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Bayernliga

08.08.2015

Droht schon das nächste Abwehrloch?

Ist er heute noch dabei oder schon im Urlaub? Innenverteidiger Peter Knechtel droht dem TSV Landsberg beim Gastspiel in Rosenheim zu fehlen.

Die Urlaubszeit könnte die nächste Lücke in die Landsberger Viererkette reißen. Der TSV bestreitet heute das Topspiel. In einer Statistik sieht es finster aus

Dritter gegen Vierter: Wenn der TSV Landsberg heute Nachmittag ab 14 Uhr beim TSV 1860 Rosenheim antritt, dann steigt in der Fußball-Bayernliga das Topspiel des sechsten Spieltags. Mit zehn Punkten aus vier Partien haben beide Teams einen mehr als ordentlichen Saisonstart hingelegt. Falls ein Verteidiger in Reihen der Landsberger in seinen Sommerurlaub startet, könnte das die nächste Baustelle in der TSV-Abwehr bedeuten.

Die Null konnten sie zwar nicht halten, aber trotzdem können sie sich zugute halten, dass das Gegentor gegen Sonthofen aus einem direkt verwandelten Freistoß resultierte. Ansonsten ließ die von Peter Knechtel und Stefan Strohhofer organisierte Viererkette beim 2:1-Erfolg über die Oberallgäuer am Mittwoch nicht wirklich viele Chancen zu. Mit der Maßnahme, einen Vollblutstürmer wie Stefan Strohhofer in die Abwehrzentrale zu befördern, landete Trainer Sven Kresin einen cleveren Coup, auch wenn er dabei in Kauf nehmen musste, etwas lauter an der Seitenlinie Kommandos zu rufen als sonst. „Gegen Sonthofen musste ich viel coachen. Ich musste etwas Einfluss auf die Kompaktheit in Mittelfeld und Kette nehmen.“

Auch wenn Stefan Strohhofer in Vertretung für den gesperrten Kapitän Sebastian Nichelmann seine Sache sehr gut gemacht habe, seien dennoch ein, zwei Situationen dabei gewesen, „die nicht so glücklich waren“. „Aber trotzdem: Hut ab. Strohi hat eine gute Leistung gezeigt und die Jungs haben hinten wenig zugelassen“, so Kresin.

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Aber es könnte sein, dass im heutigen Auswärtsspiel in Rosenheim schon wieder anderes Personal in den Abwehrverbund rückt. Denn laut Trainer ist offen, ob Peter Knechtel schon dieses oder erst nächstes Wochenende in den Sommerurlaub startet. Und der rotgesperrte Nichelmann ist erst wieder ab nächster Woche spielberechtigt. Damit wäre das Ende der Fahnenstange in Sachen Verteidigern erreicht. Notfalls müsste wohl der Trainer seine eigenen Fußballschuhe mitnehmen und auflaufen. „Das wäre dann aber schon das Worst-case-Szenario“, meint der Ex-Profi im Vorfeld der Partie beim Tabellendritten.

Spannend wird das Topspiel des sechsten Spieltags allemal. Mit je drei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage sind beide Teams in die Saison gestartet und sitzen dem Führungsduo Heimstetten und Garching im Nacken. „Noch ist es etwas zu früh, aber nach sieben bis acht Spieltagen wissen wir, wo wir stehen“, schreibt der Landsberger Trainer der Tabelle noch wenig Aussagekraft zu. Umso mehr Anerkennung hat er vor den Rosenheimern. „Das ist eine ganz junge Truppe. Der Trainer macht eine gute Arbeit und es ist keine Überraschung für mich, dass sie da oben stehen“, meint Kresin.

Ganz unten steht der TSV in einer ganz besonderen Statistik: In der Fairnesstabelle liegt man mit 27 Punkten am vorletzten Platz. Kein anderer Verein hat mehr Gelbe Karten (19) kassiert. Ins Gewicht schlägt auch der Platzverweis für Philipp Siegwart gegen Sonthofen. Kurz vor Schluss musste der Angreifer mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen. Sein Trainer hat wenig Verständnis für die momentane Dünnhäutigkeit der Trainer. „Philipp hat in seiner gesamten Laufbahn im Herrenbereich erst einmal Gelb bekommen, und er ist auch schon Mitte 20. Diesmal hat er in einem Spiel zwei Gelbe bekommen. Das eine war ein taktisches Foul – das ist Okay –, aber dann dafür, dass er abgewunken hat“, kritisiert Kresin die Messlatte, die der Schiedsrichter gegen Sonthofen angelegt hat. Zu verschmerzen ist der Platzverweis trotzdem: Siegwart ist in Rosenheim spielberechtigt.

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