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Landsberg

20.09.2019

Der TSV Landsberg begeistert  Zuschauer mit Traumfußball

Alessandro Mulas (Bildmitte) sorgte mit schnellen Antritten immer wieder für Gefahr. Zudem behauptete er den Ball mehrfach geschickt gegen Augsburger Spieler. So bereitete er auch das 2:0 vor.
Bild: Thorsten Jordan

Im Heimspiel gegen Augsburg gelingt den Landsberger Fußballern fast alles. Zur Halbzeit ist die Partie entschieden. Eines bedauert Trainer Sven Kresin aber.

Mit einer beeindruckenden Leistung, mehreren sehenswerten Toren und einem deutlichen 6:0-Sieg hat der TSV Landsberg die 545 Zuschauer am Freitagabend im 3C-Sportpark begeistert. Worte wie „Wahnsinn“ und ungläubiges Staunen waren in der Halbzeitpause des Bayernligaspiels auf der Tribüne mehrfach wahrzunehmen. Zu dem Zeitpunkt hatte der TSV schon längst alles klar gemacht und führte mit 5:0 gegen den TSV Schwaben Augsburg. Die Gäste waren fast das gesamte Spiel über immer einen Schritt langsamer, ließen sich wiederholt durch lange Bälle überrumpeln und fanden kein Mittel gegen das frühe Anlaufen der Landsberger. Hinzu kam, dass den spielfreudigen Landsbergern fast alles gelang.

Kapitaler Fehler des Gästetorwarts

Das 1:0 fiel nach einem kapitalen Fehler von Schwaben-Torwart Fabio Zeche. Die Unordnung im Strafraum der Gäste nutzte der mit aufgerückte Andreas Fülla in der 12. Minute aus. Auch in der Folge waren die Hausherren das bestimmende Team und konnten nur sieben Minuten nach der Führung erhöhen. Alessandro Mulas, der viele Flanken seiner Mannschaftskameraden mit hohem Tempo erlief, konnte den Ball gegen mehrere Schwaben-Spieler behaupten und legte dann zu Orkun Tugbay ab. Der behielt auf engem Raum die Übersicht und schoss den Ball unter die Latte zum 2:0.

Fülla und Siegwart erzielen Traumtore

Mit einem Doppelschlag sorgten die Landsberger für eine Vorentscheidung. Zunächst war es wieder Fülla, der eine Flanke mit vollem Risiko direkt abnahm und zum 3:0 traf (30.) und dann setzte Sebastian Bonfert drei Minuten danach noch einen drauf. Er setzte sich auf der rechten Seite durch und schob ins lange Eck ein. Schwabens Torhüter konnte dem Ball nur noch hinterherschauen. Und es kam vor der Pause noch schlimmer für den Tabellenletzten aus Augsburg. Deren Keeper zeigte zwar zunächst eine Glanzparade, musste nach der anschließenden Ecke aber schon wieder hinter sich greifen. Diesmal war es Philipp Siegwart, der den Ball direkt abnahm und das 5:0 erzielte.

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Mulas holt einen Strafstoß heraus

Kurz nach der Halbzeit spielte Landsberg dann erst einmal vier Minuten in Unterzahl. Florian Mayer blieb nach einem Zweikampf liegen und musste behandelt werden, konnte aber weitermachen. Die nächste gefährliche Szene konnten die Besucher dann in der 56. Minute beobachten. Julian Birkner startete tief in der eigenen Hälfte, wurde nicht attackiert und spielte Mulas an. Der zog Richtung Strafraum und wurde von einem Gegenspieler zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tugbay. Sein fünftes Saisontor bedeutete zugleich den 6:0-Endstand. Nach der furiosen ersten Halbzeit ließen es die Landsberger im zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen.

Landsbergs Trainer Sven Kresin war anschließend sehr zufrieden. „Wir haben das Tempo in der Partie hochgehalten. Der Fehler beim 1:0 hat uns natürlich in die Hände gespielt und die Chancenverwertung war auch sehr gut. Ich denke, das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung.“ Er lobte den Teamgeist seiner Mannschaft, die danach gemeinsam zu den Fans ging und ausgelassen jubelte.

Dem Trainer von Schwaben Augsburg droht die Entlassung

Dass sein Gegenüber, Schwaben-Trainer Markus Deibler, nach der hohen Niederlage sehr wahrscheinlich entlassen wird, bedauerte Kresin nach der Partie. Schwabens Sportlicher Leiter hatte diesen Schritt kürzlich angedroht, sollte die Mannschaft von Schwaben gegen Deisenhofen, Landsberg und Hankofen nicht sechs Punkte holen. Gegen die beiden erstgenannten Teams setzte es allerdings deutliche Niederlagen. „Er ist ein Freund und Kollege. Es tut mir leid. Aber für 90 Minuten ruht die Freundschaft.“

Landsberg: Rösch, Bonfert, Hennebach (46. Holdenrieder), Mulas (75. Mailänder), Siegwart (60. Goebel), Birkner, Tugbay, Mayer, Meichelböck, Göttle, Fülla

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