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Landsberg

18.10.2018

Die Riverkings wollen sich im Derby den Frust von der Seele schießen

Gegen Pegnitz (weiße Trikots) hat es geklappt und die Landsberg Riverkings haben ihren ersten Heimsieg eingefahren. Am Freitag soll gegen Peißenberg der zweite folgen. Beide Teams haben einen verkorksten Saisonstart hinter sich. Beginn ist um 20 Uhr.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Landsberg Riverkings erwarten heute Abend den TSV Peißenberg. Auch den Gästen ist der Saisonstart misslungen. Hinter dem Spiel am Sonntag steht noch ein Fragezeichen

Nach den ersten vier Spielen auf Platz acht – der Start der Landsberg Riverkings in die neue Saison war ziemlich holprig. Am Freitagabend (20 Uhr) kommt mit dem TSV Peißenberg ein Gast, dem es nicht viel besser geht – im Gegenteil: Der frühere Verein von Landsbergs Trainer Randy Neal liegt nach drei Spielen und nur einem Sieg sogar auf Rang elf der Eishockey-Bayernliga. Ob die Sonntagspartie des HC Landsberg in Geretsried stattfinden kann, steht noch nicht fest: Aufgrund der ungewöhnlich hohen Temperaturen haben die Riverrats in ihrem offenen Stadion Probleme mit dem Eis.

Die Video-Analyse dauerte mehrere Stunden

Stundenlang hat Randy Neal noch das Video vom Heimspiel gegen Schweinfurt analysiert. Wie es zu der 4:7-Niederlage kommen konnte, kann er trotzdem nicht wirklich verstehen. „Wir haben 52 Schüsse abgegeben, Schweinfurt 23. Wenn man unsere Chancen dazurechnet, in denen die Schüsse irgendwie geblockt wurden, waren es sogar 76.“ Entsprechend groß war und ist der Frust im Team.

„Ein paar Sachen hat man gesehen, die kann man korrigieren“, sagt Neal, zum Beispiel in Unterzahl aggressiver zu spielen. Doch insgesamt sei es keine schlechte Partie gewesen. „Schweinfurt hatte einen Glückstag und wir nicht.“ Aber die Ergebnisse bisher zeigten, dass seine Vorhersage eintreffe: Die Liga ist ausgeglichen wie noch nie. „Gleichzeitig steigen die Erwartungen der Spieler an sich selbst, die der Zuschauer, der Trainer und des Vorstands“, sagt Neal. Eine schwierige Situation.

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Der Gegner hat einen Spieler aus dem Ruhestand geholt

Peißenberg hat nach den ersten drei Spielen mit nur einem Sieg reagiert: Unter anderem wurde Manfred Eichberger aus dem Eishockey-Ruhestand zurückgeholt. Vergangene Saison war der 35-Jährige mit 23 Toren in 26 Vorrundenspielen der erfolgreichste Peißenberger Torschütze gewesen. Außerdem wurde der Kontingentspieler ausgetauscht: Der Kanadier Daniel Clairmont hat den Tschechen Daniel Arnost ersetzt.

Auf Personaldebatten will sich Neal nicht einlassen. „Man kann es nicht an einzelnen Spielern festmachen. Wir müssen uns als Mannschaft aus diesem Loch ziehen.“ Auch wenn der Frust im Team zu spüren war: „Wir haben gut trainiert“, sagt Neal, auch mit hohem Tempo.

Drei Spieler fehlen gegen Peißenberg

Gegen Peißenberg erwartet er ein ganz anderes Spiel als gegen Pegnitz, Königsbrunn oder Schweinfurt: Der TSV wird selbst versuchen, das Spiel zu machen: „Wir werden viel laufen müssen, und dazu sind wir auch bereit“, verspricht er. In diesem Spiel gehe es auch darum, welches Team „die Kurve kriegt“ und am besten wäre, sich den Frust von der Seele zu schießen. Fehlen werden allerdings der am Freitag noch gesperrte Markus Kerber, Marcel Juhasz (krank) und Andreas Schmelcher, der aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung steht.

Ob am Sonntag allerdings gespielt werden kann, muss abgewartet werden: Bereits am vergangenen Wochenende musste Geretsried das Heimspiel gegen Peißenberg absagen. In dem offenen Stadion ist die Eisbereitung ein Problem.

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