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Dießen

22.01.2020

Fußball: Der Dießener Nico Weis kickt mit Ex-Profis

Der Dießener Nico Weis (vorne rechts) im Kreis der Ex-Profis.
Bild: Ernstberger

Plus Nico Weis, Trainer der Dießener Fußballdamen, spielt in der Traditionsmannschaft von Unterhaching mit. Für den 41-Jährigen ist es ein beeindruckendes Erlebnis.

Es gibt Tage im Leben eines Sportlers, die er nie vergessen wird. So einen erlebte vor Kurzem Nico Weis, der Trainer der Landesliga-Fußballerinnen des MTV Dießen. Mit seinen 41 Jahren lief er beim Turnier der Traditionsmannschaften in der Starnberger Brunnangerhalle erstmals für ein Profi-Team – zumindest für dessen Oldies – auf.

Weis durfte für die SpVgg Unterhaching ran – spielte da an der Seite der ehemaligen Bundesliga-Profis Marco Haber (zweifacher Nationalspieler), Oliver Straube, Dennis Grassow, Ex-Publikumsliebling Alfonso Garcia, Michael Gurski und der einstigen Hachinger Zweitliga-Akteure Carsten Sträßer und Patrick Ghigani. Damit nicht genug: Teamchef war Angelo Vaccaro, ehemals VfB Stuttgart, dem Lieblingsverein von Weis.

Auch Benny Lauth und Jens Lehmann sind dabei

„Für mich war das Turnier mit den Profis und Ex-Profis ein richtig tolles Erlebnis“, blickt Weis, dem seine MTV-Top-Torjägerin Andrea Bichler auf der Tribüne die Daumen drückte, zurück. Klar: Er spielte nicht nur mit, sondern auch gegen eine Reihe namhafter Ex-Profis, wie 1860-Legende Benny Lauth und den ehemaligen Nationaltorwart Jens Lehmann (als Feldspieler) für den späteren Turniersieger FC Bello München. Mit dabei waren auch die Augsburger Halil Altintop, Tobias Werner und Marc Römer, Frank Wiblishauser und Andi Neumeyer beim FC Bayern München – und ein alter Freund aus dem Landkreis Landsberg. Der Uttinger Hotelier Franz Wiesheu, einst für den TSV Landsberg und die SpVgg Starnberg am Ball und mit 61 Jahren noch immer topfit, landete mit Bavaria Monaco nach ungeschlagener Vorrunde auf Platz vier.

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Ein großer Qualitätsunterschied

Davon waren Weis und die Hachinger nach unglücklichem Vorrunden-Aus (Zehenbruch bei Haber im ersten Spiel und vier abgefälschte Gegentore) weit entfernt. Dennoch ein Riesenerlebnis für den Dießener. Er ist noch immer topfit, spielt für die AH, hilft, wenn Not am Mann ist, in der Ersten aus und kickt mit seinen Mädels. Aber er musste erkennen: „Ich hätte nicht geglaubt, dass der Qualitätsunterschied zwischen guten Spielern aus dem Amateurbereich und Ex-Profis so groß ist. Das war schon richtig beeindruckend.“ Wie auch das Miteinander der Truppe: „Die Jungs haben mich super aufgenommen, keine Spur von Arroganz oder Überheblichkeit. Die Atmosphäre und der Umgang miteinander innerhalb der ganzen Münchner Ex-Profis ist faszinierend. Jeder kennt jeden, man schätzt sich, man mag sich. Ich habe mich total wohlgefühlt.“

Die Aufregung war enorm

Und wie beurteilt Weis seine eigene Leistung? „Ich habe mich natürlich bemüht, möglichst wenig Fehler zu machen. Ich hoffe, man hat mir die Aufregung nicht so sehr angemerkt. Von Spiel zu Spiel habe ich mir dann ein bisschen mehr zugetraut, aber der Respekt vor den Profis war schon sehr groß.“

Aber schon bei der Feier nach dem Turnier war Weis fixer Bestandteil der Mannschaft. Weitere Berufungen in den Traditionskader, der vor allem für karitative Zwecke spielt, werden sicher folgen.

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