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In 39 Tagen findet der Ironman in Klagenfurt statt

20.05.2015

Für Wimmer läuft der Countdown

Dominic Wimmer beim Wörthsee-Triathlon 2014 – damals auf der Sprintdistanz unterwegs. Beim Ironman in Klagenfurt muss er viel länger laufen – und das nach dem Schwimmen und Radfahren.
Bild: Robert Gerigk

LT-Redakteur bereitet sich auf seinen ersten Ironman vor und führt nun Tagebuch

39 Tage hat unser Kollege noch vor sich, dann startet er in ein ganz besonderes Abenteuer: Dominic Wimmer, Redakteur beim Landsberger Tagblatt, wird zum ersten Mal bei einem Ironman an den Start gehen. Das Besondere: Im April vergangenen Jahres hat er sich entschlossen, Triathlon zu machen und damit natürlich auch erst vor gut einem Jahr mit dem Training für diesen Härtetest begonnen. In diesen letzten 39 Tagen wird er für uns ein Tagebuch führen, wie die finale Vorbereitung auf ein derartiges Ereignis aussieht.

Eigentlich ist Wimmer Fußballer beim MTV Dießen. Dennoch kam ihm der Gedanke, einmal bei einem Ironman mitzumachen schon vor einigen Jahren. Da er Verwandtschaft am Wörthersee in Österreich hat, erlebte er dort den Klagenfurter Ironman mit – die Idee war geboren. Und es musste der Ironman in Klagenfurt sein. „Als Kind habe ich meine Ferien immer hier verbracht, im Wörthersee habe ich auch Schwimmen gelernt“, erzählt er.

Als vor gut einem Jahr die Anmeldung für den Wettkampf 2015 lief, hat er „zugeschlagen“. Innerhalb weniger Minuten sind die Startplätze vergeben und „damals war der Wettkampf ja noch ein Jahr weit weg“, lautet sein Kommentar. Doch ein Jahr geht schnell vorüber – noch schneller mit einem derartigen Ziel vor Augen. Zur Erinnerung: Ein Ironman bedeutet 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Rad fahren und dann noch ein Marathonlauf über 42,19 Kilometer. Kein Wunder, dass unser Kollege Training mit Beruf verbinden musste: An den Dienstagabenden übernahm er gerne den Schlussdienst – ab 20 Uhr stand Schwimmen im Kauferinger Hallenbad auf dem Trainingsplan. Zum Arbeitsbeginn tauchte er meist mit Trinkflasche in der Hand auf: Die erste Trainingseinheit hatte er bereits hinter sich.

Kaum war der Winter vorbei, stand immer wieder mal sein Zeitfahrrad – übrigens ein sehenswertes Bike – im Konferenzraum: Dominic Wimmer hatte trotz des schönen Wetters auf das Cabrio verzichtet und stattdessen lieber in die Pedale getreten. Auch das Lauftraining ließ sich mit der Arbeit gut kombinieren – über seine Selbsterfahrung am Autofreien Tag, als er sozusagen „zu Fuß“ von Dießen nach Landsberg in die Redaktion kam, war zu lesen. Rund 76 Kilometer im Wasser, 1500 Kilometer auf dem Rad (plus 40 Stunden auf der Rolle) und noch mal 780 Lauf-Kilometer hat er seit seinem Entschluss, bei einem Ironman teilzunehmen, zurückgelegt.

Vieles rückte ins zweite Glied: Fußball war (fast) passé, Alkohol komplett gestrichen und die Abende mit Freunden „auf ein Bier“ fielen weg. Stattdessen gab es „Biker-Muesli“, Nudeln und Training mit Fitness-Coach Sven Kresin. Dazu die ersten Wettkämpfe, bei denen die Distanzen immer länger wurden: Am vergangenen Wochenende ist er erstmals über die halbe Ironman-Distanz gegangen – und wurde ein stolzer „Finisher“. Das „Schlimmste“ hat Dominic Wimmer fast hinter sich. „Etwa zwei Wochen vorher wird das Training extrem reduziert“, sagt er: Der Körper muss die Reserven auffüllen. Wie es unserem Kollegen in den vier Wochen bis zum „Abenteuer Ironman“ geht, hält er in einem Tagebuch für uns fest. Ganz gespannt sind wir natürlich auf den Tag des Wettkampfs, den 28. Juni, für den wir ihm jetzt schon die Daumen drücken.

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