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Landsberg

09.03.2020

Eishockey: Muss der HC Landsberg vor leeren Rängen spielen?

Wenn die Riverkings am Freitag in die Play-offs starten, wird Adriano Carciola (vorne) fehlen. Inzwischen hat der Verband die Dauer seiner Sperre bekannt gegeben.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Plus Am Sonntag hat der HC Landsberg in den Play-offs Höchstadt zu Gast. Erfahrungsgemäß wird bei solchen Spielen die 1000er-Marke bei den Zuschauern geknackt. Was das für den Verein bedeutet.

Am Sonntag kam die Empfehlung von Gesundheitsminister Jens Spahn, auf Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern zu verzichten. Was bedeutet das für die Landsberg Riverkings, die am Freitag in die Play-offs gegen Höchstadt starten? Schon während der Saison hatten die Landsberger einen Schnitt von fast 950 Besuchern – da ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die 1000er-Marke am Sonntag geknackt wird. Das Landsberger Tagblatt fragte bei Pressesprecher Joachim Simon nach. HCL-Trainer Fabio Carciola zieht derweil vor der K.-o.-Phase eine erste Bilanz.

Die Aussage des Gesundheitsministers „bedeutet viel und nichts“, sagte Simon. Bislang geht er davon aus, dass wie gewohnt gespielt wird. „Eine Anordnung würde das Gesundheitsamt erlassen, danach müssen wir uns dann natürlich richten“, so Simon. Das könnte auch bedeuten, „dass wir bei 1000 Zuschauern dichtmachen“. Durch den Kartenverkauf könne man das sehr gut regeln. Spätestens am Donnerstag soll es weitere Infos geben, kündigt Simon an. Spielbeginn am Sonntag ist um 18 Uhr.

Klostersee gewinnt die Pre-Play-offs

Derweil hatte der Spielmodus den Riverkings ein freies Wochenende beschert: Alle Teams, die sich in der Verzahnungsrunde auf die Plätze eins bis sechs gespielt hatten, durften pausieren. Ran mussten dagegen Waldkraiburg und Klostersee, die auf den Plätzen sieben und acht lagen. Klostersee konnte sich nach zwei Spielen gegen Pfaffenhofen durchsetzen und steht in den Play-offs – erst am heutigen Dienstag fällt die Entscheidung zwischen Waldkraiburg und Peißenberg.

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Landsbergs Trainer Fabio Carciola kam dieses Wochenende gelegen: Endlich mal wieder viel Zeit für die Familie. Denn die wird in den kommenden Tagen gewaltig fehlen. „Die Play-offs sind einfach der Höhepunkt, dafür spielt man die ganze Saison“, bringt es Carciola auf den Punkt. Und es ist der erste Höhepunkt für ihn „nur“ als Trainer. In Königsbrunn war er vor seinem Wechsel nach Landsberg im Januar 2019 noch Spielertrainer gewesen. „Ich bin sehr, sehr zufrieden“, lautet sein vorläufiges Fazit.

Schweren Start gut weggesteckt

Dabei hatten die Riverkings keinen leichten Start: Schon bevor die Saison richtig losgegangen war, musste Routinier Stefan Kerber verletzungsbedingt seine Karriere beenden, Gleiches passierte Keeper Markus Kring. Hinzu kam, dass Daniel Menge krankheitsbedingt erst mit großer Verspätung zur Mannschaft stieß und Carciolas Bruder Adriano nach wenigen Partien ebenfalls verletzt lange pausieren musste. „Natürlich war das sehr bitter für uns“, blickt Carciola zurück. „Aber ich habe gemerkt, dass jeder bereit ist, sein Bestes zu geben und für den anderen zu kämpfen“.

Überhaupt zählt es für ihn zu den schönsten Überraschungen, wie schnell die Spieler zu einem Team zusammengewachsen seien. „Es war immer eine super Stimmung im Team. Die Jungs sind alle hoch motiviert, waren immer im Training, das hat es mir leicht gemacht.“ Auch als es mal nicht so gut lief, sei der Zusammenhalt zu spüren gewesen.

Nicht nur das Talent zählt

So seien auch die Juniorenspieler schnell ins Team integriert gewesen. Mit U20-Trainer Sven Curmann habe er sich abgesprochen, wer in die erste Mannschaft aufrücken soll. „Das sind nicht immer nur die Talentiertesten, die Spieler müssen es sich auch durch ihren Einsatz bei den Junioren verdienen.“. Dafür wurden diese auch mit viel Einsatzzeiten in der Bayernliga – selbst in Über- und Unterzahl – belohnt.

Unplanmäßig hatte auch David Blaschta nach dem Ausfall von Markus Kring zu Saisonbeginn viele Einsatzzeiten. „Das war für ihn am Anfang sicher schwer, aber er hat das super gemeistert“, sagt Carciola. Überhaupt ist er mit den jungen Spielern hochzufrieden: „Alle haben sich verbessert, vom ersten bis zum letzten Spieler.“ Und jetzt freut man sich auf die Play-offs, wobei der Trainer Carciola auf den Spieler Carciola verzichten muss: Nach seiner Matchstrafe wurde Adriano Carciola für drei Spiele gesperrt – im Viertelfinale kommt er damit auf keinen Fall zum Einsatz.

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