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Landsberg

15.03.2018

Harte Jungs für einen Sport für Gentlemen gesucht

Sam Bevan (links) und Roderic Fonteyne wollen einen Rugby-Club in Landsberg gründen. Am Sonntag findet ein Schnuppertraining statt.
Bild: Thomas Metschl

Zwei junge Landsberger wollen einen Rugby-Verein in Landsberg gründen. Am Sonntag findet ein Schnuppertraining statt.

Die Sportauswahl in der Region soll wachsen: Sam Bevan und Roderic Fonteyne wollen dafür mit Gleichgesinnten den ersten Rugby-Club in Landsberg gründen. Die beiden 19-jährigen Landsberger kennen sich seit ihrer gemeinsamen Schulzeit am Ignaz-Kögler-Gymnasium. Damals hatten sie in der Oberstufe auch den ersten Kontakt mit Rugby, als der Rugby FC Augsburg für einen Workshop an ihrer Schule war. „Das hat uns so viel Spaß gemacht, dass wir für ein Probetraining nach Augsburg gefahren sind“, erzählt Fonteyne. Aber für das Training immer so weit pendeln, wollten sie nicht.

Einzige Lösung: Selbst einen Verein gründen. Doch im Oktober vergangenen Jahres war es noch ein langer Weg. „Schließlich hatten wir keine Ahnung, wie man so etwas starten soll“, sagt Bevan. Sie fuhren zu einem Spiel nach München und knüpften am Spielfeldrand Kontakt mit dem Rugby-Verband Bayern. Der Vorsitzende Alexander Michl war total begeistert von der Vereinsgründung und bot Unterstützung an. Er konnte auch sofort einen Kontakt zu Ralph Axiomakarou herstellen, der die Mannschaft trainieren wird. „Von da an haben wir gemerkt: Jetzt gibt es kein Zurück mehr“, sagt Fonteyne.

Es gibt sogar schon ein Logo

Also stürzten sie sich in die Vorbereitungen, kreierten ein Logo und kauften bereits Bälle und anderes Equipment. Eine Abteilung in einem bestehenden Sportverein gründen, wollten sie nicht. Sie wollen lieber alle Entscheidungen eigenständig treffen. Die Suche nach einem geeigneten Trainingsgelände war nicht einfach, da gerade die Hallen im Winter oft von Fußballern belegt sind. Ab April können sie aber einen Platz am Sportzentrum nutzen.

Die Faszination für diesen Sport kommt bei Sam Bevan aus der Kindheit. Sein Vater ist Engländer und hat Rugby immer im Fernsehen angeschaut. „Ich hab’ sofort verstanden: Da geht was.“ Er erinnert sich auch an ein Zitat von Henry Blaha: „Rugby is a beastly game played by gentlemen.“ Ein Spiel also, bei dem wahre Gentlemen auf dem Feld die Sau rauslassen können.

Auch Frauen werden gesucht

Die beiden 19-Jährigen finden, dass es ein sehr ehrlicher Sport ist – Mann gegen Mann, ohne viel Schutz, aber immer fair und auf jeden Fall besser als American Football. Trotz ihrer Verwandtschaft weisen die beiden Sportarten nämlich einige Unterschiede auf. Beim Football setzt man beispielsweise auf viel Schutzausrüstung, es darf nach vorne geworfen werden und nach jedem Spielzug wird abgebrochen. Beim Rugby ist das Werfen nur nach hinten erlaubt und die Spiele werden seltener unterbrochen.

So ganz kennen sich die beiden aber noch nicht mit den Regeln aus. „Dafür möchten wir auf jeden Fall Regelabende organisieren“, erklärt Fonteyne. Deswegen können auch alle Neulinge, die Interesse haben, dazukommen und gemeinsam mitlernen. „Wenn wir auf 20 feste Spieler kommen würden, wäre das gut“, meint Bevan. Jede Mannschaft hat nämlich immer 15 Spieler auf dem Feld.

Am Wochenende steigt ein Training

Bisher haben sich schon rund 30 Leute gemeldet – nicht nur Spieler, sondern auch Unterstützer. Und nicht nur Männer, sondern auch Frauen wollen mitmachen. „Das Training können wir dann gemischt machen, aber die Spiele sind nach Geschlecht getrennt“, erklärt Fonteyne. Ziel sei es, neben dem Spaß, ernsthaft zu trainieren, um auch mal gegen die rund 30 anderen Mannschaften aus Bayern anzutreten.

Termin Erstes Training am Sonntag, 18. März, um 12 Uhr in der Sporthalle am Schulzentrum (DZG/JWR). Weitere Informationen gibt es bei Facebook, Instagram und per E-Mail an rclandsberglech@gmail.com

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