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Eishockey

03.02.2021

In welcher Liga spielt der HC Landsberg nächste Saison?

In welcher Liga tritt der HC Landsberg (vorne Jonas Schwarzfischer) in der nächsten Saison an? Das HCL-Präsidium hat eine Entscheidung getroffen.
Foto: Thorsten Jordan

Plus Der HC Landsberg kommt in der Eishockey-Oberliga nicht auf die Beine. Wie soll es weitergehen? Das Präsidium trifft eine Entscheidung.

Abgeschlagen liegen die Landsberg Riverkings auf dem letzten Platz der Eishockey-Oberliga. Wie soll es nächste Saison weitergehen? In der Liga bleiben und aufrüsten – oder doch weiter auf die eigenen Spieler und die aus der Umgebung setzen und lieber zurück in die Bayernliga? Das HCL-Präsidium hat am heutigen Mittwochabend die Entscheidung bekannt gegeben – und auch die erste Vertragsverlängerung.

Es war klar, dass es ein „Lehrjahr“ werden würde für den HC Landsberg. Aufgrund der wegen Corona abgebrochenen Saison 2019/2020 hatte der Verein die Chance, sich für die Oberliga zu bewerben – und wurde aufgenommen. Allerdings hat sich gezeigt, dass man in der aktuellen Besetzung nicht mithalten kann. So lautet das Fazit: „Wir müssen uns in der Spitze verstärken“, sagt HCL-Präsident Frank Kurz. Denn: „Stand jetzt werden wir auch nächste Saison in der Oberliga spielen.“

Finanziell läuft es bei HC Landsberg bislang gut

Man habe diese Premiere genau analysiert. „Aus struktureller und strategischer Sicht haben wir alles richtig gemacht“, so Kurz bei einem Pressegespräch. So habe man beispielsweise das elektronische Ticketing durch die Oberliga vorangetrieben. Ohne Aufstieg hätte man auch gar nicht spielen können. Auch finanziell gebe es keine Überraschungen – sportlich allerdings habe man sich die Saison doch anders vorgestellt. „Uns war es wichtig, zu unserem Wort zu stehen und mit unserer Mannschaft die Saison zu bestreiten“, betont Kurz. „Wir sind nicht der Verlockung erlegen und haben das halbe Team ausgetauscht, oder schon den dritten Trainer.“

Frank Kurz betont, dass man den bisherigen Weg mit eigenen und regionalen Spielern nicht verlassen wolle.
Foto: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Auch in der neuen Saison will man auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs und der Region setzen. „Aber wir brauchen fünf, sechs Spieler für die Spitze“, so Vizepräsident Gerhard Petrussek. In der Breite sei man gut aufgestellt, was insgesamt gesehen wichtiger sei. Diese Spieler für die Spitze zu finden, wird die Aufgabe von Teammanager Michael Oswald sein – und zwar, ohne dass der Etat „ins Unendliche aufgeblasen wird“, wie HCL-Pressesprecher Joachim Simon betont. Denn der HC Landsberg will weiterhin bei seiner vorsichtigen Finanzplanung blieben.

Die Riverkings schließen Saison mit einem Plus ab

Diese hat sich in der vorherigen Saison bezahlt gemacht: Trotz des Saisonabbruchs vor den Play-offs stehen den rund 463.000 Euro an Einnahmen knapp 442.000 Euro an Ausgaben gegenüber – der Verein hat also mit einem Plus von rund 21.000 Euro abgeschlossen. Auch in dieser Saison laufe es finanziell trotz der Einschränkungen gut, so Präsident Frank Kurz. „Das liegt auch daran, dass uns die Sponsoren und die Fans trotz der Corona-Krise unterstützen. Das ist nicht selbstverständlich und dafür sind wir sehr dankbar.“ Das mag auch daran liegen, dass man weiterhin einen soliden und nachvollziehbaren Weg gegangen sei, so Kurz.

Anhand der Buchungen des Bezahlsenders Sprade TV, von denen auch die Vereine profitieren, sei zu sehen, dass die Fans dem Verein ebenfalls treu bleiben: Zwischen 300 und sogar 983 Buchungen (gegen Spitzenreiter Selb) seien zu verzeichnen und es gebe auch keine signifikante Abnahme trotz der Niederlagen, so Simon. Und den soliden Weg wolle man auch in Zukunft fortsetzen.

Spielmodus für die Eishockey-Oberliga steht noch nicht fest

Auch wenn man „Stand jetzt“, wie Kurz betont, in der Oberliga bleiben wolle – endgültig entscheiden muss sich der Verein erst nach der Punktrunde, beziehungsweise zwischen Mai und Juli, wenn die Unterlagen eingereicht werden müssen. Der Spielmodus stehe noch nicht fest, so der HCL-Präsident, aber „wir haben die Erfahrung gemacht, dass man sich auf die Zusagen, des DEB verlassen kann“. Und das bedeutet unter anderem, dass man Spiele unter der Woche größtenteils vermeiden wird.

Und so konnte Teammanager Michael Oswald auch schon die erste Vertragsverlängerung bekannt geben. Wie bereits berichtet, hatte man schon intensive Gespräche mit Trainer Fabio Carciola geführt – inzwischen ist die Unterschrift auf dem Vertrag trocken. Fabio Carciola wird ebenso beim HC Landsberg bleiben wie Co-Trainer Sven Curmann. „Sven Curmann bleibt uns auch als Trainer der U20-Mannschaft erhalten“, so Oswald, und sei damit ein wichtiges Bindeglied zum Nachwuchs.

An Teammanager Michael Oswald wird es liegen, die Mannschaft zu verstärken.
Foto: Thorsten Jordan (Archiv)

In Sachen Nachwuchs rechnet der HC Landsberg in nächster Zeit auch mit viel Arbeit. „Nach diesem Corona-Jahr ist es auch eine Aufgabe der Sportvereine, die Kids wieder in Bewegung zu bringen“, betont Joachim Simon. Dabei habe man als Eishockey-Verein den Nachteil, dass man ab April, Mai, wenn wieder Lockerungen zu erwarten seien, kein Eishockeytraining anbieten könne.

Außerdem hat der bisherige Präsident-Nachwuchs, Thomas Blaschta, aus beruflichen Gründen sein Amt abgeben müssen (LT berichtete). Blaschtas Aufgaben wird bis zu den nächsten Wahlen, diese finden in etwa eineinhalb Jahren statt, Michael Oswald übernehmen. Unterstützung wird er dabei künftig von zwei so genannten Bufdis (Bundesfreiwilligendienst) erhalten. „Unsere wichtigste Aufgabe wird sein, Nachwuchs zu werben“, so Simon.

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