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Penzing

08.04.2018

Die Bundesligapremiere ist geglückt

Auf dem Weg zum ersten Punkt in der 1. Bundesliga: Michael Wurmser, Florian Lechle und Stephan Ruile (verdeckt), beobachten Mannschaftsführer Matthias Peischer (vorne) im entscheidenden letzten Durchgang.
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Auf dem Weg zum ersten Punkt in der 1. Bundesliga: Michael Wurmser, Florian Lechle und Stephan Ruile (verdeckt), beobachten Mannschaftsführer Matthias Peischer (vorne) im entscheidenden letzten Durchgang.
Bild: Julian Leitenstorfer

Beim ersten Heimspiel der Penzinger Stockschützen herrscht in Penzing regelrecht Volksfeststimmung. Am Ende gibt es auch noch etwas zu feiern.

Reicht es – oder reicht es nicht? Zweimal wird nachgemessen, auch der offizielle Schiedsrichter zückt sein Maßband und dann geht der Daumen von Matthias Peischer nach oben, Jubel bricht im Zelt aus: Die Penzinger Stockschützen haben so eben den entscheidenden Punkt gemacht, der ihnen bei ihrem Auftakt in die 1. Bundesliga den ersten Punkt einbringt.

Etwa 200 Zuschauer sorgen für gute Stimmung

Es herrschte Volksfeststimmung am Penzinger Stockplatz. Das Wetter spielte mit, vor dem Zelt waren Bänke und Tische aufgebaut, beste Laune überall. Auch im Zelt. Eine Stockbahn ist darin untergebracht sowie Bänke und Stehplätze für die Zuschauer und alle sind besetzt. Rund 200 Zuschauer ließen sich die Bundesliga-Premiere der Penzinger Stockschützen nicht entgehen und sie bekamen einen ausgesprochen spannenden und schließlich erfolgreichen Wettkampf geboten.

„Dieses Unentschieden ist für uns ein gefühlter Sieg“, meinte Stephan Ruile nach dem Wettkampf sichtlich erleichtert. Gegen die Mannschaft der DJK Aigen sicherten sich die Penzinger mit dem 5:5-Endstand den ersten Punkt im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale. Insgesamt sechs Partien werden ausgetragen, die jeweils besten zwei Mannschaften der vier Gruppen qualifizieren sich für die K.-o.-Runde.

Die Gäste gehen schnell in Führung

So weit ist es noch lange nicht für die Penzinger, aber ein erfolgreicher Auftakt ist geschafft. Und danach sah es zunächst gar nicht aus, denn die Gäste aus Aigen am Inn führten nach den ersten beiden Spielen mit 4:0. Jedes Spiel besteht aus sechs Kehren, fünf Spiele werden ausgetragen. Dabei gibt es für den Sieger zwei Punkte – bei einem Unentschieden für jedes Team einen Punkt.

Nach dem Rückstand konnten sich die Penzinger in der Pause noch mal sammeln. Teamführer Matthias Peischer, Stephan Ruile, Michael Wurmser und Florian Lechle bliesen zur erfolgreichen Aufholjagd. Im dritten Spiel verkürzten sie auf 1:5, kamen danach auf 3:5 ran und mussten nun das letzte, entscheidende Spiel gewinnen. Es wurde ein Nervenkrieg, immer wieder wurde das Maßband gezückt. Penzing lag vor der letzten Kehre vorne, aber noch war nichts entschieden. Die Gastgeber behielten die Nerven, setzten geschickt ihre Stöcke – und holten sich mit einer Millimeter-Entscheidung die wichtigen Punkte zum 5:5-Ausgleich.

Das Training begann erst zwei Wochen vor dem Ligaauftakt

Den Gästen merkte man die Enttäuschung an, während die Penzinger auf ihren Erfolg anstießen. „Wir hatten am Vortag noch bis 22 Uhr gearbeitet, um alles vorzubereiten“, erzählte Stephan Ruile nach dem Wettkampf. Im Gegensatz zu anderen Mannschaften besitzen die Penzinger keine Halle, die aber inzwischen vom Verband für Wettkämpfe der 1. Bundesliga vorgeschrieben ist. Also wurde das Zelt aufgestellt. Damit haben sich jetzt auch die Trainingsmöglichkeiten verbessert – aufgrund des Wetters konnten die Penzinger erst zwei Wochen vor Bundesliga-Start mit dem Asphalttraining beginnen.

Ende April ist das nächste Heimspiel

Es hat gereicht und jetzt blickt das Team auf den nächsten Wettkampf: Am 14. April sind Peischer & Co. beim Topfavoriten Peiting zu Gast. „Peiting hat auch eine Halle und legt in einer Turnhalle einen speziellen Belag aus“, sagte Matthias Peischer – daran müsse sich das Team erst gewöhnen, und entsprechend früh anreisen. Vermutlich wieder mit dem kompletten Fan-Club, der im Zelt für eine beeindruckende Stimmung sorgte. „Wir sind für unsere Fans schon international bekannt“, sagte Stephan Ruile sichtlich stolz.

Und am Samstag, 28. April, steht der nächste Heimkampf auf dem Programm, dann gegen den EC Surheim. Denn dass Stockschießen „nichts mit Alt-Herren-Sport zu tun hat“, wie Ruile sagte, haben die Penzinger eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

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