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Landsberg

18.11.2019

Fußball: Der TSV Landsberg bangt um seinen Kapitän

Nach einer halben Stunde fiel Landsbergs Kapitän Sebastian Bonfert verletzt aus. Ob er am Wochenende schon wieder spielen kann, ist fraglich. Dabei steht eine ganz wichtige Partie an.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Vier Spiele ohne Sieg und jetzt auch noch ohne Spielführer Sebastian Bonfert. So schätzt Landsbergs Trainer Sven Kresin die aktuelle Situation des Bayernligisten ein.

„Das Leben hat uns jetzt eine Aufgabe gestellt.“ So fasst Trainer Sven Kresin die derzeitige Situation des Fußball-Bayernligisten TSV Landsberg zusammen. Alles, was nach seinem Amtsantritt Ende August so leicht und locker gewesen war, sei inzwischen harte Arbeit – und auch diese wurde in den vergangenen vier Spielen nicht belohnt. Zuletzt gab es die 1:3-Niederlage gegen Deisenhofen. Wünscht sich der Coach vielleicht einen möglichst schnellen Wintereinbruch?

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Zwei Spiele stehen für die Landsberger dieses Jahr noch an: am Samstag in Hankofen und in der Woche drauf zu Hause gegen Kottern. „Wir brauchen noch ein Erfolgserlebnis“, sagt Kresin – auf schlechtes Wetter oder gar Schnee kann er in den kommenden Tagen also gerne verzichten. „Wenn wir so in die Winterpause gehen müssten, hätte das einen faden Beigeschmack.“ Immerhin haben die anderen Teams für Landsberg gespielt – man steht immer noch über dem berühmt-berüchtigten Strich. Aber der Abstand ist geschmolzen und den will Kresin vor der Pause unbedingt noch mal ausbauen. Aktuell liegt der TSV Landsberg als Tabellenelfter drei Zähler vor dem ersten Relegationsplatz.

"Bonfert spielte bis zur Verletzung überragend"

Ob er in Hankofen auf Kapitän Sebastian Bonfert zählen kann, ist aber fraglich. „Er hat einen dicken Knöchel, aber vielleicht bringen wir die Schwellung schnell raus und können den Knöchel tapen“, hofft der Coach. Denn Hankofen wird ein richtungsweisendes Spiel werden: Die Gastgeber stehen ebenfalls im Tabellenkeller. Und da wäre der Ausfall von Bonfert doppelt bitter. „Er hat das Spiel gegen Deisenhofen hervorragend geleitet. Hat das Tempo bestimmt und die Mannschaft geführt“, sagt Kresin. Bis zur 30. Minute, als er verletzt vom Platz musste.

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Trotzdem haben sich die Landsberger die drei Gegentore praktisch selbst eingeschenkt, wobei Ersatzkeeper Nicolas Schestak keine gute Figur abgegeben hatte. „Ich habe mit ihm danach nicht mehr gesprochen. Da würde ich den Elefanten nur noch größer reden“, sagt Kresin. „Wir gewinnen als Mannschaft und wir verlieren als Mannschaft.“

Insgesamt war er mit der Leistung seiner Mannschaft auch nicht unzufrieden. „Wenn man zurückblickt, dann haben wir in den vier Spielen, die wir verloren haben, nur zwei schlechte abgeliefert: das gegen 1860 München und das gegen Schwabmünchen.“ Auch gegen Deisenhofen hatte er sein Team als besseres ausgemacht. Selbst den Elfmeter nimmt Kresin an: „Der Schiedsrichter hat eine wirklich gut Leistung gezeigt.“ Und er hofft in Hankofen auf einen ähnlich starken Unparteiischen.

Auch wenn er mit der aktuellen Situation alles andere als zufrieden ist: „Das ist doch auch das Schöne am Fußball: Es wird nie langweilig.“

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