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Kaufering

16.10.2019

Fußballer Max Benedikt: Ein Lebensretter als Torjäger

Max Benedikt traf am vergangenen Spieltag fünf Mal für die Kauferinger Fußballer.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Max Benedikt hat für Kaufering II zuletzt fünf Mal getroffen. In den Schlagzeilen war er heuer schon mal.

Am vergangenen Spieltag hat Max Benedikt die zweite Mannschaft des VfL Kaufering fast im Alleingang zum Sieg geschossen. Mit 8:0 setzte sich das Team von Dominik Piotrowski gegen Straßberg durch, fünf der acht Tore hat Benedikt geschossen. Den Trainer freut es sehr: „Max hatte zuletzt eine Torflaute, aber die scheint jetzt ja überwunden.“

Der 18-Jährige selbst nimmt es ganz gelassen. „Stimmt schon, aber man muss einfach weiter an sich glauben“, sagt er gegenüber dem LT. Grund, an sich zu glauben hat der Fußballer auch, denn die fünf Tore in einem Spiel sind nicht sein Bestwert. „In der C-Jugend habe ich schon mal sechs in einem Spiel geschossen und in der B-Jugend waren es sogar neun“, erzählt er ganz gelassen. Max Benedikt ist nicht der Typ der großen Worte – er handelt lieber.

Vom Ministerpräsidenten ausgezeichnet

Das hat er vor zwei Jahren gezeigt, und deshalb war Benedikt in diesem Jahr schon einmal in den Schlagzeilen. Er hatte im Juni zusammen mit Lucas Schmitt von Ministerpräsident Markus Söder die Christophorus-Medaille erhalten. „Cool“ sei die Verleihung gewesen. Zusammen mit seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Lucas Schmitt hatte Benedikt 2017 einen Asylbewerber aus dem Lech gezogen. Dieser konnte nicht schwimmen und hatte lauf Polizei wohl die Strömung und Wassertiefe unterschätzt. „Dass man als Sportler in so einer Situation anders handelt, als jemand, der keinen Sport treibt, glaube ich nicht. Aber die Fitness hilft sicher.“

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Eigentlich spielt er noch A-Jugend

Seit er vier Jahre als ist, spielt Max Benedikt beim VfL Kaufering Fußball, hat sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen. Zunächst Mittelfeldspieler, wechselte er später zum Außenverteidiger, bis er in den Angriff ging, wo er jetzt auch bei den Herren aufläuft. Momentan würde er eigentlich in der A-Jugend spielen, doch zu Saisonbeginn kam die Anfrage von Dominik Piotrowski. Dieser hatte nämlich bei seinem Amtsantritt als Coach der Reserve neben Benedikt noch weitere Spieler aus der A-Jugend zu den Herren geholt. „Einige habe ich wieder an die Jugend zurückgegeben, da es bei ihnen nicht so gut läuft“, sagt Piotrowski. „Seine Stärke ist, dass er ganz unbekümmert ins Spiel geht.“ Aber auch sein Teamgeist gefällt Piotrowski: „ Er spielt mannschaftsdienlich, hat auch ein Auge für seine Mitspieler.“ Deshalb habe er ihm vor dieser Partie auch gesagt, dass ein Stürmer nicht allein an den Toren gemessen würde. „Aber es hat mich gefreut, dass er sich für seinen Einsatz wieder mit Toren belohnt hat.“ Und behalten will er Benedikt auf jeden Fall.

Der Wechsel kam zur richtigen Zeit

Und das kommt dem jungen Fußballer gerade recht, denn in der Jugend wollte er eigentlich nicht mehr spielen. Der Wechsel zu den Herren kam genau zur richtigen Zeit. „Wir sind ja insgesamt noch eine sehr junge Mannschaft“, sagt er, und die große Stärke sei der Teamgeist. „Es macht einfach riesen Spaß.“

Hinzu kommt noch der Erfolg – das 8:0 gegen Straßberg war zwar ein ausgesprochen hoher Sieg, aber nur einer von vielen. Momentan steht die Mannschaft in der A-Klasse Augsburg Süd auf dem zweiten Tabellenplatz. „Natürlich peilen wir den Aufstieg an“, sagt Benedikt, aber die Saison ist eben noch lang. Also lieber erst mal abwarten, immerhin scheint es jetzt ja wieder mit dem Toreschießen zu klappen.

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