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Eishockey I

02.01.2021

Lange Gesichter beim HC Landsberg

Am ende gab es bei den Riverkings (vorne Dennis Sturm, hinten Adriano Carciola) lange Gesichter: Nach einem dramatischen Schlussdrittel gingen die Landsberger im Kellerderby leer aus.

Plus Die Riverkings verlieren das Kellerderby der Oberliga in Passau. Landsberg hält das Spiel lange offen – im Schlussdrittel wird es dramatisch

Der HC Landsberg beendet das Jahr 2020 mit einer Niederlage. Das Schlusslicht der Eishockey-Oberliga muss sich dem Vorletzten Passau mit 3:5 geschlagen geben. Lange haben die Landsberger das Spiel offen gehalten, aber im letzten Drittel gab man alles aus der Hand.

Ärgerlich und unnötig war diese Niederlage, denn eine „dumme Strafe“, wie Teammanager Michael Oswald sagt, war am Ende entscheidend für die Niederlage. „Wir waren eigentlich die bessere Mannschaft, aber wenn man sich solche Strafen leistet, verliert man am Ende verdient.“ War es in den Spielen zuvor die mangelnde Chancenverwertung gewesen, die den Landsbergern zu schaffen machte, so waren es diesmal wieder unnötige Strafzeiten.

Beiden Mannschaften war anzumerken, wie wichtig dieses Spiel für sie war. Dabei leisteten sich die Landsberger die ersten Strafen. Erst musste Adriano Carciola vom Eis, kurz darauf auch Marek Charvat – gut eine Minute mussten die Landsberger in doppelter Unterzahl überstehen. Das gelang, aber beim Vier-gegen-fünf fiel doch der Führungstreffer für Passau durch Sedlar (8.). Landsberg fing sich schnell, und es blieb ein Spiel auf Augenhöhe.

Obwohl Passau ein leichtes optisches Übergewicht hatte, kamen die Riverkings ebenfalls zu guten Chancen und in der 13. Minute wurde eine davon auch genutzt. Auf Pass von Charvat und Mathias Jeske traf Dennis Sturm zum 1:1. Danach hatte Landsberg noch mal Überzahl, aber es ging mit dem Unentschieden in die erste Pause.

Für Landsbergs Teammanager ein guter Zwischenstand. „Es ist seit dem Sieg in Lindau – gefühlt – das erste Mal, dass wir nach dem ersten Drittel nicht zurückliegen.“ Beiden Teams sei anzumerken „dass sie nicht vor Selbstvertrauen strotzen“, entscheidend sei aber nur das Unentschieden.

Das gaben die Landsberger aber nur zwölf Sekunden nach Wiederanpfiff aus der Hand: Geiger brachte Passau erneut in Führung. Zwar hatten die Riverkings danach wieder die Chance, durch ein Powerplay auszugleichen, doch diese Möglichkeit verstrich ungenutzt. Aber Landsberg blieb dran, machte geduldig weiter und wurde dafür belohnt. Michael und Thomas Fischer leisteten die Vorarbeit – Mika Reuter verwandelte zum 2:2 (30.).

Und das gab den Riverkings wieder Auftrieb – war Passau zu Beginn des Drittels die stärkere Mannschaft, bestimmte der HCL die zweite Hälfte. Eigentlich hätte man da auch in Führung gehen müssen, „aber man merkt in diesen Situationen einfach, dass das Selbstvertrauen fehlt“, so der Teammanager. Insgesamt waren diese 20 Minuten kaum von Taktik geprägt: „Das war von beiden Mannschaften ein Spiel mit offenem Visier.“ Jetzt kam es darauf an, wer am Ende die Nerven behält.

Und das war Passau: Während die Gastgeber eine Strafe unbeschadet überstanden, schafften die Landsberger dies nicht. Gut zehn Minuten vor Schluss geriet der HCL erneut in doppelte Unterzahl – wieder war es ein unnötiges Foul – und das nutzte Passau eiskalt aus: Mit zwei Mann mehr erzielten die Gastgeber das 3:2 durch Blackburn (50.) und keine Minute später – immer noch in Überzahl – durch Sedlar das 4:2.

Nur kurz darauf gab es erneut Hoffnung, denn auch von Passau mussten zwei Spieler kurz nacheinander auf die Strafbank – der HCL hatte nun fast vier Minuten Überzahl. Dies konnte man nicht nutzen, aber fünf Minuten vor Schluss brachte Sven Gäbelein die Landsberger wieder auf 3:4 ran. HCL-Trainer Fabio Carciola nahm seine Auszeit und gut eine Minute vor Schluss Keeper Michael Güßbacher für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Das allerdings nutzte Passau, um mit einem Empty-Net-Goal auf den 5:3-Endstand zu erhöhen. Weiter geht es für die Landsberger am 3. Januar in Höchstadt.

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