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Schützen

27.04.2019

Jakob Stainer zu Gast beim Innenminister

Landesschützenmeister Wolfgang Kink, Innenminister Horst Seehofer und Jakob Stainer, Schützenmeister der FSG Dießen (von links).
Bild: Innenministerium

Dießens Schützenmeister berät als Sachverständiger. Änderungen im Waffenrecht stehen an

Für Jakob Stainer, Schützenmeister der Feuerschützengesellschaft Dießen, war es ein Erlebnis: Zusammen mit dem Landesschützenmeister Wolfgang Kink und weiteren Vertretern war er zu einem Termin bei Bundesinnenminister Horst Seehofer eingeladen. Thema: Umsetzung der EU-Feuerwaffenrechtslinie. Als Vorsitzender der Schießstandsachverständigen in Deutschland gab Stainer seine Einwände zu den Gesetzesänderungen dort bekannt. Insgesamt war er „mit dem, was wir in dem Gespräch erzielt haben, sehr zufrieden“.

Eine Änderung hatte beispielsweise vorgesehen, dass Schützen lebenslang eine regelmäßige Teilnahme am Schießbetrieb nachweisen sollten, wollen sie weiterhin mit Munition schießen. „Unsere Senioren, die vielleicht noch ein Mal im Jahr am Königsschießen teilnehmen, hätten wir so verloren“, sagt Stainer. Denn die Waffen hätten sie zwar behalten dürfen, aber sie hätten keine Munition mehr erwerben dürfen. Dazu wird es nicht kommen: Nur wenn eine Waffe neu erworben wird, ist der Nachweis zu erbringen (wie jetzt auch), dass sie genutzt wird. Nach fünf Jahren findet eine Überprüfung und nach zehn Jahren eine weitere statt. Und „damit hat sich das mit allen, die ihre Waffen schon jahrzehntelang haben, erledigt“, sagt Stainer.

Auch dass Vorderladerwaffen, Dekowaffen und Replika anmeldepflichtig sind, wird wohl nicht kommen. „Pro Waffe sind die Behördengebühren rund 100 Euro. Wenn jemand mehrere Waffen hat, kann man sich die Gebühren ausrechnen“, so der Schützenmeister. Auch die geplante Munitionsbeschränkung wurde angesprochen, wobei „wir Sportschützen in diesem Bereich schmerzfrei sind“, sagt Stainer. Die benötigte Munition pro Wettkampf liege weit unter der maximal vorgesehenen. Insgesamt habe die Delegation mit einem guten Gefühl wieder den Heimweg angetreten: „Wie es jetzt aussieht, haben wir viele Änderungen auf einen guten Weg gebracht.“

Erfolgreich und interessant war der Ausflug nach Berlin für ihn: In seiner Funktion als Vorsitzender des Verbands der Schießstandsachverständigen sei er zwar öfter mal in Berlin, aber „da bleibt man meist auf der Verwaltungsebene hängen“, so Stainer. Diesmal ging es für ihn aber ins Zentrum des Innenministeriums, direkt bis zu Minister Horst Seehofer. „Das war schon richtig spannend“, sagt er. (mm)

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