Uhr, wie Ligenleiter Andreas Mayländer mitteilte, das Rückspiel in Landsberg stattfindet. Gewinnen die Landsberger, treffen sie auf den Sieger der Partie FC Deisenhofen - SV Erlbach. Wieder mit Hin- und Rückspiel (1. und 4. Juni) wird der Sieger ermittelt, der in der neuen Saison in der Bayernliga spielen wird.

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