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Eresing

23.02.2020

In Eresing geht man mit Pfeil und Bogen auf die Jagd nach Spenden

Abteilungsleiter Adrian Schmidt und Sine Christiansen eröffneten in Eresing pünktlich um 12 Uhr den Pfeilathlon zugunsten der Kartei der Not.
Bild: Julian Leitenstorfer

Die Eresinger Bogenschützen sammeln beim Zwölf-Stunden-Pfeilathlon für die Kartei der Not. Die Aktion findet zum zweiten Mal statt und wird ein Riesenerfolg.

Im „Archerys Club“, dem Aufenthaltsraum, legt Adrian Schmidt noch mit Hand an, dann folgt der Blick auf die Uhr: fünf vor zwölf. Der Abteilungsleiter der Eresinger Bogenschützen eilt schnell in die Turnhalle, legt den Armschutz an und pünktlich um 12 Uhr schießt er den ersten Pfeil ab: Der Pfeilathlon zugunsten der Kartei der Not, dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, ist eröffnet.

Am Samstag hatten die Eresinger Bogerer zum zweiten Mal zu diesem Benefizschießen eingeladen. Und die Herausforderung war beachtlich: Innerhalb von zwölf Stunden sollten so viele Punkte wie möglich gesammelt werden – dank der Sponsoren, die im Vorfeld gesucht worden waren, wurden diese Punkte dann in bare Münze umgewandelt. Diese Summer wiederum geht an die Kartei der Not.

Doch daran dachten zu Beginn wohl die wenigsten. Im Vordergrund stand der Spaß bei der Aktion. Überhaupt heben sich die Eresinger von anderen Bogenschützen dadurch ab, dass es in erster Linie um die Freude am Sport geht. Etwa 30 Mitglieder hat die TSV-Abteilung, das Training findet jeden Dienstag und zweiten Sonntag statt. „Wir machen dabei verschiedene Spiele, ähnlich wie beim Kegeln“, erzählte Adrian Schmidt. So muss etwa eine gewisse Zahl mit einer bestimmten Anzahl an Pfeilen erzielt werden oder nur ein bestimmter Ring auf der Scheibe getroffen werden. „Dabei treten zwei Teams gegeneinander an, sodass auch die schwächeren Schützen eine gute Chance haben.“ Bei den Eresingern werden auch nur Recurvebögen ohne Visier verwendet: „Es ist ein instinktives Schießen“, erklärt Schmidt – und erinnert an das ursprüngliche Bogenschießen, ohne technische Hilfsmittel.

In Eresing geht man mit Pfeil und Bogen auf die Jagd nach Spenden

Die Freude am Sport steht im Vordergrund

Freude am Sport, das war den Eresingern auch beim Pfeilathlon anzumerken. Immer zwei Schützen zielten gemeinsam auf Scheiben in etwa zehn Metern Entfernung. Eine halbe Stunde lang – dann wurden sie vom nächsten Pärchen abgelöst.

Und was die Schützen zeigten, war beeindruckend. Im Rekordtempo wurden die Pfeile abgeschossen und trotzdem landeten sie meist im Gold oder zumindest ganz nah dran. Das machte sich im Laufe der Zeit bemerkbar. Vergangenes Jahr, erzählte Roland Klotz, war die Scheibe nach dem ersten Pfeilathlon nicht mehr zu gebrauchen: „In der Mitte war ein faustgroßes Loch, da blieben die Pfeile zum Schluss gar nicht mehr stecken.“ Er war zunächst in der Aufsicht tätig. Denn nach einigen Stunden lässt verständlicherweise bei den Schützen die Konzentration nach. Dann muss beispielsweise darauf geachtet werden, dass beide erst zur Scheibe gehen, wenn beide alle Pfeile abgeschossen haben. Und natürlich müssen auch akribisch die Punkte gezählt werden.

Es wird ein neuer Rekord aufgestellt

Und auf die Endsumme konnten auch die Besucher tippen. Zahlreiche Spenden von Firmen und Unternehmen aus dem Landkreis wurden dafür als Preise gegeben – aber auch der FC Augsburg spendete beispielsweise Eintrittskarten.

Nach zwölf Stunden waren die insgesamt 20 Schützen im Alter zwischen elf und 68 Jahren, die sich immer wieder abwechselten, kaputt und müde – aber auch stolz. Zu Recht, denn 43483 Punkte kamen zusammen – im vergangenen Jahr waren es 30100. „Diesmal haben wir 5202 Pfeile abgeschossen und einen Schnitt von 8,36 Punkten pro Pfeil erreicht“, freut sich Schmidt. Eine enorme Steigerung – die gab es auch bei den Zuschauern. „Da war richtig was los“, freute sich der Abteilungsleiter. Das galt auch für das Tippspiel und da durfte sich ein junger Mitspieler besonders freuen: Er kam auf 15 Punkte an die Endsumme ran und darf damit zum FCA.

Wie hoch die Spendensumme ist, steht noch nicht fest. Aber stolz sein dürfen die Bogenschützen auf jeden Fall nach diesem langen Tag.

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