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Landkreis Landsberg

07.06.2019

Für die Fußballer ist es das Wochenende der Entscheidung

Mit dem 2:0-Heimsieg gegen Schwabhausen gelang dem SV Fuchstal (Bild) ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die endgültige Entscheidung über Auf-stieg, Abstieg oder Klassenerhalt fällt für die Landkreis-Mannschaften an diesem Wochenende.
Bild: Julian Leitenstorfer

Der SV Fuchstal geht mit der besten Ausgangslage in das zweite Relegationsspiel. Auch Geltendorf darf sich Hoffnungen machen. Für Igling, Rott und Schwabhausen wird es dagegen sehr schwer, die Ziele zu erreichen.

Auch wenn die Punktrunde beendet ist: Am Pfingstwochenende gibt es noch mal Fußball satt im Landkreis. Relegation ist das Zauberwort. Vier Spiele werden ausgetragen – drei davon können sich die Fans sogar komplett ansehen, einzig am Samstagabend gibt es eine Überschneidung.

Den Auftakt macht das Relegationsspiel zur Kreisliga. Der SV Igling empfängt ab 14.30 Uhr den FC Eichenau. Als Zweiter der Kreisklasse4 haben sich die Iglinger für dieses Entscheidungsspiel qualifiziert, Eichenau muss als Zwölfter der Kreisliga2 um den Verbleib in dieser Klasse kämpfen.

Nach dem Motto: Alles oder Nichts

Und die Gäste kommen mit einem dicken Polster nach Igling: Mit 3:0 hatte Eichenau das Hinspiel am Mittwochabend gewonnen. Dabei profitierte der FCE von einigen kapitalen Fehlern in der Iglinger Abwehr. Und die ließ sich Eichenau, das den zweitbesten Angriff der Kreisliga vorzuweisen hat, nicht nehmen.

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Igling muss jetzt eine Gratwanderung schaffen: Auf keinen Fall darf Eichenau ein Tor erzielen – denn dann müsste der SVI aufgrund der Auswärtstorregelung mit 5:1 gewinnen, um aufzusteigen. Auf der anderen Seite muss man aber selbst drei Mal treffen, um das Hinspiel auszugleichen. „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand. Erst wenn es ganz aus ist, ist es vorbei“, sagt SVI-Spielertrainer Patrick Starker. Ein bisschen umstellen wird er die Mannschaft für dieses Spiel. Nach der Niederlage sei die Enttäuschung natürlich groß gewesen, „aber jetzt freuen wir uns auf dieses Heimspiel. Und wenn es klappt, wird die Feier umso größer“. Vielleicht gelingt mit dieser Einstellung ja das Fußballwunder.

Sehr gute Ausgangslage

Als Nächstes wird die Partie in Geltendorf angepfiffen: Ab 17 Uhr findet das Rückspiel gegen Egenburg statt. Allein schon die Relegation sei ein Riesenerfolg, sagte im Vorfeld Trainer Sebastian Kolbeck. Jetzt hat der TSV sogar die große Chance, in die Kreisklasse einzuziehen. Denn das 1:1 in Egenburg vom Mittwoch ist eigentlich eine perfekte Ausgangslage – schon ein 0:0 würde Geltendorf zum Aufstieg reichen. Brenzlig wird es erst, sollte Egenburg zwei oder mehr Tore erzielen, dann würde dem TSV ein Unentschieden am Samstag nicht mehr reichen.

Bei Trainer Kolbeck hält sich die Nervosität noch in Grenzen. „Das kommt erst, wenn ich den Sportplatz betrete, aber ich glaube, die Jungs sind schon nervös.“ Mit dem Auswärtstor und dem Unentschieden habe man nun alles selbst in der Hand. Allerdings wird Kolbeck umstellen müssen, denn Constantin Rehfeuter fällt verletzt aus. „Es wird am Samstag auf die Auf- und die Einstellung ankommen“, sagt Kolbeck. Trotz des guten Hinspielergebnisses werde man Egenburg auf keinen Fall unterschätzen. „Das ist eine gute Mannschaft, die auch sehr robust spielt.“

Zwei Tore im Rückstand

Nur eine halbe Stunde später, ab 17.30 Uhr, steigt das Rückspiel in Rott . Dabei geht es für den Gastgeber darum, den 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel gegen RaistingII wettzumachen. Gespannt sein darf man auch, wie die Rotter die Niederlage weggesteckt haben, denn da wäre um einiges mehr drin gewesen. Hatte das Team von Trainer Salvatore Scolaro doch Mitte der ersten Halbzeit die große Chance, in Führung zu gehen. Aber der berechtigte Elfmeter wurde verschossen. Stattdessen verwandelte Raisting seinen Strafstoß und machte mit einem Konter in der zweiten Hälfte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Kreisklasse.

„Da war wirklich viel Pech im Spiel“, sagt Scolaro. Er hofft darauf, dass man ein frühes Tor macht und „vielleicht wird Raisting dann ja nervös“. Gleichzeitig dürfe man aber kein weiteres Gegentor mehr kassieren. „Wir müssen an unsere Qualität glauben, vielleicht können wir so das nötige Glück auch erzwingen“, hofft Scolaro, der Rott nach dieser Saison verlässt.

Fuchstal und Schwabhausen am Sonntag

Der SV Fuchstal ist dem Klassenerhalt in der Kreisklasse einen ganz großen Schritt näher gekommen. Zu Hause setzte sich die Mannschaft von Sven Kresin mit 2:0 gegen die DJK Schwabhausen, Zweiter der A-Klasse 7, durch. Erst am Sonntag, ab 14 Uhr wird aber die Entscheidung in Schwabhausen fallen.

Hier lesen Sie den Bericht vom ersten Spiel: Fußball: Fuchstal legt zu Hause kräftig vor

Der Sieg für die Füchse war auch verdient, da sie deutlich mehr vom Spiel hatten. Nicht überraschend warnt SVF-Coach Sven Kresin dennoch vor zu viel Selbstsicherheit vor dem Rückspiel. „Das wird kein Selbstläufer. Wir müssen sehen, dass wir in den ersten fünf Minuten kein Gegentor bekommen. Für so etwas sind schon ganz andere Mannschaften bestraft worden.“ Am Freitagabend hatte er das Team wieder zum Training gebeten. „Da waren schon zwei, drei Dinge, die mir nicht gefallen haben, und die müssen wir besprechen.“

Dass der Sieg für Fuchstal verdient war, sieht auch DJK-Trainer Sebastian so. „Wir haben einfach nicht ins Spiel gefunden.“ Jetzt werde man sich am Sonntagfrüh noch mal treffen, die Partie analysieren und „ dann schauen wir nach vorne“. Dass es sehr schwer werden wird, davon geht Baumert aus, denn Fuchstal habe gezeigt, dass es nicht absteigen wolle. „Aber wir haben ein Heimspiel und das wollen wir auch gewinnen.“ Anpfiff ist um 14 Uhr in Schwabhausen, dann darf man auch gespannt sein, welches Team mit der zu erwartenden Hitze besser zurechtkommt.

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