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Scheuring

12.11.2019

Luftpistole: Die Edelweiß-Schützen holen ihren Sport aus dem „Keller“

Zu einem Wettkampf zwischen Mannschaften aus dem Landkreis kommt es in diesem Jahr nicht in Scheuring. Aber den Bundesliga-Schützen kann man am Samstag wieder über die Schulter schauen.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Die besten Luftpistolenschützen Deutschlands kommen nach Scheuring. Am Wochenende steht ein Bundesligawettkampf an, der Spannung für die Zuschauer verspricht. Was es dort Neues gibt.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die Bundesliga macht wieder Station in Scheuring – die 1. Bundesliga der Luftpistolen-Schützen. Am Samstag, 16. November, tragen die Edelweiß-Schützen ihren ersten Heimwettkampf in dieser Saison aus und treffen auf keinen Geringeren als den deutschen Meister SGI Ludwigsburg. Dazu holen sich die Scheuringer wieder Verstärkung aus dem Ausland. Was Zuschauer vor dem Duell wissen sollten.

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In dieser Woche beginnen bereits die Vorbereitungen für den großen Tag: Die Lechrainhalle wird zur Schützenhochburg umgebaut. Eigentlich haben die Edelweiß-Schützen eine hochmoderne Anlage in ihrem Schützenheim, aber da ist zu wenig Platz für die Zuschauer. Dieser Platz ist nicht nur vom Verband vorgeschrieben, er wird in der Lechraingemeinde auch dringend benötigt, das haben die Wettkämpfe in den Vorjahren gezeigt. Im Gegensatz zu den Rundenwettkämpfen, die praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden, geht es in der Bundesliga nicht nur am Stand, sondern auch auf den Zuschauerrängen hoch her.

Alles wird noch professioneller

„Diesmal ist der Umbau aber etwas professioneller“, verspricht Scheurings Schützenmeister Franz Berghofer. So ist der Beamer, mit dem die Ergebnisse auf die große Leinwand geworfen werden, nicht mehr in der Mitte des Zuschauerraums platziert. Er wurde jetzt an der Decke montiert. „Auch beim Abhängen der Fenster haben wir jetzt eine neue Konstruktion, die auch besser aussieht.“

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Die mobile Schießanlage ist bereits in Scheuring und wird am Freitagvormittag aufgestellt. „Wir haben uns auch schon überlegt, unsere Anlage aus- und in der Lechrainhalle wieder aufzubauen“, sagt Berghofer. Im Endeffekt würde sich das aber nicht rentieren, "denn wir würden alle Kabel doppelt benötigen“. Da komme man mit der mobilen Anlage und den Mietkosten, die bei circa 1500 Euro liegen, günstiger weg.

Eigentlich wollten die Scheuringer auch diesmal den Landkreisvereinen wieder die Möglichkeit bieten, unter Bedingungen wie in der Bundesliga einen Wettkampf auszutragen. Jedoch kam nur der Freitagnachmittag infrage und dieser Termin war ungünstig. „Wenn nur die Schützen kommen, hat es wenig mit Bundesliga zu tun“, sagt Berghofer. Deshalb waren in der Ausschreibung auch mindestens zehn Fans als Bedingung angegeben. Schließlich sollte auch Bundesligastimmung herrschen. Das schafften die Vereine nicht – und auf Sonntag kann man nicht ausweichen. „Es ist Volkstrauertag, da macht man so eine Veranstaltung nicht“, sagt Berghofer.

Viele kommen mit Ratschen und Kuhglocken

Aber am Samstag kann man dafür die spezielle Stimmung bei einem Bundesligawettkampf genießen – und die herrschende Atmosphäre. Mit Ratschen, Klappern und Kuhglocken „bewaffnet“, sitzen die Zuschauer nur wenige Meter hinter den Ständen und kommentieren die einzelnen Ergebnisse lautstark.

Damit aber nicht genug, denn das Duell fordert die Schützen zudem. In dieser Liga entscheidet nicht die Gesamtringzahl einer Mannschaft, sondern die einzelnen Paarungen. Das Problem für die Schützen: Sie sehen sofort, wie gut der Schuss ihres Gegners war und müssen darauf reagieren. Auch gibt es Spezialisten, die extrem schnell ihre Serien absolvieren. So zwingen sie ihre Gegner mehr oder weniger dazu, vor jedem Schuss schon auszurechnen, was sie erzielen müssen, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben.

So sieht der zeitliche Fahrplan aus

Vielleicht verhilft den Scheuringern dieser Heimvorteil zu einer Sensation, denn sie müssen gegen den deutschen Meister Ludwigsburg antreten. Der Zeitplan wurde vom Verband geändert: Im Gegensatz zum Plan im Terminheft wurde alles um eine Stunde nach vorne verschoben. Das Training beginnt um 12 Uhr, der erste Wettkampf zwischen Waldenburg und Weil/Rhein um 14.30 Uhr, der zweite, HSG München – Waldkirch, um 16 Uhr. Ab 17.30 Uhr beginnt der Heimwettkampf für die Edelweiß-Schützen mit der Vorstellung der Mannschaften. Und auch diesmal gibt es wieder Verstärkung aus dem Ausland: Der Schwede Morgan Johansson wird für die Gastgeber antreten.

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