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Stockschützen

16.03.2018

Die nächste Goldmedaille für Penzing

Und wieder ein Weltmeister vom FC Penzing: Matthias Peischer (Mitte) feiert Teamgold mit der deutschen Nationalmannschaft der Eisstockschützen. Mit im Bild seine Teamkollegen (von links): Martin Kamml, Manuel Schmid, Christoph Öttl und Andreas Greil.
Bild: DESV

Matthias Peischer führt die deutsche Nationalmannschaft trotz eines Patzers bei der Weltmeisterschaft zum Sieg. Kathrin Ruile holt mit den Damen Silber.

Die Medaillenjagd geht weiter: Nachdem sich bereits Florian Lechle aus Pürgen bei der Juniorenweltmeisterschaft der Stockschützen den Titel mit der deutschen Nationalmannschaft sichern konnte, traten nun mit Kathrin Ruile und Matthias Peischer zwei Mitglieder des FC Penzing im Seniorenbereich an. Auch sie waren bei der WM im österreichischen Amstetten erfolgreich.

Für Kathrin Ruile starteten die Wettkämpfe in der Vorrunde im Einzelwettbewerb. Mit 268 (145/123) Punkten zeigte sich die 33-jährige Physiotherapeutin im Anschluss nicht zufrieden, sicherte sich aber mit Platz elf das Finale der besten Zwölf. Dort konnte sie noch einmal zulegen: Mit 291 (144/147) Punkten kämpfte sie sich auf Rang neun und konnte ihr Ziel – ein Top-Ten-Platz – verwirklichen. Im Ziel-Teamwettbewerb absolvierte Ruile für das deutsche Team Bahn eins, das Massen in die mittleren Ringe. Auf dem schwer zu bespielenden Eis in der Amstettener Halle gelangen ihr 56 Punkte.

Edelmetall beim ersten internationalen Auftritt

Das deutsche Team zeigte großen Kampf und ihre Teamkolleginnen schraubten das Ergebnis auf 270 Punkte. Dies bedeutete die Silbermedaille – knapp hinter dem österreichischen Team, das auf 287 Punkte kam. Für Ruile war es die erste Medaille auf internationalem Parkett.

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Matthias Peischer startete mit der deutschen Herrenmannschaft solide in die Vorrunde des Mannschaftsspiels. Nach der ersten Runde konnten alle Teams besiegt werden. Auch gegen den Weltmeister aus der Alpenrepublik zeigte das deutsche Team eine ansprechende Leistung. Wesentlich spannender verlief die Zwischenrunde. Im direkten Duell zog das deutsche Team ausgerechnet durch einen Fehler von Peischer den Kürzeren, doch das Österreichische Team verlor im Anschluss direkt gegen Tschechien die Spitzenposition. Damit war Deutschland Vorrundensieger. Doch für Peischer sollte es der letzte Fehler gewesen sein.

Peischer in Spitzenform

Am Finaltag verfolgten etwa 2800 eisstockbegeisterte Fans die Finalspiele in der Eishalle. Das auch aus Penzing angereiste Fachpublikum sah Eisstocksport höchster Klasse. Das erste Qualifikationsspiel des Page-Play-Off-Finales bot erneut den Klassiker Deutschland gegen Österreich. Und dort zeigte sich der 2,02 Meter große Hüne aus Penzing in Spitzenform. Mit seinem zwölften Treffer in zwölf Kehren machte Peischer selbst den Finaleinzug für sein Team mit 26:24 perfekt. Team Österreich musste gegen Italien in das Qualifikationsspiel zwei, sicherte sich aber mit einem 37:7 den erneuten Einzug in das Weltmeisterschaftsfinale.

Und dort spielte sich das deutsche Team, angetrieben von einem Matthias Peischer in Höchstform, in einen wahren Rausch. Nach zehn Kehren und einem Spielstand von 33:11 war dem deutschen Team der WM-Titel nicht mehr zu nehmen und Österreich zog den Kürzeren. Matthias Peischer konnte erneut zehn Treffer zum Titel beitragen und blieb als „Man of the Match“ am Finaltag völlig fehlerfrei.

Jetzt will er zu den Olympischen Spielen

Besondere Ehre wurde dem deutschen Team bei der Siegerehrung zuteil. Mit der Australierin Jenny Mann überreichte ein Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees die Goldmedaillen an das deutsche Team. Ihre Anwesenheit am Finaltag der Weltmeisterschaft gibt zudem dem Eisstocksport die berechtigte Hoffnung auf eine erfolgreiche Bewerbung zur Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 in Peking. Ein Ziel, das auch Matthias Peischer anstrebt.

Die beiden erfolgreichen Medaillengewinner wurden nach ihrer Heimkehr vom FC Penzing im Clubheim in Empfang genommen. Vorsitzender Anton Holdenrieder bedankte sich bei den beiden Penzinger Kaderspielern für deren Einsatz vor Ort und zollte den erbrachten Leistungen höchsten Respekt, ehe die größten Erfolge der Penzinger Vereinsgeschichte gefeiert wurden. (lt)

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