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Sport-Porträt

05.02.2015

Der dritte Kerber im Bunde

Er hat mit den Riverkings noch viel vor: Markus Kerber. Der Stürmer geht seit Dezember für den HC Landsberg aufs Eis.
Bild: Thorsten Jordan

Markus spielt seit Dezember bei den Riverkings

Als „Transferknaller“ bezeichneten die Riverkings den Wechsel von Markus Kerber von den Memmingen Indians zum HC Landsberg. Kurz vor Weihnachten wurde der 27-jährige Student an den Lech verpflichtet.

Wirklicher Neuling ist Kerber allerdings nicht. Seine ersten Gehversuche auf dem Eis machte er im Alter von fünf Jahren in Landsberg. Sein Vater, damals Hobby-Eishockeyspieler, hatte ihm den Sport auf schnellen Kufen schmackhaft gemacht, erinnert er sich.

Schon bald habe er gemerkt, dass Eishockey der Sport ist, in dem er vieles erreichen möchte. „Ich habe immer die Herausforderung gesucht“, erzählt Kerber im Gespräch mit dem Landsberger Tagblatt. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Markus Kerber nach Kaufbeuren wechselte. Er verstärkte dort unter anderem die damalige Junioren-Bundesligamannschaft des ESV und wurde mit ihr zweimal Deutscher Meister. Insgesamt blieb er dem ESV Kaufbeuren sieben Jahre lang treu, spielte zwei Jahre fest im Seniorenbereich. Dann folgten sechs Jahre beim ECDC Memmingen.

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Den Weg zurück zu seinen sportlichen Wurzeln fand Markus Kerber aufgrund seines Studiums. Und, wie er schmunzelnd anmerkt, weil er gerne mal wieder mit seinem Bruder Dominic zusammen spielen wollte. Übrigens spielt auch der Cousin der Kerber-Brüder, Stefan, im Kader der Riverkings. In Augsburg studiert Markus Kerber im dritten Semester Elektrotechnik. Zurzeit ist Büffeln angesagt, die letzte Prüfung dieses Semesters steht bevor. „Der Zeitaufwand mit den Fahrten nach Memmingen ist mir einfach zu viel geworden“, begründet Kerber seine Neuausrichtung. Aber auch in Landsberg ist das Pensum, das der Mittelstürmer für seinen geliebten Sport absolviert, nicht unerheblich. Dreimal die Woche Training und in der Regel zwei Spiele pro Wochenende. Da bleibt neben dem Studium nicht mehr viel Zeit für andere Hobbys und Freunde. „Die Zeit nehme ich mir dann im Sommer“, erzählt er. Dann gehört Streethockey zu seinen Lieblingsaktivitäten.

„Für mich ist Eishockey einfach ein toller Sport. Es gab noch nie eine Phase, in der ich ans Aufhören gedacht habe.“ Vielmehr hätte er sich sogar einmal vorstellen können, als Profi zu spielen. Ein halbes Jahr lang, bevor er seinen Zivildienst ableistete, habe er das auch ausprobiert. „Ich habe dann gemerkt, dass das nichts für mich ist.“ Die Zeiten zwischen Training am Morgen und Abend, in denen nicht wirklich viel zu tun war, hätten ihn letztlich abgehalten, Profi zu werden. „Ich muss immer was tun. Rumsitzen ist nichts für mich.“

Seiner Faszination für den Eishockey-Sport hat diese Erfahrung aber keinen Abbruch getan. „Ich finde es einfach großartig, gemeinsam mit den Mannschaftskollegen zu kämpfen, Siege einzufahren und Niederlagen wegzustecken.“ Als Einzelkämpfer die Motivation für den Sport immer hochhalten zu können, stellt er sich sehr schwer vor. „Im Team reißt dich doch immer einer mit“, schwärmt Markus Kerber von seinem Sport. Dem Sport, den er so sehr liebt, dass es ihm nach Verletzungen unglaublich schwer fällt, Geduld zu haben, bis er wieder aufs Eis darf. „Das ist eigentlich mein Hauptproblem“, gibt er zu und erzählt, dass er mit einer Schulterverletzung weiter gespielt habe, ohne diese auszukurieren. „Das merke ich jetzt gegen Saisonende schon ab und zu.“

Wie es weitergeht, wenn irgendwann die aktive Karriere auf dem Eis beendet ist? „Ich könnte mir gut vorstellen, im Nachwuchsbereich zu arbeiten“, blickt der junge Student nach vorne. „Jetzt ist aber erst mal das Studium dran und dann ein guter Job.“ Apropos guter Job: Den haben Markus Kerber und die Riverkings besonders gut gemacht. Schließlich sicherten sie sich vorzeitig als Tabellenführer der Gruppe B den Einzug in die Play-offs. Kerber ist zuversichtlich, dass der Erfolg beim HC Landsberg so bleibt. „Wir spielen bestimmt in den nächsten Jahren in der Bayernliga oben mit“, prognostiziert er.

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