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Landsberg

22.01.2019

Die Kugel soll bald wieder in Landsberg rollen

Andreas Steinkohl leitet die neue Abteilung Billard beim TSV Landsberg. Der Sport mit Queue und Kugeln hat in Landsberg Tradition, auch Weltmeister waren schon im Sportzentrum zu Gast.
Bild: Daniel Schwaiger (Archiv)

Beim TSV Landsberg gibt es jetzt auch eine Billard-Abteilung. Noch müssen die Spieler in Buchloe trainieren und ihre Partien austragen.

Vor einigen Jahren hat der 1. Billard Club Landsberg (1. BCL) noch Schlagzeilen gemacht: Die Snooker-Mannschaft spielte erfolgreich in der 1. Bundesliga. Doch nach Schließung des Billard Centers in der Weilheimer Straße im Jahr 2014 wurde es ruhig um den Club. In Landsberg konnte nicht mehr trainiert und gespielt werden, stattdessen musste man ins FMP Petticoat nach Buchloe ausweichen. Jetzt scheint es wieder aufwärtszugehen, denn der 1. BCL ist nun, als eigene Abteilung, beim TSV Landsberg untergekommen.

In Buchloe konnte man zwar immerhin den Spielbetrieb im klassischen Pool-Billard aufrechterhalten. Für Snooker ist die Halle aber nicht entsprechend ausgerüstet, hinzu kommt auch noch die weite Anfahrt – keine ideale Lösung also. Jetzt macht sich Abteilungsleiter Andreas Steinkohl Hoffnung für die Zukunft: „Eigenständig könnten wir nie das Standing erreichen, um Spielbetrieb und Training in Landsberg nachzugehen.“

Seit einigen Jahren gibt es Kontakt zum TSV

Erste Kontakte zum TSV bestanden bereits 2015, zu intensiven und letztendlich erfolgreichen Gesprächen kam es dann Anfang 2018. Auch eine Einigung mit dem Billardverband gibt es bereits. „Alle Startplätze durften behalten werden. Wir können also dort weitermachen, wo wir aufgehört haben“, erklärt Steinkohl. Die erste Mannschaft im Pool-Billard tritt demnach weiterhin in der Bezirksliga an. Nach diesen ersten Erfolgen hofft der Abteilungsleiter nun, auch das größte Ziel umsetzen zu können: Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre soll nämlich wieder eine Spielstätte in Landsberg gefunden werden.

„Wir wollen aber nicht wieder vom Betreiber eines Lokals abhängig sein und dann bei Schließung vor der Türe landen“, betont Steinkohl. Stattdessen wolle man sich eine eigene Spielstätte schaffen, wo genau, und wie dieser Plan umgesetzt werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch unklar.

Landsberg war in der Pool- und Billard-Szene sehr bekannt

Vorerst müssen die 25 Mitglieder der Abteilung, die großteils dem ehemaligen 1. BC Landsberg entstammen, also weiterhin in Buchloe trainieren und dort ihre Spiele austragen. Sobald man eine Spielstätte in Landsberg gefunden hat, wird man dann auch das Snooker-Training wieder aufnehmen. Und vielleicht schafft man es ja sogar, erneut in die erste Bundesliga aufzusteigen.

2008 hatte der damalige 1. BCL dieses Kunststück geschafft, musste dann aber 2010, nachdem es im Verein und in der Mannschaft Veränderungen gegeben hatte, seinen Rückzug antreten. Zuvor hatte der BCL auch einige hochkarätige Veranstaltungen an den Lech geholt. So wurde 2004 die deutsche Meisterschaft im Snooker in Landsberg ausgetragen, dreimal, zuletzt 2015, füllte der Snooker-Weltmeister Steve Davis bei Showveranstaltungen das Landsberger Sportzentrum.

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