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Kaufering

21.01.2019

Die Premiere des Kauferinger Lechtal Cups ist gelungen

Nach dem Startsignal geben die Schwimmer beim 1. Internationalen Lechtalcup in Kaufering Vollgas. Ronja Rössel (links) vom VfL Kaufering setzte sich gegen drei ihrer vier direkten Konkurrentinnen durch.
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Nach dem Startsignal geben die Schwimmer beim 1. Internationalen Lechtalcup in Kaufering Vollgas. Ronja Rössel (links) vom VfL Kaufering setzte sich gegen drei ihrer vier direkten Konkurrentinnen durch.
Bild: Julian Leitenstorfer

Beim 1. Internationalen Lechtal Cup in Kaufering gibt es über 2000 Starts. Besonders viele junge Schwimmer treten in den einzelnen Disziplinen an. Zwei Zehnjährige erzählen von ihren Erlebnissen.

Die Knie gebeugt, den Oberkörper vorne übergelehnt, die Hände am Rand des Startblocks – die nächsten fünf Schwimmerinnen sind fokussiert und bereit für den Start. Über die Lautsprecher ertönt das Signal „Auf die Plätze“, dann der Startton. Mit einem Hechtsprung tauchen die Mädchen ins Wasser ein und geben auf den nächsten 100 Metern alles. Unter ihnen ist auch die zehnjährige Kauferingerin Ronja Rössel. Immer wieder taucht ihre gelbe Badekappe mit dem lächelnden Smiley aus dem Wasser auf, als sie beim Brustschwimmen um den Sieg kämpft. Erst gegen Ende verliert Ronja den Anschluss an die Führende und kommt als stolze Zweite ins Ziel. „Ich bin zufrieden. Manche Gegner waren schon stark“, sagt die Zehnjährige. Der 1. Internationale Lechtal Cup des VfL Kaufering am vergangenen Wochenende war nicht ihr erster Wettkampf.

Sogar über 60-Jährige sind am Start

Ronja schwimmt bereits seit etwa fünf Jahren und hat für die Zukunft große Ambitionen. „Mein Ziel ist es, die Weltbeste im Schmetterling-Schwimmen zu werden.“ Das ist auch ihre Lieblingsdisziplin. Um Fortschritte zu machen, trainiert die sie drei Mal die Woche.

Für viele junge Schwimmer war der Wettkampf in Kaufering dagegen der erste überhaupt. Die jüngsten Teilnehmer sind 2010 geboren, sagt VfL-Abteilungsleiter Udo Franke. „Wir haben aber auch ältere, sogar über 60-Jährige.“ Die breite Altersspanne zeigt, dass der Internationale Lechtal Cup, der auch künftig das Nikolausschwimmen ersetzen wird, gut angenommen wurde. Über 2000 Starts fanden statt, die meisten Teilnehmer traten in mehreren Disziplinen an. „Sogar zwei Teams aus Österreich sind gekommen“, erzählt Franke. „Aber auch regional sind wir gut besetzt, wir haben gute Zeiten.“

Am Anfang weiß der junge Schwimmer nicht, was los ist

Im Vordergrund des Lechtal Cups stehe aber nicht allein die Leistung. Claudia Basener, die ebenfalls der Abteilungsleitung angehört, erklärt, dass der VfL Kaufering alle Schwimmer fördert, nicht nur die besten. „Man sieht auch: Es ist viel los, alle haben Spaß. Das ist das Wichtigste.“ Und tatsächlich sind nicht nur die Teilnehmer begeistert dabei. Rund um den Beckenrand stehen Eltern und Trainer, die die Schwimmer lautstark anfeuern, und von allen Seiten werden Fotos und Videos gemacht.

Oftmals sind die Eltern aber nicht nur als Zuschauer dabei. „Die Kampfrichter sind meistens Eltern, die dafür extra einen Schnellkurs gemacht haben“, erklärt Basener. Auch Michelle Brüsselbach ist nicht nur Beobachterin des Geschehens, sie ist zusätzlich auch für den Aushang der Ergebnisse zuständig. Den Start ihres Sohns Oliver verpasst sie aber natürlich nicht. Der Zehnjährige liegt lange in Führung und liefert sich gegen Ende ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem älteren Teamkollegen. Die beiden schlagen fast gleichzeitig an, in seiner Altersklasse ist Oliver mit einem Abstand von etwas über zwei Sekunden aber deutlicher Sieger. Dennoch zeigt sich der Zehnjährige unmittelbar nach seinem Rennen nicht zufrieden mit seiner Leistung. „Ich war am Anfang irgendwie verwirrt und wusste nicht, ob ich vielleicht disqualifiziert wurde.“

Nächstes Jahr soll die zweite Auflage des Lechtal Cups stattfinden

Seine Sorge bleibt jedoch unbegründet und Oliver kann sich über ein tolles Ergebnis freuen. „In seinem Jahrgang ist Oliver weit vorne. In Oberbayern gehört er zu den Besten“, lobt Claudia Basener den jungen Schwimmer, der schon einige Erfahrung in Wettkämpfen gesammelt hat. „Vor allem innerhalb Bayerns sind wir viel unterwegs. Wir waren aber auch schon mal in Innsbruck“, erzählt Olivers Mutter.

In Zukunft wird man vielleicht tatsächlich noch einiges von den Kauferinger Nachwuchsschwimmern Ronja und Oliver hören, wenn die beiden weiterhin so fleißig trainieren. Nächstes Jahr können sie sich auf jeden Fall erneut beim Internationalen Lechtal Cup in Kaufering beweisen.

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