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Landsberg

20.05.2019

Football: Bittere Niederlage für den X-Press

In Nürnberg hatten die Footballer des Landsberg X-Press (rechts Lukas Saurwein) den Sieg schon zum Greifen nah und verspielten ihn dann doch noch. Links: Headcoach Jan Radewald.
Bild: Thorsten Jordan (Archiv)

Für die Landsberger wäre in Nürnberg mehr drin gewesen. Der Schiedsrichter pfeift einen erlaubten Spielzug ab und verhindert so einen möglichen Erfolg.

Eine denkbar knappe Niederlage haben die Footballer des Landsberg X-Press im dritten Saisonspiel kassiert. Obwohl es lange so ausgesehen hatte, als könnte das Team die Partie gewinnen, stand es am Ende 28:27 für die Gastgeber aus Nürnberg.

Dass es gegen den Absteiger aus der 2. Bundesliga ein schweres Spiel werden würde, hatte die Landsberger Vereinsvorsitzende Sue Abenthum schon vorher geahnt und war ebenso wie die Nürnberg Rams überrascht über die Taktik von Trainer Jan Radewald. Der ließ nämlich viel mit langen Pässen spielen. Abenthum hatte vorher vermutet, das die X-Men gegen den erfahrenen Absteiger nur mit kurzen Pässen bestehen könnten.

Jonathan Kloosterman konnte gleich zwei lange Zuspiele von Quarterback Lukas Saurwein in Punkte verwandeln. Zur Halbzeit führten die Landsberger mit 21:14. Und nach der Pause legten sie sogar noch einmal nach und erhöhten auf 27:14.

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Landsberg führt zur Pause deutlich

Ab dem dritten Viertel hatten sich die Nürnberger dann allerdings deutlich besser auf die Taktik der X-Men eingestellt, übernahmen das Kommando und kamen zurück in die Partie. „Die Jungs haben grundsätzlich ein sehr gutes Spiel gemacht, waren in der Phase aber in einigen Momenten vielleicht nicht konzentriert genug“, so Abenthum. Trainer Radewald sei hinterher jedenfalls „sehr sauer“ gewesen, dass sich die Mannschaft um den Lohn ihrer Arbeit gebracht habe, so die Vereinsvorsitzende.

Den Nürnbergern gelang es, zwei Touchdowns zu erzielen und auch die Extrapunkte zu verwandeln, sodass die Rams plötzlich mit 28:27 vorne lagen. Kurz vor Schluss hatten die Gastgeber sogar die große Chance, den Sack zuzumachen. Bis auf wenige Zentimeter hatten sich die Spieler bereits an die Endzone der Landsberger herangekämpft, schafften es dann allerdings mit ihren vier Versuchen, die jedes Team pro Angriff hat, nicht, die Verteidigung der Landsberger zu überwinden. Dadurch ging das Angriffsrecht wieder auf die X-Men über. Sie mussten 97 Yards bis zur Endzone der Nürnberger zurücklegen und die Uhr zeigte noch eine Restspielzeit von vier Sekunden an. In vielen Sportarten wäre da nichts mehr zu machen, im American Football gilt aber die Regel, dass der letzte Angriff noch beendet werden darf, auch wenn die Uhr bereits abgelaufen ist.

Die Unparteiischen kennen die Regel nicht

Die Landsberger bedienten sich eines taktischen Kniffs, um doch noch zum Erfolg zu kommen. Zum einen schickte der X-Press vier Ballfänger aufs Feld und verzichtete dafür auf Verteidiger, die Quarterback Lukas Saurwein schützen. Zum anderen entschieden sie sich für einen eher seltenen Spielzug: Im Football darf der Ball je Spielzug nur einmal nach vorne geworfen werden. Erlaubt ist laut Abenthum aber auch, den Ball erst einmal nach links und dann nach vorne zu werden. So sind zwei Würfe möglich. „Leider kannten die Schiedsrichter diese Regel nicht und haben eine Flagge geworfen, damit war das Spiel dann beendet“, so Abenthum. Funktioniert hätte die Idee allerdings auch nicht, wenn die Schiedsrichter hätten weiterspielen lassen, weil es Jonathan Kloosterman in dem Fall nicht gelang, den langen Ball zu fangen.

Die Landsberger trauerten nach der Partie auch einem vergebenen Kick von Hannes Haug nach, der der Mannschaft zumindest die Verlängerung gesichert hätte. Im Anschluss an den Touchdown darf die erfolgreiche Mannschaft immer noch einmal antreten und bekommt einen zusätzlichen Punkt, wenn der Kicker den Ball zwischen zwei Stangen (Fieldgoal) hindurchschießt.

Am Samstag, beim ersten Heimspiel der Saison gegen Passau, soll es dann wieder besser laufen, wünscht sich Abenthum.

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