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Dießen

16.03.2018

Fußball: Sie kickte schon mit Andi Görlitz

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Stephanie Wild aus Rott ist Fußballerin aus Leidenschaft. Die 24-Jährige spielte schon beim FC Bayern und geht seit einigen Jahren für den MTV Dießen auf Torejagd.
Bild: Ernstberger

Stephanie Wild ist die Tormaschine der Dießener Fußballfrauen. Im zweiten Teil der Saison, der am Wochenende startet, gibt es für sie und ihre Teamkolleginnen nur ein Ziel.

Man kennt sich in Rott, in dieser 1600-Einwohner-Gemeinde im Lechrain. „Ich hab’ mit ihr sogar schon auf unserem Sportplatz gekickt“, erinnert sich der zweifache Fußball-Nationalspieler Andi Görlitz, 36, an eine seiner Begegnungen mit Steffi Wild, dem Offensiv-Ass der Dießener Bayernliga-Fußballerinnen.

Wild und Görlitz haben zumindest drei Gemeinsamkeiten: Sie kommen aus Rott und sie haben schon für den heimischen TSV sowie den FC Bayern München gespielt. Andi, inzwischen Musiker mit seiner Band „Room 77“, in der Bundesliga, Steffi in der 2. Bundesliga. Insgesamt kickte sie sechs Jahre für die „Roten“, vier davon in der Jugend und zwei bei den Damen. „Es war toll dort, ein Traum für jeden Fußballer. Aber letztlich zu zeitaufwendig ohne Gegenleistung neben meiner Ausbildung zur Industriekauffrau“, erzählt sie. Deshalb die Rückkehr in ihre Heimatgemeinde, wo sie schon in der F- und E-Jugend am Ball war. Zum Bezirksliga-Aufstieg steuerte sie in 18 Spielen 29 Tore bei.

Der Trainer bezeichnet sie als offensives Gehirn

2014 der Wechsel nach Dießen, 64 Landesligaspiele, 32 Tore – eine Traum-Bilanz! „Sie ist unser offensives Gehirn“, schwärmt Trainer Nico Weis von der 24-Jährigen, die im Sommer 2017 maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte. Im entscheidenden Relegationsspiel gegen den SV Frensdorf traf sie in der regulären Spielzeit und im Elfmeterschießen. „Sie ist eine brillante Fußballerin mit viel Zug zum Tor, mit kreativen Ideen nach vorne und technisch herausragenden Fähigkeiten. Sie ist aber auch ein starker Zweikämpfer, der die Bälle erobert und sie scharf macht“, so der Trainer.

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Am Sonntag (15 Uhr) starten die MTV-Fußballerinnen in Pegnitz ins Punktspieljahr 2018. Zwölf Spiele mit nur einem großen Ziel: Klassenerhalt. „Es wird schwer, aber wenn jeder wirklich will, können wir es schaffen. Wir sind spielerisch oft unterlegen“, weiß Dießens „klassische 10“ mit der Rückennummer neun. „Aber mit Kampf, Willen und dem Glauben, dass wir es packen können, ist es möglich, dass wir in der Bayernliga bleiben.“ Coach Weis: „Der Klassenhalt wäre ein größerer sportlicher Erfolg als der Aufstieg.“

Wie verkraftet der MTV die Abgänge?

Sein großes Problem: „Seit dem Sommer haben wir sieben Stammkräfte verloren. Aber letztlich nur zwei Spielerinnen dazu bekommen.“ Da ist zum einen die junge Emma Krebs, 17, aus der zweiten Mannschaft und zum anderen „Last-Minute-Neuzugang“ Romy Schwaiger, 29, die einst für Dießen und schon für Wacker München und Schwaben Augsburg in der Regionalliga spielte.

Allerdings: Die persönliche Referentin von BFV-Chef Dr. Rainer Koch hat seit 2014 pausiert. Beim 1:1 im Test gegen Gilching trug sie zum ersten Mal wieder das MTV-Trikot. „Ein gutes Comeback“, sagt Weis. „Ich hoffe, dass sie mithelfen kann, die Klasse zu erhalten.“ Und er weiß: „Verletzungsmäßig darf jetzt nichts passieren.“ Das sah man schon bei der Generalprobe, dem 1:2 gegen Landesligist Kaufbeuren. Steffi war krank, fehlte an allen Ecken und Enden.

Für Wild, immer noch Bayern-Fan, ist die Marschroute klar: „Jeder einzelne muss noch eine Schippe drauflegen.“ Zumal die Gegner bis Ostermontag Pegnitz, Thenried, Würzburg und Eicha heißen – die vier Teams aus dem Tabellenkeller.

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