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Landsberg

15.01.2020

Die Landsberger Basketballer und die „Eine-Million-Euro-Frage“?

Ziemlich ratlos sind die Landsberger Basketballer in die Weihnachtspause gegangen. Trainer Ryan Broker, Mannschaftsbetreuer Horst Geiger und Co-Trainer Michael Teichner (von links) suchen nach den Ursachen, warum man im Tabellenkeller steht.
Bild: Thorsten Jordan (Archivfoto)

Plus Das Team Heimerer Schulen Basket Landsberg bleibt in der Bayernliga-Saison bislang weit hinter den Erwartungen zurück. Trainer und Mannschaftsbetreuer sind auf der Suche nach den Ursachen.

Dass man in dieser Saison nichts mit dem Aufstieg zu tun haben würde, davon war Horst Geiger, Mannschaftsbetreuer beim Team Heimerer Schulen Basket Landsberg, von Beginn an ausgegangen. Dass man aber mitten im Abstiegskampf der Bayernliga stecken würde, war doch eine große – und unangenehme – Überraschung. Und die Suche nach den Ursachen gestaltet sich schwierig.

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Am Samstag starten die Landsberger in die zweite Hälfte der Punktrunde. Während alle anderen Teams bereits ihre ersten Spiele absolviert haben, musste HSB wegen des Rückzugs von Wasserburg pausieren. Immerhin: Die Konkurrenz hat für Landsberg gespielt – das Team von Ryan Broker blieb auf dem drittletzten Platz.

Der Topscorer ist nicht mehr dabei

Allein daran, dass mit Sharif Hudson ein Leistungsträger und Korbjäger den Verein verlassen habe, könne man es nicht festmachen, sagt Geiger. Hudson hatte in der vergangenen Saison einen Schnitt von 28 Punkten pro Spiel erzielt und war Topscorer der Liga gewesen. Doch nicht nur seine Treffsicherheit hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Landsberger vergangene Saison mit Platz zwei nur knapp den Aufstieg verpassten, er hatte der Mannschaft in den kniffligen Situationen auch Sicherheit gegeben.

Die Landsberger Basketballer und die „Eine-Million-Euro-Frage“?

In dieser Saison allerdings müssen die Landsberger auf den US-Amerikaner verzichten. „Wir haben stattdessen andere sehr gute Spieler bekommen“, will Geiger das Fehlen von Hudson nicht gelten lassen. Zudem hätten sich die eigenen jungen Spieler von vergangener Saison sehr verbessert. „Im Training sieht man das ganz deutlich“, so der Mannschaftsbetreuer – das Problem ist allerdings, dass man diese Leistung nicht im Spiel abrufen kann. „Warum das nicht gelingt, das ist derzeit die ,Eine-Million-Euro-Frage’“, sagt Geiger mit einem Schuss Galgenhumor.

Das beste Spiel unglücklich verloren

Ein Knackpunkt in der Vorrunde sei sicherlich das Spiel gegen Schwabing gewesen. „Das war unser bestes Spiel bislang. Da war es schon unglücklich, dass wir überhaupt noch in die Verlängerung mussten, und dass wir diese verloren haben, war richtig bitter.“ Tatsächlich komme es ihm immer wieder mal so vor, als habe die Mannschaft Angst vor der eigenen Courage. Immer wieder wechseln sich Phasen mit sehr gutem Basketball mit Blackouts des gesamten Teams ab.

Davon sei im Training jedoch nichts zu sehen. „Die Stimmung ist gut und im Training ist auch ein ganz anderes Tempo drin.“ Außerdem seien selten weniger als zehn Spieler in den Trainingseinheiten – daran kann es also nicht liegen. „Wir brauchen einfach ein richtiges Erfolgserlebnis“, könnte sich Geiger als richtige Antwort für die „Eine-Million-Euro-Frage“ vorstellen. Denn, und das sei keine Frage: Das Problem momentan sei der Kopf.

Wenn das große Zittern beginnt

Da hat auch der Sieg gegen Rosenheim im letzten Spiel des Jahres 2019 nicht wirklich geholfen, denn der war mit 80:75 doch recht knapp ausgefallen. Zwischenzeitlich waren die Landsberger zwar immer wieder mal 16 Punkte vorne, nicht aber zum Schluss. „Mal mit 30 Punkten Vorsprung aus einem Spiel rauszugehen, wäre schon gut gewesen“, sagt Geiger. Doch dazu war es nicht gekommen. „Als Rosenheim drei, vier Körbe geworfen hat, ist bei uns wieder das Zittern losgegangen“, so der Mannschaftsbetreuer.

Dass man aus der zweiten Mannschaft Routiniers reaktiviert, scheint angesichts der aktuellen Situation angebracht. Immerhin treten dort Ex-Größen wie Xaver und Josef Egger und Marco Geidosch an. Doch Geiger widerspricht. „Zum einen ist da wenig Bereitschaft vorhanden“, zum anderen spiele die erste Mannschaft ein ganz anderes System, insofern wären diese Spieler nicht die nötige Verstärkung. Aber man plant bereits für die Zukunft: In der Jugend will man ein Konzept erarbeiten, damit sich die Spielsysteme angleichen. So könne man den Spielern den Übergang von einer Altersklasse in die nächste erleichtern.

Gelingt eine Überraschung zum Auftakt?

Plan war es, in der Pause den Akku wieder aufzuladen, und seit 8. Januar stehen die Landsberger auch wieder im Training. Da das Wasserburg-Spiel ausgefallen war, bekommt es HSB zum Auftakt im Jahr 2020 mit dem Tabellendritten Staffelsee zu tun. „Aber vielleicht gelingt uns da ja gleich die Überraschung“, hofft Geiger dennoch auf einen erfolgreichen Start.

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