Newsticker
Kassenärzte erwarten Aufhebung der Impf-Priorisierungen im Mai
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Lokalsport
  4. Eishockey: Ein ganz bitterer Abend für die Landsberg Riverkings

Landsberg

24.01.2020

Eishockey: Ein ganz bitterer Abend für die Landsberg Riverkings

Mika Reuter war nach seiner Gehirnerschütterung erstmals wieder im Kader. Und er erzielte auch nach nur zwei Minuten die Landsberger Führung. Am Ende setzte sich aber doch der Tabellenführer Passau glücklich durch.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Landsbergs Trainer Fabio Carciola muss auf fünf Stammspieler verzichten. Trotzdem ist der HCL dem Tabellenführer Passau mindestens ebenbürtig. Am Ende gibt es gibt keine Punkte, aber eine unschöne Szene. 

Zwei Sekunden fehlten den Riverkings zur großen Überraschung. Gegen den Tabellenführer Passau lag der HC Landsberg lange in Führung, doch zwei Sekunden vor Schluss gelang den Gästen der 4:3-Siegtreffer. Anschließend zeigten sich die Gäste nicht als faire Sportsmänner. Den Riverkings konnte es egal sein, jetzt heißt es nach vorne schauen und am Sonntag in Klostersee die nächsten Punkte in der Eishockey-Verzahnungsrunde einfahren.

Angesichts der Ausfälle schien die Aufgabe für den HCL schier unlösbar zu sein: Nicht nur Thomas und Michael Fischer fehlten verletzt, auch Sven Curmann, Marc Krammer und Markus Kerber fielen verletzt, beziehungsweise krank aus. HCL-Trainer Fabio Carciola musste also gewaltig umstellen und nahm auch noch Maximilian Merkel, Noah Gaisser und Nico Nieberle vom Nachwuchs ins Team. Gleich vorweg: Alle kamen zum Einsatz und zahlten das Vertrauen mit einer guten Leistung zurück.

Mika Reuter trifft nach nur zwei Minuten

Wieder mit dabei war auch Mika Reuter – und das zahlte sich gleich in der zweiten Minute aus. Nach einem herrlichen Pass von Dennis Sturm stand Reuter frei vor dem Tor und brachte die Riverkings in Führung. Das gab den Gastgebern die nötige Sicherheit: Im Anschluss musste Keeper Michael Güßbacher zwar einige gefährliche Konter entschärfen, insgesamt aber hatte der HCL mehr vom Spiel und auch die besseren Chancen. Ein tolles Drittel, nur die weiteren Tore wollten nicht fallen.

Und das sollte sich im zweiten Abschnitt rächen. Zwar traf zunächst Dennis Sturm nach Traumpass von Daniel Menge zum 2:0 (24.), doch dann war Passau an der Reihe. Zwei Überzahlsituationen nutzten die Gäste zum Ausgleich. Geiger gelang in der 28. der Anschluss, Paryzek traf in der 32. Minute zum 2:2 – in beiden Fällen hatte Keeper Michael Güßbacher keine Chance.

Herrliches Solo von Dennis Sturm

Danach schwammen die Riverkings kurzzeitig, fingen sich dann aber wieder und machten Druck auf das Tor der Gäste. Einige gute Chancen konnten nicht genutzt werden, dann war es wieder Dennis Sturm, der zunächst einen Verteidiger ausspielte und dann versenkte – eine sehenswerte Einzelaktion (38.) brachte die 3:2-Führung.

Ins letzte Drittel ging der HCL in Überzahl – 37 Sekunden blieben noch, aber das vierte Tor wollte einfach nicht fallen. Genau in einer Druckphase fuhr Passau einen Konter und Kreuzer erzielte in der 49. Minute den Ausgleich. Das Spiel stand auf Messers Schneide, die Landsberger hatten die besseren Chancen – aber Passau mehr Glück. Zwei Sekunden vor Schluss traf Passaus Neuzugang Gawlic zum 4:3. Dann kam es zu einer unschönen Szene: Passaus Keeper Ritschel provozierte die Landsberger Fans und bekam noch eine Disziplinarstrafe wegen unsportlichem Verhalten. Dass die Gäste mit lauten Pfiffen verabschiedet wurde, verwunderte nicht.

Den Landsbergern nutzte es nichts mehr – es blieb ein ganz bitterer Abend. Mindestens zwei Punkte hätten Trainer Carciola und seine Spieler für die tolle Leistung auf jeden Fall verdient gehabt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren