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Landsberg

17.06.2018

Ein Akrobatikfest der Superlative

Der RRC Jahn Landsberg veranstaltete anlässlich seines 40-jährigen Bestehens die deutsche Meisterschaft im Rock ’n’ Roll. Unser Foto zeigt Marlene Martin und Carl Munder.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der RRC Jahn Landsberg wird 40 und richet die deutsche Meisterschaft aus.Die Zuschauer sind begeistert. Für den Verein gibt es allerdings einen sportlichen Wermutstropfen.

Welch ein Rummel, welche Begeisterung. Rock ’n’ Roll is back in Landsberg! War er überhaupt weg, der verrückte Tanz mit der schnellen Beinarbeit und der Hochleistungsakrobatik? In den vergangenen Jahren war es zumindest ein wenig stiller geworden um die Abteilung Rock ’n’ Roll (RRC) der FT Jahn Landsberg. Doch zum 40-jährigen Bestehen des RRC brodelte es im Sportzentrum. Die Hütte war voll, die Stimmung bombastisch. Anlässlich des Jubiläums richtete der Club die deutsche Meisterschaft aus, und das lockte nicht nur Tänzer aus der gesamten Republik an. Unter den Zuschauern befanden sich auch viele Fans aus unserer Gegend, und etliche davon outeten sich als frühere Tänzer.

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Die Idee, gemeinsam mit Tanzsportbegeisterten zu feiern, erwies sich als goldrichtig. Die vielen Stunden Vorbereitung und Organisation hatten sich für das Team um Abteilungsleiter Klaus Nowak gelohnt. Die 53 Paare in fünf Klassen, die sich für die deutsche Meisterschaft qualifiziert hatten, fanden hervorragende Bedingungen. Und an den in Halle und Foyer verteilten Getränkeständen war für Zuschauer und Betreuer bestens gesorgt.

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Finale ohne Landsberg

Der Startschuss fiel bereits am Nachmittag mit den Vorrunden, mit denen in jeder Klasse die sieben Paare ermittelt wurden, die in der Hauptrunde am Abend startberechtigt waren. Für das einzige für die Meisterschaft qualifizierte Paar des RRC Jahn Landsberg war hier bereits Schluss. Lara Ritter und Stefan-Pascal Nowak wurden in der C-Klasse Zehnte. Stefan sei zwar ein erfahrener Tänzer, berichtete Mutter Ute Nowak. Er und Lara tanzen aber erst seit Kurzem zusammen. Das derzeitige RRC-Aushängeschild Carolin Steigenberger und Tobias Planer, ein in der Weltspitze etabliertes Paar, konnte verletzungsbedingt kurzfristig nicht antreten, was Ute Nowak sehr bedauerte.

Zuerst wird Bein gezeigt

Am Abend dann konnten, nach diversen Begrüßungsreden, die hoch motivierten Paare loslegen. Durch das Programm führten Profimoderator Markus Priester, der früher selbst Tänzer war, und Yvonne Rösch, Tochter von Ute und Klaus Nowak. In den ersten Runden ging es für die Tänzer der B- und A-Klasse um Fußtechnik. Es folgten die Endrunden der Schüler- und Juniorenklasse, bei denen noch keine Hebungen und akrobatischen Figuren erlaubt sind.

Nebenbei, meist wenn Musik lief, übten die Spitzenpaare der oberen Klassen für Akrobatik, dem Teil zwei der nach der Endrunde der C-Klasse folgenden Wertung. Und so mancher Zuschauer konnte dabei beobachtet werden, wie er mit seinen Augen eher da als beim Geschehen auf der Hauptfläche war. Dort wurden Hebungen und Sprünge geübt, gaben Trainer wie Ilona Stubenvoll von den Chili Rockers Amberg den Teilnehmern der Meisterschaft letzte Tipps.

Mit drei Jahren geht es schon los

„Von uns sind vier Paare in der Endrunde“, berichtete sie. Wie gut der noch junge Club aufgestellt ist, beweisen die Zahlen. Rund 60 Tänzer werden laut Stubenvoll betreut, knapp die Hälfte davon sind Männer. In Lippstadt können Kinder ab drei Jahren schon zu tanzen beginnen, erzählt Nicole Richter, deutsche Vizemeisterin 2018 in der Juniorenklasse. Das ist allerdings noch nicht so viel und umfassend wie bei den Paaren der B- und A-Klasse. „Wir trainieren vier Mal pro Woche, und dann jeweils mindestens zwei Stunden“, sagt Anja Gentner vom RRC Rosenheim, deutsche Vizemeisterin 2018 in der A-Klasse.

Irgendwann kurz vor Mitternacht waren nach vielen Umarmungen und noch mehr Küsschen alle Sieger ermittelt und mit Pokalen geschmückt. Das Fest war damit aber längst nicht zu Ende, bei der After-Show-Party im Partyhaus des Zweiten Abteilungsleiters Roland Stockmaier konnten dann auch alle Fans tanzen.

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