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Fußball Landsberg

18.04.2018

Die Relegation rückt einen großen Schritt näher

Vier Gegentore kassierte TSV-Keeper Philipp Beigl in Wolfratshausen, davon war eines sehr dubios und zwei weitere per Elfmeter. Am Ende unterlagen die Landsberger mit 2:4 und werden es sehr schwer haben, die Abstiegsrelegationsplätze noch mal zu verlassen.
Bild: Thorsten Jordan

Landsberg kämpft sich in Wolfratshausen nach einem 0:2-Rückstand auf 2:2 ran und verliert doch. Neben der Niederlage schmerzen zwei Rote Karten.

Keine Punkte, den direkten Vergleich verloren und zwei Spieler Rot-gesperrt: Für den TSV Landsberg hätte es in Wolfratshausen kaum schlechter laufen können. Am Ende setzten sich die Gastgeber mit 4:2 durch und schicken die Landsberger mit großen Sorgenfalten nach Hause. Inzwischen ist der Abstand auf einen Platz, der den direkten Klassenerhalt in der Bayernliga bedeutet, auf sechs Punkte angewachsen – eigentlich sieben, da Landsberg im direkten Vergleich hinter dem TSV 1860 München II (36 Punkte) hinten liegt.

„Wir dürfen jetzt den Mut nicht verlieren“, lautete der Appell von TSV-Trainer Guido Kandziora. Er ärgerte sich sehr über den Unparteiischen, bei dem keine Linie festzustellen gewesen sei. „Machen wir ein Foul bekommen wir Gelb, macht Wolfratshausen ein Foul geschieht nichts.“ Sowohl die Rote Karte gegen Nichelmann als auch die Gelb-Rote gegen Mihajlovic seien nicht gerechtfertigt gewesen aus seiner Sicht – die Rote gegen Birk-ner zum Schluss dagegen sei in Ordnung gegangen. „Wenn es schon schlecht läuft, dann richtig“, sagte der hörbar enttäuschte Trainer, denn „die Mannschaft hat in Unterzahl toll gespielt und enorm gekämpft“, da könne er ihr keinen Vorwurf machen.

Schon das erste Tor ist umstritten

Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die schon nach wenigen Minuten die ersten Chancen verbuchen konnten. Gerade, als auch die Landsberger ins Spiel fanden, fiel das 1:0 (18.) – ein umstrittenes Tor, denn die Landsberger reklamierten, dass der Ball durch ein Loch im Netz von außen ins Tor gelang – ähnlich wie beim Treffer von Leverkusens Stefan Kießling in Hoffenheim vor fünf Jahren. Der Schiedsrichter gab das Tor – Wolfratshausen führte 1:0. Landsberg steckte den Gegentreffer gut weg, schon in der 25. Minute hatte Sebastian Bonfert eine Großchance, vergab aber.

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Praktisch im Gegenzug fiel stattdessen das 2:0: Sebastian Nichelmann klärte einen Schuss auf der Torlinie liegend mit dem Arm – Rot für Nichelmann und Elfmeter für die Heimelf, den Hauk verwandelte (27.). Allen TSV-Fans dürfte das Spiel in Rain in den Sinn gekommen sein, das mit einer 1:5-Niederlage endete, doch diesmal ließen sich die Landsberger nicht unterkriegen: Dominik Schön erzielte – ebenfalls per Elfmeter – in der 43. Minute den wichtigen 1:2-Anschlusstreffer.

Mit einem Kraftakt den Ausgleich erzielt

Für die Landsberger konnte es in der zweiten Hälfte nur über den Kampf gehen – und genau den zeigten sie auch und belohnten sich für ihren Einsatz: In der 65. Minute erzielte Alexander Buschel nach einem Mihajlovic-Freistoß den Ausgleich. Die kalte Dusche kam in der 72. Minute: Erneut gab es Elfmeter für Wolfratshausen – wieder sehr zweifelhaft aus Kondzioras Sicht, und am Ende entscheidend, denn „der Treffer hat uns das Genick gebrochen, da war die Luft raus“. Hauk versenkte sicher zum 3:2 und das 4:2 durch Potenza folgte nur sieben Minuten später. Die Gelb-Rote Karte für Landsbergs Mihajlovic in der 85. Minute fiel nicht weiter ins Gewicht – die Sache war durch. Ärgerlicher ist die Rote Karte für Julian Birkner in der 89. Minute, der damit wie Nichelmann erst mal gesperrt ist.

Glück hatten die Landsberger noch, dass Traunstein einen Elfmeter gegen Heimstetten verschossen hat – der hätte den 2:2-Ausgleich gebracht und Traunstein den einen Punkt, um die Landsberger auf den ersten Abstiegsplatz zu schicken.

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