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Landsberg

21.10.2020

Die letzte Kurve wird Sebastian Arnold zum Verhängnis

Sebastian Arnold ist im ersten Jahr bei den German Moto Masters gleich bester Neuling in der Wettkampfklasse geworden. Im letzten Rennen wäre deutlich mehr drin gewesen für den Landsberger. 

Plus Motorradfahrer Sebastian Arnold aus Landsberg fährt ein gutes Rennen, doch dann macht er einen folgenreichen Fehler. Grund zur Freude hat er danach trotzdem.

Sebastian Arnold ist hin und her gerissen. Zum ersten Mal startete der Landsberger Motorradrennfahrer heuer bei den German Moto Masters – und gewann auch eine Wertung. Trotzdem ist die Freude bei ihm verhalten, denn ein weiteres großes Ziel konnte er nicht erreichen, dabei war es bereits zum Greifen nah.

Obwohl das Wetter in Oschersleben ( Sachsen-Anhalt) alles andere als gut war, in der Qualifikation regnete es den ganzen Tag, erreicht Arnold den zweiten Platz. „Damit war ich natürlich sehr zufrieden“, blickt er zurück. „Meine Taktik war, am Renntag im Training zuvor nur zwei-, dreimal rauszufahren, da das Sturzrisiko extrem hoch war“, denn auch da regnete es stark. Zunächst ging die Taktik auf, doch dann stürzte er doch. „Das war ein Highspeed-Sturz“, erzählt der 30-Jährige. Zum Glück sei das Motorrad nach rechts weggerutscht und er nach links. So überstand er den Sturz ohne größere Verletzungen, aber das Motorrad war extrem beschädigt. „Drei Stunden später fand das Rennen statt, und in der Zeit hatten wir keine Chance, es zu reparieren.“ Aber zum Glück war sein Kumpel Nils Schäfer mit einer Ersatzmaschine gekommen. „Wir haben meine Regenreifen aufgezogen, und ich konnte starten.“ Und zwar von Platz zwei aus.

Die Bedingungen auf der Rennstrecke waren schlecht

Zunächst lief für den Landsberger auch alles nach Plan: Obwohl die Bedingungen schlecht waren, verbesserte er seine Rundenbestzeit noch um acht Sekunden. „Ich habe mich richtig gut gefühlt und schon den Platz auf dem Podest im Kopf gehabt“, erzählt er – das war sein großes Ziel in seinem ersten Jahr in dieser Rennserie.

Bis zur letzten Runde verteidigte er seine Platzierung, „allerdings hörte ich hinter mir immer Motorengeräusche und bin dann Kampflinie gefahren.“ In der letzten Kurve vor dem Ziel rächte sich dies. Dort sind auf dem Asphalt die Startlinien für die Autos angebracht, und diese waren wegen des Regens sehr rutschig. „Zuvor hatte ich immer extrem aufgepasst, da ja nicht drüber zu fahren“, blickt Sebastian Arnold zurück. Doch das Ziel schon vor Augen, passierte ihm der kleine, aber entscheidende Fehler: Das Vorderrad rutschte weg und Arnold stürzte. Das Schlimme daran: Am Motorrad brach der Lenker, und er konnte nicht mehr weiterfahren. „Dass ich zu dem Zeitpunkt 15 Sekunden Vorsprung auf den Dritten hatte, wusste ich nicht“, ärgert er sich. „In dem Moment ist für mich eine Welt zusammengebrochen.“

Zu Fuß über die Ziellinie

Und so dauerte es einen Moment, dann richtete er das Motorrad auf und schob es über die Ziellinie. Der Platz auf dem Podest war verloren, aber Sebastian Arnold holte „zu Fuß“ noch den zehnten Rang, und das brachte ihm dann doch noch einen Podestplatz ein: Er gewann die Wertung „Rookie of the Year“, war also der beste Neuling in diesem Jahr. „Das war schon ein kleiner Trost“, sagt er, doch der Ärger über den verpassten Podestplatz kann er nicht ganz verbergen.

Auch wenn nicht alles nach Wunsch gelaufen ist, insgesamt kann der Landsberger zufrieden mit seiner Premiere bei den German Moto Masters sein. „Anfangs war ich immer auf Platz acht, neun, zum Schluss habe ich nur ganz knapp den zweiten Rang verpasst. Das motiviert für nächstes Jahr“, blickt er nach vorne. Jetzt ist allerdings erst mal Pause – zumindest was die Rennen betrifft. Denn nach den Stürzen wartet auf den Landsberger in der Garage eine Menge Arbeit.

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