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Handball

14.04.2015

Die Nerven behalten

Am Ende waren dann doch die Landsberger (hier Alex Neumeyer) obenauf.
Bild: Julian Leitenstorfer

Landsberg machte es gegen Mindelheim noch mal spannend

Mit einer Steigerung in der zweiten Hälfte sicherten die Landsberger Handballer zu Hause die Punkte gegen den TSV Mindelheim. Nachdem man sich lange eher selbst das Leben schwer machte, gewann man Stabilität und behielt am Schluss gegen den Tabellenvierten mit 31:28 die Nerven.

Zu Beginn hatten die Landsberger mehr mit sich als dem Gegner zu tun. Nervös und irgendwie fahrig wurden zunächst die gut herausgespielten Chancen vergeben, und nach fünf Minuten lagen die Gastgeber prompt 1:4 zurück.

Immerhin fand die Abwehr bald besser ins Spiel, und aus dem sicheren Rückhalt gelang bald der Ausgleich. Trotzdem: Wirklich rund lief es bei den Landsbergern nicht. Immer wieder kam es im Angriff zu Fehlpässen oder unpräzisen Würfen, die Mindelheimer hingegen nutzten ihre Chancen besser und führten bis zur 29. Minute mit 13:11. Innerhalb von 30 Sekunden glich Landsberg zum 13:13-Halbzeitstand aus.

Den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Gäste (13:15/33.), aber dann fing sich Landsberg. Das Angriffsspiel wurde stabiler und gewann an Effektivität: Jetzt traf man endlich öfter. So glichen die Gastgeber aus, gingen in Führung und bauten den Vorsprung sogar auf vier Tore aus (22:18/40.).

Mindelheim arbeitete sich noch mal mit einem 4:0-Lauf heran (22:22/46.), aber die Gastgeber ließen sich nicht aus Bahn werfen. Die Abwehr stand immer noch stabil, und dahinter machte Dominik Keller das Tor richtig dicht. Man ging wieder in Führung und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab, auch wenn es zum Schluss noch mal kritisch wurde. Neun Minuten vor dem Ende kassierte der Landsberger Johannes Kauter seine dritte Zeitstrafe und musste auf die Tribüne. Seine Unzufriedenheit über diese Entscheidung zeigte er für den Geschmack der Schiedsrichter zu deutlich. Die schoben gleich noch mal 2x2 Minuten nach. Es dauerte, bis die Schiedsrichter geklärt hatten, wie in einer solchen Situation vorzugehen ist. Am Ende mussten die Landsberger von der 51. bis zu 57. Minute in Unterzahl spielen, doch auch dies überstanden sie, und nachdem man wieder vollzählig war, wurde der Erfolg sicher nach Hause gespielt.

„Ich hatte eigentlich nie Angst, dass wir das Spiel verlieren könnten, auch wenn es am Schluss schon eine heiße Situation war“, kommentierte Landsbergs Trainer Sofian Marrague das Spiel. Nach der schwachen ersten Halbzeit freute er sich, dass „wir in der zweiten Hälfte gezeigt haben, dass wir auch mit einer Mannschaft aus der Tabellenspitze mithalten können“.

Da Ottobeuren in Kempten gewonnen hat, ist die Tabellensituation unverändert. Ottobeuren steht weiterhin auf dem Relegationsplatz, Landsberg aufgrund des sehr guten Torverhältnisses punktgleich einen Platz davor. Letztlich entscheidend ist damit der letzte Spieltag am nächsten Wochenende. Die Landsberger müssen zum schon als Absteiger feststehenden TSV Marktoberdorf. Eine machbare Aufgabe, aber auch dieses Spiel muss erst gewonnen werden. (lt)

TSV: Dominik Keller, Max Matzer-Kernich (3), Alexander Neumeyer (7/2), Andreas Riedl, Tom Steber (3), Maximilian Wurst, Florian Stöcker, Markus Heidner (1), Alexander Schwarz (9), Gatto Piepenburg, Kai Roth (5), Johannes Kauter, Christian Eisen (3).

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