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Bundesliga

17.02.2015

Im Abstiegskampf angekommen

Rudolf Heidu stand in Chemnitz erstmals im Tor der Kauferinger.
Bild: Jordan

Kaufering kassiert in Chemnitz zwei Treffer in Überzahl

Auch nach dem Gastspiel in Chemnitz stehen die Red Hocks mit leeren Händen da. Gegen die Floor Fighters musste man eine 0:7-Niederlage hinnehmen.

Mit einer Rumpftruppe mussten die Kauferinger antreten: Torhüter Tobias Dahme fehlte ebenso, wie Stefan Weh, Tobias Hutter, Andreas Weh und Tino von Pritzbuer. Somit standen Trainer Christoph Huber nur noch zwölf Feldspieler zur Verfügung, im Tor stand erstmals Neuzugang Rudolf Heidu. Von Beginn an traten die Red Hocks dominant auf, hatten gegen die beste Abwehr der Liga jedoch Schwierigkeiten. Während das Tor der Chemnitzer verriegelt blieb, stand auf der anderen Seite die Kauferinger Defensive sicher. Dazu verhalf auch Heidu, der gute Paraden zeigte.

Im zweiten Abschnitt begannen beide Teams sehr defensiv. In der 32. musste ein Floor Fighter auf die Strafbank und ermöglichte den Red Hocks ein Powerplay. Nach nur wenigen Sekunden schnappte sich ein Chemnitzer Verteidiger den Ball, lief allein auf das Kauferinger Tor zu und konnte nur mehr mit einem Foul gestoppt werden. Folgerichtig gaben die Schiedsrichter Penalty, und diesen versenkte Topscorer Kapucian.

Anschließend nahm das Spiel den aus den letzten Partien bekannten Verlauf. Die Red Hocks wollten möglichst schnell den Ausgleich erzwingen und liefen in einen Konter, den die Hausherren sehenswert zum 2:0 ausspielten. In der Schlussminute des zweiten Drittels wurde die nächste Strafe gegen Chemnitz ausgesprochen. Wieder verlor die Kauferinger Überzahl den Ball, und Chemnitz verwertete den Alleingang zum 3:0.

Für die letzten 20 Minuten hatten sich die Kauferinger noch mal viel vorgenommen. Nachdem die starken Chemnitzer mit einem Doppelschlag auf 5:0 stellten und der Huber-Truppe einfach kein Treffer gelang, war die Luft ein wenig raus. Die Sachsen verwalteten nun clever, ließen die anrennenden Gäste kaum noch an den Ball kommen. Das erste Chemnitzer Powerplay wurde mit dem 6:0 bestraft, nur wenige Minuten später lag der Ball zum siebten Mal im Red-Hocks-Tor. Trainer Huber nahm am Ende noch den Torhüter zugunsten eines sechsten Spielers vom Feld, doch auch so wollte der Ehrentreffer nicht mehr fallen.

Obwohl beide Teams über weite Strecken ebenbürtig waren, gewinnen die Floor Fighters dank cleverer Spielweise und sehenswerten Kontern – und verschärfen die Krise der Red Hocks.

Auch wenn bereits im nächsten Spiel erneut die Chance besteht, im direkten Duell gegen Hamburg auf einen Play-off-Platz zu springen, hat man inzwischen die Gewissheit, im Abstiegskampf angekommen zu sein. Will man die Klasse halten, ist es unbedingt erforderlich, die Anfälligkeit bei Kontern abzustellen und in der Offensive wieder gefährlicher zu werden.

Diese Baustellen gilt es bis zum kommenden Wochenende zu schließen, denn im Endspiel gegen den Tabellensechsten ETV Hamburg wird entschieden, ob man den Gang in die Play-downs noch vermeiden kann. Anpfiff ist am Samstag um 18 Uhr im Kauferinger Sportzentrum. (lt)

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