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Benefizspiel bei Jahn Landsberg

12.10.2015

Der korrekte Einwurf war nicht so wichtig

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Glückwunsch von German Völpel (rechts) an den Torschützen: Jahn Landsberg hatte zu einem Spiel zwischen prominenten Kickern und der Mannschaft von LandsbergLäuft, einem Integrationsprojekt für Flüchtlinge, eingeladen. Es machte nicht nur Spaß, es diente auch dem guten Zweck.
Bild: Julian Leitenstorfer

Flüchtlinge von LandsbergLäuft hatten trotz Niederlage gegen die Promis Spaß

Matthias Neumann, Trainer von Jahn Landsberg, schnürte sich vor dem Spiel seiner Mannschaft selbst die Schuhe: Er kickte in der Promi-Mannschaft mit, die gegen das Team von „LandsbergLäuft“ antrat. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht“, meinte er nach der Partie und: „Sie haben sich nach einem Zweikampf immer gleich entschuldigt, das kennt man sonst gar nicht von Fußballern“, erzählte er mit einem Schmunzeln.

Andreas Schillinger, Abteilungsleiter von Jahn, hatte die Partie organisiert – vordringlich, um ein Tandemfahrrad für die Gruppe besorgen zu können. „Sie haben einen blinden Dolmetscher und so können sie ihn bei Ausflügen mitnehmen“, erklärte Schillinger. Dank der Spenden von den Firmen-Vertretern, die ebenfalls am Ball waren, und den Kuchenspenden der Mitglieder konnte das Tandem finanziert und vor dem Spiel der Gruppe übergeben werden.

Mit Feuereifer waren die Spieler von LandsbergLäuft auf dem Platz am Werke, dennoch hatte Kreisspielleiter Heinz Eckl, der es sich nicht hatte nehmen lassen, dieses Spiel zu pfeifen, wenig Arbeit. „Das ist alles ganz fair“, war sein Kommentar – einzig mit den Einwürfen hatten die Flüchtlinge noch etwas Schwierigkeiten: Den ersten Einwurf aus vollem Lauf ließ Eckl wiederholen, beim zweiten Versuch übersah der Schiri großzügig, dass nicht beide Beine auf dem Boden waren: Eckl schmunzelte und ließ weiterspielen.

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Eigentlich hatte Jürgen Piotrowski, Trainer der Promi-Elf, auf ein 5:5-Unentschieden getippt. Mit den fünf Treffern seiner Mannschaft lag er auch ganz richtig, nur „LandsbergLäuft“ muss noch am Abschluss arbeiten, denn das Team unterlag mit 2:5. „Wir hätten gerne unentschieden gespielt“, meinte Matthias Neumann – aber der Ball kam zu selten aufs Tor – da konnte auch Keeper Michael Tigges nicht zum Ausgleich helfen.

Trotzdem waren alle zufrieden und Organisator Andreas Schillinger zog ein positives Fazit, wie auch Heinz Eckl: „Diese Menschen müssen sich einordnen, nicht unterordnen“, betonte er und da biete so ein Spiel eine gute Möglichkeit.

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