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Scheuring

08.10.2019

Luftpistole: Scheuring gelingt ein historischer Sieg

Im ersten Wettkampf zeigte David Probst noch Nerven, im zweiten erzielte er die beste Ringzahl der Scheuringer.

Plus Die Mannschaft von Edelweiß Scheuring holt in der Bundesliga die ersten Punkte. Warum das Ergebnis auch die Experten überrascht.

Ein Wechselbad der Gefühle haben die Scheuringer Pistolenschützen bei ihrem Einstand in der 1. Bundesliga Süd durchgemacht. Nach einer unnötigen 2:3-Niederlage gegen den letztjährigen Abstiegskandidaten Waldhausen ließen die Lechrainer am nächsten Tag einen auch in der Höhe überraschenden 5:0-Erfolg über das stärker eingeschätzte Hambrücken folgen. Damit waren sie da, die ersten Bundesliga-Punkte in der Vereinsgeschichte der Edelweiß-Schützen. So liefen die einzelnen Wettkämpfe ab.

Der Neuzugang punktet

Eigentlich hatte man sich gegen Waldhausen die größeren Gewinnchancen ausgerechnet. Doch punkten konnten nur die beiden Neuzugänge Johansson und Kucana. Oliver Balg scheiterte in der Spitzenpartie nach anfänglicher Führung an der starken Schlussserie (97) seines Kontrahenten Andreas Riedener. Seinen Vorjahresschnitt deutlich übertreffen konnte der Waldhausener Günther Schwarz. So geriet Thomas Ranzinger trotz einer soliden Leistung von Beginn an in Rückstand, den er mit der letzten Serie nur noch bis auf einen Ring reduzieren konnte.

Der Knackpunkt aber war das Duell auf Position drei. David Probst leistete sich in der zweiten Serie mit 83 Ringen einen totalen Aussetzer und blieb insgesamt gleich um 14 Ringe unter seinem Schnitt in der vergangenen Saison. Die 365 Ringe seines gleichfalls schwächelnden Gegners wären in Normalform locker zu packen gewesen.

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Arben Kucan zeigte Verständnis für den Einbruch des Youngsters. „Es war sein erster Einsatz in der 1. Bundesliga. Das hat ihn mächtig unter Druck gesetzt“, meinte der Scheuringer Trainer. Was der junge Hagenheimer drauf hat, wenn es läuft, zeigte er am zweiten Wettkampftag gegen Hambrücken mit der besten Einzelleistung (375) seines Teams. Insofern war es gut, dass Philipp Ranzinger am Samstagabend vorzeitig zurück musste. Er hatte den Anruf erhalten, dass er beim Oktoberfestschießen mit der Luftpistole gewonnen hatte und damit Landesschützenkönig geworden ist. Die Proklamation stand am Sonntag auf der Wiesn an, damit stand Ranzinger für den Wettkampf nicht zur Verfügung und Probst hat seine zweite Chance perfekt genutzt.

Den Dämpfer vom Vortag gut weggesteckt

Überhaupt darf man den Lechrainern ein Kompliment dafür machen, wie sie den Dämpfer vom Vortag weggesteckt haben. Zugute kam ihnen aber auch, dass Hambrücken vor allem auf den vorderen Positionen einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte. Fast durchgehend zeichnete sich so ein hoher Sieg für den Neuling ab. Der Schwede Morgan Gunnar Johansson und Thomas Ranzinger hatten wie David Probst bereits nach der Hälfte ihre Partie gut im Griff.

Kritisch wurde es für Kucana, als ihm durch einen Fehlgriff eine 4,2 unterlief. Aber mit Routine brachte er doch noch einen Ring Vorsprung ins Ziel. Oliver Balg profitierte in der Spitzenpartie davon, dass Marco Wussler gleich um ganze Längen unter seinen Möglichkeiten blieb. So konnte Balg trotz einer bescheidenen Gesamtringzahl dank einer starken Schlussserie von 95 Ringen ebenfalls noch punkten.

Für Trainer Kucana war die Welt nach dem ersten Wettkampfwochenende in Ordnung. „Ich bin zufrieden. Der Auftakt ist gelungen. Und wir werden unsere Leistungen auch noch steigern“, meinte der Deutsch-Albaner.

Besonders wertvoll könnten sich nach seiner Auffassung bei der Endabrechnung die sieben Einzelpunkte erweisen, die man jetzt schon geholt hat.

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